Masterarbeit, 2018
164 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
1.1. Relevanz des Themas
1.2. Ziel und Methodik
1.3. Gang der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Erläuterung des Begriffs Bilanzbetrug
2.2. Abgrenzung zwischen bilanzpolitischen Maßnahmen nach IFRS und Bilanzbetrug
2.3. Red Flags
2.3.1. Begriffsabgrenzung
2.3.2. Aussagekraft von Red Flags
2.3.3. Klassifizierung von Red Flags
2.3.3.1. Klassifizierung gemäß dem Fraud Triangle
2.3.3.2. Klassifizierung gemäß Ausprägungsbereich
2.3.4. Zwischenfazit
3. Das Unternehmen Steinhoff International Holdings N.V.
3.1. Unternehmenshistorie
3.1.1. Unternehmensgründung und -entwicklung
3.1.2. Umsatzentwicklung
3.2. Unternehmensstruktur
3.3. Hauptakteure im Unternehmen
3.3.1. Unternehmensgründer Bruno Steinhoff
3.3.2. CEO Markus Jooste
3.3.3. Hauptaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender Christoffel Wiese
3.3.4. Weitere leitende Manager
3.3.5. Die ‚Stellenbosch-Mafia‘
4. Untersuchung des Bilanzskandals bei Steinhoff International Holdings N.V.
4.1. Verlauf des Skandals
4.2. Prüfung der Anschuldigungen gegen Steinhoff unter Berücksichtigung der Rechnungslegung nach IFRS
4.2.1. Mehrfache unrechtmäßige Vollkonsolidierung
4.2.1.1. Konsolidierung nach IFRS
4.2.1.2. Poco
4.2.1.3. Conforama
4.2.2. Off-Balance Geschäfte
4.2.2.1. Bilanzielle Behandlung von Special Purpose Entities nach IFRS
4.2.2.2. Genesis Investment Holding
4.2.2.3. Campion Capital
4.2.3. Mehrfache Aktivierung eines vorsätzlich überhöhten Goodwills
4.2.3.1. Bilanzielle Behandlung des Goodwills nach IFRS
4.2.3.2. Mattress Firm
4.2.3.3. Poundland
4.3. Ermittlung von Red Flags
4.3.1. Externe Faktoren und das Branchenumfeld
4.3.2. Unternehmenscharakteristika
4.3.3. Unternehmensleitung und Corporate Governance
4.3.4. Berichterstattung
4.3.5. Kennzahlen
5. Abschließende Betrachtung
5.1. Zusammenfassung
5.2. Ausblick
Ziel dieser Masterarbeit ist die empirische Untersuchung des Bilanzskandals beim Konzern Steinhoff International Holdings N.V. durch die Identifikation von Frühwarnsignalen (Red Flags), die bereits vor oder kurz nach Bekanntwerden der Betrugsvorwürfe für externe Beobachter erkennbar gewesen wären.
2.3.1. Begriffsabgrenzung
Der Begriff Red Flag kommt aus dem anglo-amerikanischen Raum und heißt übersetzt schlichtweg ‚rote Flagge‘. Diese stellt ganz allgemein eine Warnung dar. Im bilanziellen Kontext definiert das American Institute of Certified Public Accountants (AICPA) Red Flags in den Statements on Auditing Standards als Ereignisse bzw. Gegebenheiten, die auf einen Anreiz, einen Druck, eine Gelegenheit oder gewisse Fähigkeiten zum Begehen von Bilanzbetrug hindeuten.33 Das AICPA bezieht sich mit dieser Definition auf das Fraud Traingle, welches ein Erklärungsmodell für Bilanzbetrug darstellt und in Kapitel 2.3.3.1. noch näher erläutert wird. Allerdings stellt dies eine überflüssige Einschränkung dar. Deshalb stützt sich die folgende Arbeit auf die Definition von Peemöller et al., welche Red Flags als „Merkmale, wenn auch oftmals nur in Form schwacher Signale, die Hinweise auf Unternehmenskrisen bzw. Bilanzdelikte liefern können“34 beschreibt.
In der Fachliteratur werden unter dem Terminus Red Flag meist ohne weitere Differenzierung Begrifflichkeiten wie Frühwarnindikatoren, Weak Signals, Risikofaktoren und Warnzeichen subsummiert. Hofmann unternahm jedoch eine Abgrenzung nach zeitlichem Bezug und differenzierte so zwischen Risikofaktoren und Warnzeichen (siehe Abbildung 1).
1. Einführung: Dieses Kapitel stellt das Thema vor, definiert das Ziel der Forschungsarbeit und erläutert die methodische Herangehensweise bei der Untersuchung des Bilanzskandals.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begriffe Bilanzbetrug, Bilanzpolitik und Red Flags definiert sowie theoretische Erklärungsmodelle wie das Fraud Triangle eingeführt.
3. Das Unternehmen Steinhoff International Holdings N.V.: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Unternehmensgeschichte, die Struktur sowie die handelnden Akteure innerhalb des Steinhoff-Konzerns.
4. Untersuchung des Bilanzskandals bei Steinhoff International Holdings N.V.: Der Schwerpunkt liegt auf der chronologischen Aufarbeitung des Skandals, der detaillierten Prüfung der Vorwürfe hinsichtlich IFRS-Rechnungslegung und der Ermittlung spezifischer Red Flags.
5. Abschließende Betrachtung: Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Forschungsarbeit und Ausblick auf künftige Entwicklungen sowie die Anwendbarkeit der Resultate in der Praxis.
Steinhoff, Bilanzbetrug, Red Flags, IFRS, Konsolidierung, Goodwill, Zweckgesellschaften, Corporate Governance, Fraud Triangle, Jahresabschlussprüfung, Unternehmensanalyse, Finanzkennzahlen, Bilanzmanipulation, Risikomanagement, Sonderprüfungen.
Die Arbeit untersucht den Bilanzskandal des Konzerns Steinhoff International Holdings N.V. und analysiert, welche Frühwarnsignale (Red Flags) für externe Beobachter im Vorfeld erkennbar waren.
Die Schwerpunkte liegen auf der betriebswirtschaftlichen Analyse von Bilanzierungsvorwürfen, der Klassifizierung von Red Flags und der Untersuchung der Governance-Strukturen bei Steinhoff.
Ziel ist es, ein Verständnis für Red Flags zu schaffen und aufzuzeigen, wie diese zur Aufdeckung von Bilanzbetrug beitragen können, ohne eine juristische Bewertung vorzunehmen.
Die Arbeit nutzt eine positive Analyse des Skandalverlaufs sowie eine empirische Sekundärerhebung auf Basis veröffentlichter Geschäftsberichte, Analystenberichte und Fachliteratur.
Im Hauptteil (Kapitel 4) werden die Vorwürfe zur unrechtmäßigen Konsolidierung, Off-Balance-Geschäften und Goodwill-Aktivierung bei spezifischen Tochtergesellschaften detailliert geprüft.
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie Bilanzbetrug, Red Flags, Konsolidierung, IFRS-Rechnungslegung und Corporate Governance.
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