Diplomarbeit, 2008
218 Seiten, Note: 2,3
1. Problemstellung, Relevanz und Ziele der Arbeit
1.1 Allgemeine Problemstellung
1.2 Relevanz der Arbeit
1.3 Ziele der Arbeit
2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Optimale Performanz als erwünschtes Resultat
2.1.1 Allgemeine Definition Performanz
2.1.2 Spezielle Definition: Optimale Performanz
2.1.3 Einflussgrößen auf Performanz
2.2 Kompetenz als Voraussetzung von Performanz
2.2.1 Kompetenz – Definition und Begriffsabgrenzung
2.2.2 Kompetenzmodelle in der Literatur
2.2.3 Kompetenzmodell im Unternehmen
2.3 Produkttrainer als Untersuchungsgegenstand
2.3.1 Das Anforderungsprofil des Unternehmens an einen Trainer im Allgemeinen
2.3.2 Der Produkttrainer im Speziellen
2.4 Definition eines Kompetenzmodells für die „TraP“-Produkttrainer im Unternehmen
2.4.1 Zuordnung von Doppelungen in der Literatur
2.4.2 Kombination sämtlicher Teilkomponenten von Kompetenz zum TraP-Kompetenzmodell
3. Forschungsfragen
4. Methodische Umsetzung
4.1 Theoretische Grundlagen zur Bildungsbedarfsanalyse
4.1.1 Definition Bildungsbedarfsanalyse
4.1.2 Methoden der Bildungsbedarfsanalyse
4.1.3 Probleme und Grenzen der Bildungsbedarfsanalyse
4.2 Untersuchungsdesign
4.3 Stichprobe
4.4 Untersuchungsinstrumente
4.4.1 Untersuchungsinstrument Soll-Zustand
4.4.2 Untersuchungsinstrument Ist-Zustand
4.5 Durchführung der Datenerhebung
4.5.1 Datenerhebung Soll-Zustand
4.5.2 Datenerhebung Ist-Zustand
5. Ergebnisse
5.1 Ergebnisse der ersten Erhebung – Der Soll-Zustand
5.2 Ergebnisse der zweiten Erhebung – Der Ist-Zustand
6. Diskussion und Ausblick
6.1 Diskussion der Ergebnisse
6.1.1 Beantwortung Forschungsfrage I
6.1.2 Beantwortung Forschungsfrage II
6.1.3 Weitere Diskussionspunkte
6.2 Ausblick
Die Arbeit führt eine systematische Bildungsbedarfsanalyse für die künftigen Produkttrainer ("TraP-Trainer") eines Automobilzulieferunternehmens durch, um die notwendigen Kompetenzen für eine optimale Performanz im Training zu identifizieren und den individuellen Schulungsbedarf zu ermitteln.
2.1.1 Allgemeine Definition Performanz
„Wissen über Führung, Selbstmanagement, Konfliktbehandlung ist nur dann nützlich, wenn es unter Stress, also unter Alltagsbedingungen, verfügbar ist.“ (Danzebrink, 2007, S. 15)
Mit diesen Worten Danzebrinks lässt sich die Thematik der Performanz sehr gut einleiten. Auch die Feststellung von Erpenbeck (1997b), dass Kompetenzen „nicht direkt prüfbar, sondern nur aus der Realisierung der Disposition erschließbar und evaluierbar“ (Erpenbeck, 1997b, S. 311) werden, führt direkt zur Frage, wie diese Kompetenzrealisierung, im Folgenden Performanz genannt, in der pädagogischen Fachliteratur definiert wird. Gruber (1999) konstatiert, dass „vorhandenes Wissen allein nicht für kompetentes Handeln ausreicht“ (Gruber, 1999, S. 81). Er räumt jedoch ein, dass „die in der Auseinandersetzung mit domänenspezifischen Problemsituationen erworbenen Erfahrungen (...) dafür [sorgen], dass vorhandenes Wissen zu Können, also zu kompetentem Handeln führt“ (Gruber, 1999, S. 83).
