Masterarbeit, 2020
114 Seiten, Note: 1,7
Führung und Personal - Mitarbeitermotivation, Mitarbeiterzufriedenheit
1. Einleitung
2. Überblick zu Vergütungssystemen
2.1. Das Vergütungssystem, der Einfluss und der Unternehmenserfolg
2.2. Fixe Vergütungssysteme
2.3. Variable Vergütungssysteme
2.4. Kombinierte Vergütungssysteme
3. Effekte von Vergütungssystemen
3.1. Vergütungssysteme als Erfolgsfaktor
3.2. Vergütungssysteme als Erfolgshemmer
3.3. Zwischenfazit
4. Methodik
4.1. Experiment
4.2. Experteninterview
5. Ursache- Wirkungsbeziehungen im Erfolgskontext
5.1. Analyse Experiment
5.2. Analyse Experteninterview
5.3. Ergebniszusammenfassung
6. Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener Vergütungssysteme auf den Unternehmenserfolg, wobei insbesondere die Kausalität zwischen materiellen Anreizen und Mitarbeiterleistung analysiert wird. Ziel ist es, sowohl positive Hebeleffekte als auch unerwünschte, leistungsschädliche Nebenwirkungen aufzuzeigen und durch empirische Forschung zu validieren.
3.1. Vergütungssysteme als Erfolgsfaktor
Laut Kumlin übernehmen Vergütungssysteme im Unternehmen eine Zielorientierungsfunktion, welche auch unter dem Begriff der Steuerungsfunktion zu verstehen ist. Diese solle dazu beitragen, den Mitarbeiter im Sinne der operativen und strategischen Unternehmensziele zu steuern (vgl. Kumlin 2010). Wird davon ausgegangen, dass die Erreichung dieser Ziele zu Unternehmenserfolg führen, dann sind die Vergütungssysteme in ihrer Steuerungsfunktion als Erfolgsfaktor zu identifizieren.
In der Literatur existiert eine branchenübergreifende Vielzahl an Beispielen aus der Praxis, welche zeigen, dass Vergütungssysteme den Erfolg eines Unternehmens positiv beeinflussen. Einige ausgewählte Fälle werden im Folgenden präsentiert, wobei sowohl die Vergütungskonzepte und ihre entscheidenden Komponenten als auch die Gründe für den positiven Einfluss dargestellt werden.
Fall 1: Das deutsche Unternehmen Wippermann GmbH & Co., ein Produzent für Schrauben, Werkzeuge und Arbeitsschutzkleidung, beteilige alle Beschäftigten als stille Gesellschafter am Kapital. Mit Anteilen in Höhe von insgesamt 8 % steche die Firma am Markt hervor. Die Bindung der Mitarbeiter an den Unternehmenserfolg motiviere sie zusätzlich und werte sie auf, sofern gemeinsam Gewinn erwirtschaftet werde. Stand 2019, 24 Jahre nach Einführung des Vergütungssystems, haben die Mitarbeiter bisher jedes Jahr eine effektive Verzinsung zwischen 7 und 15 % erhalten. Des Weiteren seien bei der Wippermann GmbH & Co. Fluktuation gesunken und Liquidität gestiegen. Diese Effekte seien auch der stärkeren Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen zuzuschreiben. (vgl. Stock-Homburg/Groß 2019)
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, ob und wie Vergütungssysteme den Unternehmenserfolg beeinflussen, und definiert die zentralen Forschungsfragen sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Überblick zu Vergütungssystemen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen materieller Anreizsysteme, differenziert zwischen fixen, variablen und kombinierten Modellen und definiert zentrale Begriffe der Entlohnung.
3. Effekte von Vergütungssystemen: Hier werden anhand zahlreicher Praxisbeispiele die Wirkungsweisen von Vergütung als Erfolgsfaktor bzw. als Erfolgshemmer diskutiert und erste Kausalzusammenhänge hergestellt.
4. Methodik: Dieses Kapitel begründet das methodische Vorgehen der Arbeit, welches sich auf ein kontrolliertes Experiment mit Probanden sowie eine qualitative Expertenbefragung stützt.
5. Ursache- Wirkungsbeziehungen im Erfolgskontext: Die empirischen Daten aus Experiment und Experteninterviews werden analysiert, um die Forschungsfragen zu beantworten und eine Ergebniszusammenfassung zu liefern.
6. Fazit: Das Fazit synthetisiert die theoretischen Erkenntnisse mit den praktischen Untersuchungsergebnissen und bietet einen Ausblick auf die Gestaltung moderner Vergütungsstrategien.
Vergütungssysteme, Unternehmenserfolg, variable Vergütung, Fixgehalt, Prinzipal-Agent-Theorie, Leistungsanreize, Zielvereinbarungen, KPIs, Fehlverhalten, Produktivitätssteigerung, Motivationsfaktoren, Arbeitsökonomik, Performance Measurement, Mitarbeiterbindung, Vergütungstransparenz.
Die Arbeit analysiert, wie verschiedene Vergütungssysteme eingesetzt werden, um die Leistung von Mitarbeitern zu steuern und welchen konkreten Einfluss dies auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens hat.
Es werden fixe Vergütungssysteme, rein variable leistungsorientierte Systeme sowie kombinierte Modelle untersucht und hinsichtlich ihrer praktischen Auswirkungen verglichen.
Das Hauptziel ist es, die Kausalität zwischen Vergütungsgestaltung und Unternehmenserfolg zu prüfen und insbesondere herauszufinden, warum und unter welchen Bedingungen Vergütungssysteme negative Effekte, wie beispielsweise unethisches Verhalten oder sinkende Produktqualität, hervorrufen können.
Der Autor wählt einen dualen Forschungsansatz: Ein experimentelles Design mit 100 Probanden zur Messung von Anreizeffekten sowie eine qualitative Befragung von sechs ausgewiesenen Experten aus der Vergütungsberatung und dem Personalmanagement.
Neben der theoretischen Herleitung werden zahlreiche Fallbeispiele aus der Praxis analysiert, um die positiven Motivationswirkungen sowie die Risiken von Fehlsteuerungen, wie etwa bei den Fällen Sears oder Wells Fargo, detailliert darzustellen.
Zentrale Begriffe sind neben der Vergütung die Prinzipal-Agent-Theorie, Steuerungsfunktionen, KPIs zur Erfolgsmessung sowie die Differenzierung zwischen Leistungs- und Erfolgshemmern.
Das Experiment zeigt, dass Gruppen mit variabler, leistungsorientierter Vergütung eine höhere Neigung zur Manipulation aufweisen, um ihre Ziele zu erreichen, verglichen mit Gruppen in fixen Vergütungssystemen.
Die Experten plädieren für mehr Transparenz, Flexibilität und die Abkehr von starren, rein quantitativen Kennzahlen hin zu einer individuelleren, an Unternehmenswerten orientierten Vergütungsstrategie.
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