Bachelorarbeit, 2020
36 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Lean Supply Chain Management
2.1.1 Grundlagen des Supply Chain Managements
2.1.1.1 Ursprung und Begriffsklärung
2.1.1.2 Zielsetzung
2.1.2 Grundlagen des Lean Managements
2.1.2.1 Ursprung und Begriffsklärung
2.1.2.2 Grundprinzipien
2.1.3 Zusammenführung der Begriffe
2.2 Nachhaltigkeit
2.2.1 Begriffsdefinition
2.2.2 Das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit
2.2.3 Möglichkeiten zur Messung von Nachhaltigkeit
3 Darstellung ausgewählter Ansätze des Lean Supply Chain Management
3.1 Wertstromanalyse und -design
3.2 Just-in-Time-Produktion
3.2.1 Kanban
3.3 Milk Run-Konzept
3.4 Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
3.5 Key Performance Indicators
4 Bewertung der dargestellten Ansätze unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit
4.1 Vorgehensweise zur Bewertung der Ansätze
4.2 Identifikation und Gewichtung der Bewertungskriterien
4.3 Durchführung der Bewertung
4.3.1 Wertstromanalyse und -design
4.3.2 Kanban
4.3.3 Milkrun-Prinzip
4.3.4 Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
4.3.5 Key Performance Indicators
4.4 Gesamtbewertung
5 Potenziale und Herausforderungen der Integration von Nachhaltigkeit in das Lean-SCM
5.1 Potenziale und Herausforderungen aus ökologischer Sicht
5.2 Potenziale und Herausforderungen aus ökonomischer Sicht
5.3 Potenziale und Herausforderungen aus sozialer Sicht
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Potenziale und Herausforderungen bei der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in das Lean Supply Chain Management (LSCM) zu identifizieren und zu bewerten. Dabei soll analysiert werden, wie gut ausgewählte Methoden des LSCM, wie beispielsweise die Wertstromanalyse oder das Milk Run-Konzept, ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeitsziele unterstützen können.
3.2.1 Kanban
Der Begriff Kanban kommt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „Karte“, „Tafel“ oder „Beleg“. Kanban ist eine Methode zur Prozesssteuerung und setzt den Gedanken der Umsetzung des Pull-Prinzips fort. Material- und Informationsfluss laufen hierbei entgegengesetzt.
Die Steuerungsmethode funktioniert so, dass Material in einem Kanban-Behälter aufgebraucht wird, bis der Behälter leer ist. Anschließend wandert dieser Behälter oder nur eine Kanban-Karte zurück an die Nachschubquelle (interner oder externer Lieferant), damit der Behälter neu befüllt werden kann. Danach wird der Behälter wieder zum Verbraucher transportiert. Es erfolgt kein äußerer, steuernder Eingriff in diesen Kreislauf – auch Kanban-Kreis genannt. Dieser umfasst alle Prozesse, die das Material durchläuft sowie den gesamten Informationsfluss und bildet die Verbraucher/Kunden-Lieferanten-Verbindung ab. Das Prinzip ähnelt dem eines Supermarktes.
Zur Einführung von Kanban, kann folgende Vorgehensweise genutzt werden:
• Überprüfung der Kanban-Fähigkeit
Vor der Einführung von Kanban muss die Kanban-Fähigkeit eines Teils überprüft werden, da die Methode sich hauptsächlich für Teile mit bspw. geringer Nachfrageschwankungen, deren Fertigung konstante und niedrige Rüstzeiten aufweist, eignet.
1 Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung durch die Dringlichkeit nachhaltiger Entwicklung und stellt das Ziel sowie die methodische Vorgehensweise zur Analyse der Integration von Nachhaltigkeit in das Lean Supply Chain Management vor.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe Supply Chain Management, Lean Management und Nachhaltigkeit (inkl. Drei-Säulen-Modell) und führt diese zum Lean Supply Chain Management zusammen.
3 Darstellung ausgewählter Ansätze des Lean Supply Chain Management: Es werden fünf spezifische Lean-Methoden (Wertstromanalyse, Just-in-Time-Produktion, Kanban, Milk Run, KVP und KPIs) theoretisch vorgestellt.
4 Bewertung der dargestellten Ansätze unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit: Auf Basis einer Nutzwertanalyse werden die zuvor genannten Ansätze qualitativ nach sechs ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien bewertet und in eine Rangliste überführt.
5 Potenziale und Herausforderungen der Integration von Nachhaltigkeit in das Lean-SCM: Ausgehend von den Bewertungsergebnissen werden spezifische Chancen und Hürden der Integration aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht diskutiert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Die Ergebnisse der Arbeit werden zusammengefasst und Ansätze für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen vorgeschlagen, insbesondere zur quantitativen Validierung.
Lean Supply Chain Management, Nachhaltigkeit, Nutzwertanalyse, Wertstromanalyse, Kanban, Milk Run-Konzept, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess, Drei-Säulen-Modell, Ressourceneffizienz, soziale Gerechtigkeit, Prozessoptimierung, Supply Chain, Lieferantenbindung, ökonomische Nachhaltigkeit, ökologische Nachhaltigkeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbindung von zwei modernen Managementkonzepten: Lean Supply Chain Management und Nachhaltigkeit. Es wird untersucht, wie Unternehmen durch die Anwendung schlanker Produktionsmethoden gleichzeitig nachhaltiger agieren können.
Die zentralen Themen sind das Lean Management (mit Fokus auf Verschwendungsvermeidung), das Supply Chain Management sowie die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie und Soziales).
Das Ziel ist die Identifikation von Potenzialen und Herausforderungen bei der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in das LSCM, um aufzuzeigen, wo Synergien bestehen und wo Zielkonflikte auftreten.
Die Autorin verwendet eine Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung sowie eine qualitative Nutzwertanalyse zur Bewertung der verschiedenen Lean-Methoden hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitswirkung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung, die detaillierte Darstellung von Lean-Methoden (wie Kanban oder Milk Run) und deren anschließende systematische Bewertung anhand von Kriterien wie Emissionssenkung oder Ressourceneffizienz.
Wesentliche Begriffe sind Lean Management, Nachhaltigkeit, Nutzwertanalyse, Wertstromanalyse, Kanban, Milk Run, KVP und Key Performance Indicators (KPIs).
Die Analyse zeigt, dass die untersuchten Lean-Methoden primär auf prozessuale Effizienz und Kostensenkung ausgelegt sind; soziale Aspekte wie Arbeitsplatzsicherheit oder Arbeitsstandards werden in diesen klassischen Modellen oft nicht explizit berücksichtigt.
Das Milk Run-Konzept erzielt in der Bewertung sehr gute Ergebnisse, da es durch die Optimierung von Transportrouten und die Maximierung der Fahrzeugauslastung sowohl ökonomische Vorteile als auch ökologische Verbesserungen (Emissionsminderung) direkt fördert.
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