Masterarbeit, 2007
95 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Rahmenbedingungen der Fernsehveranstaltung
2.1 Begriffsumfeld
2.2 Charakteristika privater Fernsehangebote
2.3 Erlösmodell privater Fernsehanbieter
2.4 Rechtlicher Rahmen und Regulierung
2.4.1 Europäisches Recht
2.4.2 Verfassungsrechtliche Ebene
2.4.3 Rundfunkstaatsvertrag und Landesmediengesetze
2.4.4 Werberichtlinien
2.5 Distribution und technologische Rahmenbedingungen
2.6 Entwicklungstrends mit Auswirkung auf die Erlösstruktur
2.6.1 Deregulierung und Kommerzialisierung
2.6.2 Individualisierung der Zuschauerpräferenzen
2.6.3 Digitalisierung und Konvergenz
3 Der privatwirtschaftlich organisierte Fernsehmarkt
3.1 Geschichte und Entwicklung des Privatfernsehens in Deutschland
3.2 Angebot und Nachfrage
3.2.1 TV-Anbieter
3.2.2 Der Zuschauermarkt
3.2.3 Der Werbemarkt
3.3 Wettbewerb
3.4 Konzentration
3.5 Markteintrittsbarrieren
3.6 Werbung als derzeitige Haupterlösquelle privater Fernsehanbieter
3.6.1 Bedrohungen für die Fernsehwerbung
3.6.2 Strategien zur Kostenoptimierung
3.6.3 Strategien zur Programmoptimierung
3.6.4 Strategien zur Ertragsoptimierung
4 Neue Erlösquellen privater Fernsehanbieter
4.1 Erlöse durch Wirtschaftskommunikation
4.1.1 Sonderwerbeformen
4.1.2 Product Placement
4.1.3 Bartering
4.2 Rezipientenorientierte Erlösquellen
4.2.1 Call Media
4.2.2 Teleshopping
4.2.3 Pay-TV
4.3 Rechtebezogene Erlösquellen
4.3.1 Licensing und Merchandising
4.3.2 Mehrfachnutzung des Programmvermögens
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Diversifikationsstrategien privater Fernsehanbieter in Deutschland vor dem Hintergrund einer zunehmenden Erosion klassischer Werbeeinnahmen und analysiert dabei das Potential und die Grenzen neuer Erlösmodelle.
4.1.2 Product Placement
Product Placement gehört bereits seit langem zum Marketing-Mix und bezeichnet die werbeintendierte, verbale oder optische Platzierung identifizierbarer Güter, Dienstleistungen, Werktitel, Marken oder Unternehmenskennzeichen in einem Programmbeitrag. Trotz bestehender Rechtunsicherheiten und seiner fraglichen Werbewirkung ist Product Placement aus dem Fernsehalltag nicht mehr wegzudenken. Als komplementäres Kommunikationsmittel verfolgt Product Placement mit der Erzielung von Aufmerksamkeit eher außerökonomische Zielsetzungen. Für eine Steigerung der Bekanntheit ist es aber ungeeignet, weil diese Voraussetzung für die Wahrnehmung eines platzierten Objekts ist.
Platzierungen werden in zwei Ausprägungen vorgenommen. Während Objekte beim On Set Placement passiv als Requisiten dienen, werden diese beim Creative Placement aktiv eingebunden und erhalten eine ‚Haupt- oder Nebenrolle’. Als kommunikativ gelungen, weil unaufdringlich und selbstironisch, wird ein Creative Placement des Computerherstellers Apple im Film ‚Forrest Gump’ angesehen. Der Protagonist erzählt er investiere neuerdings in Obst, während er einen Brief öffnet, der das Apple-Logo zeigt. Der Begriff Product Placement reflektiert nur einen Bruchteil der Möglichkeiten – der Anwendungsbereich geht weit über markierte Produkte hinaus. Die Praxis zeigt, dass neben der visuellen oder verbalen Einbindung von Marken und Produkten verstärkt Unternehmen, Dienstleistungen, Orte und Themen platziert werden.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik der schwindenden Werbefinanzierung bei deutschen Privatsendern ein und formuliert das Ziel, neue Diversifikationsstrategien zu untersuchen.
2 Rahmenbedingungen der Fernsehveranstaltung: Dieses Kapitel erläutert die medienökonomischen, rechtlichen und technologischen Grundlagen, die das Geschäftsmodell privater Fernsehanbieter beeinflussen.
3 Der privatwirtschaftlich organisierte Fernsehmarkt: Hier wird die Entwicklung des deutschen Privatfernsehens sowie der aktuelle Wettbewerbsdruck und die Bedeutung der Werbung als Haupterlösquelle analysiert.
4 Neue Erlösquellen privater Fernsehanbieter: Das Kernkapitel erörtert spezifische neue Erlösfelder wie Wirtschaftskommunikation, rezipientenorientierte Einnahmen und die Verwertung von Programmrechten.
5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass neue Erlösquellen derzeit nur als Ergänzung zur Werbung dienen können und der Markt weiterhin in Bewegung bleibt.
Privatfernsehen, Werbefinanzierung, Diversifikation, Product Placement, Call Media, Teleshopping, Pay-TV, Licensing, Merchandising, Medienökonomie, Werbemarkt, Zuschauerforschung, Programmverwertung, Rundfunkstaatsvertrag, Medienregulierung.
Die Arbeit analysiert die veränderte Erlössituation privater Fernsehanbieter in Deutschland und untersucht, wie diese durch neue Geschäftsmodelle ihre Abhängigkeit von der klassischen Werbefinanzierung verringern.
Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Situation des Fernsehmarktes, den rechtlichen Rahmenbedingungen, den Strategien zur Kosten- und Ertragsoptimierung sowie den spezifischen neuen Erlösformen.
Das Ziel ist es, eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Erlössituation zu erstellen und die Potentiale und Grenzen neuer Erlösquellen sowie deren Rolle in zukünftigen Finanzierungskonzepten auszuloten.
Die Arbeit basiert auf der Auswertung aktueller Forschungsbeiträge, Studien und empirischer Daten der Medienforschung sowie auf einer Analyse der bestehenden rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Im Hauptteil werden zunächst die Rahmenbedingungen, dann die Marktstruktur und schließlich detailliert die verschiedenen neuen Erlösformen wie Sonderwerbeformen, Call Media und Merchandising diskutiert.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Diversifikation, Werbevermarktung, Zuschauerbindung, Reichweitenfragmentierung und die rechtliche Regulierung des Rundfunks.
Durch die Werbemarktkrise, eine steigende Werbevermeidungsneigung der Zuschauer und eine zunehmende Reichweitenfragmentierung infolge der Digitalisierung sinken die Erlöse aus klassischer Fernsehwerbung.
Die Kennzeichnung ist ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz; eine zu starke oder „brandmarkende“ Kennzeichnung könnte dazu führen, dass Werbepartner auf Platzierungen verzichten, während mangelnde Transparenz rechtliche Risiken birgt.
Bisher ist Product Placement im deutschen Rundfunkstaatsvertrag nicht explizit als Finanzierungsinstrument verankert, was zu einer gewissen Rechtsunsicherheit führt, obwohl es in der Praxis bereits weit verbreitet ist.
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