Magisterarbeit, 2002
227 Seiten, Note: 2,0
1 Analyseobjekt und -methodik
1.1 Untersuchungsgegenstand
1.1.1 Der EG-Vertrag als übersetzungsäquivalenter, juristischer Paralleltext
1.1.2 Usuelle Vorgeformtheit: Indikator juristischen Sprachgebrauchs auf der textuellen Mikroebene und seine Konstituenten Selektion (Präferenz) und Rekurrenz im Rahmen übereinzelsprachlicher Determiniertheit
1.2 Untersuchungsmethode
1.2.1 Integrativität: Die pragmatisch-kommunikative Perspektive unter Berücksichtigung des Sprachsystems
1.2.2 Korpusanalyse: empirisch-induktiver Fokus
1.2.3 Interlingual-kontrastiver Vergleich (deutsch/französisch)
1.2.3.1 Die kontrastive Linguistik
1.2.3.2 Forschungsstand zu kontrastiven Analysen des Untersuchungsgegenstandes, unter Berücksichtigung der jeweils fachorientierten Textsortenforschung, Phraseologie und Translationswissenschaft
2 Vorgeformtheit als translinguales Phänomen
2.1 Formen von Vorgeformtheit
2.1.1 Vorgeformtheit als Indikator von Phraseologizität i. w. S.
2.1.1.1 Kennzeichen von Phraseologizität sprachlicher Einheiten
2.1.1.1.1 Stabilität/Festigkeit
2.1.1.1.2 Reproduziertheit/Reproduzierbarkeit
2.1.1.2 Vorgeformtheit als phraseologisches Formulierungsverfahren
2.1.2 Vorgeformtheit im Rahmen von Textsorten/Textmustern
2.1.2.1 Formulierungswissen über konventionelle Formulierungsmuster als Textmusterwissen bzw. -kompetenz auf der Formulierungsebene
2.1.2.2 Textsortenfelder als Tradierungsposten des Sprachgebrauchs
2.2 Vorgeformtheit und ihre außersprachliche Motiviertheit
2.2.1 Situatives Element: Der Text als Bewältigung einer bestimmten Kommunikationsaufgabe
2.2.2 Die fach(sprach)liche Einbindung des EG-Vertrags und die daraus resultierende Selektion bzw. intertextuelle Fortschreibung sprachlicher Mittel
2.2.2.1 Rechtswesen: Institution und (konventionalisierte) Sprache im Fachkontext
2.2.2.2 Sprachliche Handlungsmuster juristischer Textsorten: Zweckmäßigkeit und typische Verwendung sprachlicher Mittel innerhalb der selektiven Affinität juristischen Sprachgebrauchs
2.3 Vorgeformtheit auf der textinternen Makroebene
2.3.1 Die Makrostruktur und ihre Teiltexte bzw. Teiltextsegmente
2.3.2 Die Makrostruktur der Fachtextsorte völkerrechtlicher/internationaler Vertrag, unter besonderer Berücksichtigung ihrer Teiltexte Präambel und Schlußformeln
3 Zusammenfassende Übersicht über die theoretischen Implikationen von Vorgeformtheit im EG-Vertrag und das kontrastive Analyseinteresse
II Analyseteil: Vorgeformte Strukturen auf der Makro- und Mikroebene des EG-Vertrags
1 Analyse der Vorgeformtheit auf der Makroebene
1.1 Die Makrostruktur des Gesamtvertrags (vgl. Anhang I)
1.2 Die Struktur der den Vertragstext rahmenden Teiltexte des Gesamtvertrags: Präambel und Schlußformeln (vgl. Anhang II)
2 Kontrastive Analyse der einzelsprachlichen Umsetzungen von Vorgeformtheit auf der Mikroebene
2.1 Die Mikrostruktur der Präambel und der Schlußformeln (vgl. Anhang II)
2.2 Die Mikrostruktur des Vertragstextes (vgl. Anhang III)
2.3 Sprachspezifische Abfassungkonventionen sonstiger Art (vgl. Anhang III)
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das linguistische Phänomen der „Vorgeformtheit“ innerhalb des EG-Vertrags in seiner theoretischen Fundierung und multidimensionalen Ausprägung zu analysieren, wobei der Schwerpunkt auf einem interlingual-kontrastiven Vergleich der deutschen und französischen Sprachfassungen unter Einbeziehung korpusbasierter Befunde liegt.