Ursprünglich kommt der Begriff der Performanz aus der Sprachwissenschaft und bezeichnet nach Chomsky (1965) die Sprachverwendung eines individuellen Sprechers, wobei die Sprachfähigkeit dieser Person entsprechend als Kompetenz gesehen wird. Kompetenz ist hier also die Voraussetzung für Performanz, dies sieht auch Krämer (2001) so:
„Die Kompetenz verhält sich zur Performanz wie ein Kenntnissystem zu seinem aktualen Gebrauch, wie eine Regel zu ihrer konkreten Anwendung. Die Kompetenz liegt der Performanz zugrunde.“ (Krämer, 2001, S. 53)
Weiterhin konstatiert Krämer, dass „die Kompetenz (...) verborgen, die Performanz jedoch ein beobachtbares Phänomen“ sei (Krämer, 2001, S. 53).
Die Performanz hat auch in Pädagogik, Psychologie und anderen Fachgebieten Einzug gehalten. Je nach Fachgebiet und Autor wird jedoch höchst Unterschiedliches unter dem Performanzbegriff verstanden.
1. Problemstellung, Relevanz und Ziele der Arbeit: Einführung in die Thematik der Kompetenzentwicklung im Kontext neuer Geschäftsmodelle und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2. Theoretischer Bezugsrahmen: Darstellung pädagogischer Theorien zu Performanz und Kompetenz sowie Herleitung eines spezifischen Kompetenzmodells für Produkttrainer.
3. Forschungsfragen: Formulierung der zentralen Forschungsfragen zur Bestimmung notwendiger Kompetenzen und zur Ist-Analyse der Trainer.
4. Methodische Umsetzung: Erläuterung des Untersuchungsdesigns, der Instrumente und der Datenerhebung zur Analyse des Bildungsbedarfs.
5. Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten zum Soll-Zustand durch Expertenbefragung und zum Ist-Zustand durch Trainereinschätzungen.
6. Diskussion und Ausblick: Interpretation der Ergebnisse, Beantwortung der Forschungsfragen und Zusammenführung der Erkenntnisse für die betriebliche Praxis.
Bildungsbedarfsanalyse, Kompetenzentwicklung, Produkttraining, TraP, Performanz, Soll-Ist-Abgleich, Trainereignung, Kundenorientierung, Methodenkompetenz, Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Personalentwicklung, Trainingsqualität, Didaktik, Kompetenzmodell.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung eines neuen Geschäftsmodells für Produktschulungen in einem Automobilzulieferunternehmen und analysiert den Bildungsbedarf der dafür vorgesehenen Trainer.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Definition von Kompetenz und Performanz, die Erstellung eines spezifischen Kompetenzprofils für Produkttrainer sowie die methodische Durchführung einer Bildungsbedarfsanalyse.
Das Ziel ist die Identifikation der notwendigen Trainerkompetenzen für das neue Geschäftsmodell und ein Abgleich dieser Anforderungen mit dem Ist-Zustand der Trainer, um daraus individuelle Weiterbildungsempfehlungen abzuleiten.
Es wird ein qualitatives Untersuchungsdesign angewandt, das teilstandardisierte Experteninterviews mit Ratingbögen sowie eine Befragung der Trainer mittels Interviews und Selbsteinschätzungen kombiniert.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Kompetenzmodelle aufbereitet und ein unternehmensspezifisches Modell entwickelt, gefolgt von der methodischen Planung und Durchführung der empirischen Erhebung.
Schlüsselwörter sind u.a. Bildungsbedarfsanalyse, Kompetenzentwicklung, Produkttraining, Performanz, Soll-Ist-Abgleich, Trainereignung und Kundenorientierung.
Die Arbeit folgt dem Ansatz, dass reines Wissen erst durch Performanz (Anwendung in der Situation) zu Kompetenz wird. Dies ist entscheidend, um den tatsächlichen Schulungsbedarf der Trainer messbar zu machen.
Der Bedarf wird durch den Abgleich von Expertenvorgaben (Soll) und der Selbsteinschätzung der Trainer (Ist) in Kombination mit Fallbeispielen ermittelt, die die Anwendungsfähigkeit in der Praxis prüfen.
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