1 Analyseobjekt und -methodik
Im folgenden stehen sowohl der Untersuchungsgegenstand (1.1) als auch die für die Analyse der Vorgeformtheit des EG-Vertrags angewandte Untersuchungsmethode (1.2) im Zentrum des Betrachtungsinteresses.
Als Untersuchungsgegenstand wird zunächst der Analysetext selbst begriffen: Dabei wird der EG-Vertrag als juristischer Paralleltext in Übersetzungsäquivalenz eingeordnet (1.1.1), um daran anschließend das Phänomen der Vorgeformtheit selbst im Zusammenhang mit seinem Indikatorenstatus des im EG-Vertrag allseits waltenden juristischen Sprachgebrauchs zu verorten. Insbesondere ist es mikrostruktureller Natur und manifestiert sich systematisch in den translingual determinierten Konstituenten Selektion (Präferenz) sowie Rekurrenz sprachlicher Einheiten. (1.1.2)
1 Analyseobjekt und -methodik: Dieses Kapitel definiert den EG-Vertrag als juristischen Paralleltext und legt die methodischen Grundlagen für die Untersuchung, insbesondere den empirisch-induktiven Korpusansatz.
2 Vorgeformtheit als translinguales Phänomen: Hier werden die theoretischen Dimensionen der Vorgeformtheit erörtert, einschließlich ihrer Verankerung in der Phraseologie, Textsortenforschung und der außersprachlichen Motiviertheit durch das juristische Fach.
3 Zusammenfassende Übersicht über die theoretischen Implikationen von Vorgeformtheit im EG-Vertrag und das kontrastive Analyseinteresse: Dieses Kapitel rekapituliert die theoretischen Erkenntnisse und führt hin zum Analyseteil.
1 Analyse der Vorgeformtheit auf der Makroebene: Die Untersuchung konzentriert sich hier auf die großflächige Struktur des Gesamtvertrags sowie auf die Rahmenbedingungen durch Präambel und Schlußformeln.
2 Kontrastive Analyse der einzelsprachlichen Umsetzungen von Vorgeformtheit auf der Mikroebene: Dieser Hauptteil widmet sich dem detaillierten Vergleich der sprachspezifischen Realisierungen vorgeformter Strukturen in den verschiedenen Teilen des Vertragstextes.
Vorgeformtheit, EG-Vertrag, kontrastive Linguistik, juristische Fachsprache, Paralleltexte, Phraseologie, Textsorten, Mikroebene, Makrostruktur, interlingualer Vergleich, Selektion, Rekurrenz, Korpusanalyse, translationsorientiert, juristische Kommunikation.
Die Arbeit untersucht das linguistische Konzept der „Vorgeformtheit“ im EG-Vertrag, um zu verstehen, wie juristische Fachtexte durch konventionalisierte sprachliche Muster geprägt sind.
Die Untersuchung konzentriert sich auf einen Vergleich der deutschen und französischen Sprachfassungen des EG-Vertrags.
Das primäre Ziel ist es, die interlinguale Übereinstimmung und die fachsprachlichen Besonderheiten dieser vorgeformten Strukturen in einem juristischen Korpus nachzuweisen.
Es wird ein integrativer Ansatz gewählt, der eine pragmatisch-kommunikative Perspektive mit einer empirisch-induktiven Korpusanalyse verbindet.
Der Hauptteil analysiert die Vorgeformtheit auf Makro- und Mikroebene des Vertrages, wobei der Fokus auf den Textteilen Präambel, Schlußformeln und dem eigentlichen Vertragstext liegt.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Vorgeformtheit, juristische Fachsprache, kontrastive Linguistik und Paralleltext-Analyse charakterisieren.
Die Makroebene betrifft das allgemeine Aufbauschema und die Rahmenstrukturen des Gesamtvertrags, während die Mikroebene die konkrete Auswahl und Rekurrenz einzelner sprachlicher Einheiten, wie Phrasen und syntaktische Konstruktionen, umfasst.
Die Anhänge enthalten das untersuchte Korpus sowie statistische Belege und Aufstellungen der vorgeformten Strukturen, die für die kontrastive Analyse auf Mikroebene entscheidend sind.
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