Masterarbeit, 2020
143 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsbestimmung Übergang - Transition
2.2 Transitionsforschung
2.3 IFP-Transitionsmodell
2.3.1 Transition als ko-konstruktiver Prozess
2.3.2 Berücksichtigung aller Akteure/innen
2.3.3 Geschehen als Prozess
2.3.4 Struktur der Entwicklungsaufgaben
3. Übergänge bewältigen
3.1 Schulfähigkeit
3.1.1 Schulfähigkeit – historische Betrachtung
3.1.2 Schulfähigkeit - heute
3.2 Bedingungen für die Bewältigung
3.2.1 Übergangsbewältigungskompetenz - Resilienz
3.2.2 Schutzfaktoren
3.2.3 Risikofaktoren
3.2.4 Spannungsfeld zwischen Kontinuität und Diskontinuität
3.3 Wann spricht man von einem bewältigten Übergang?
3.4 Institutionelle Rahmenbedingungen
4. Übergang gestalten
4.1 Schulvorbereitung in der Kita
4.2 Kooperation Grundschule und Kita
4.2.1 Ziele, Merkmale und Formen einer Kooperation
4.2.2 Kooperationsforschung
4.3 Gestaltung der Schulanfangsphase
5. Forschungsdesign
5.1 Forschungsfrage
5.2 Feldzugang und Sampling
5.3 Leitfadengestützte Interviews
5.4 Transkription
5.5 Auswertung mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring
5.6 Die Arbeitsschritte der inhaltlich strukturierenden Analyse
6. Ergebnisdarstellung
6.1. Herausforderungen
6.1.1 Herausforderungen für die Lehrkräfte
6.1.2 Herausforderungen für die Kinder
6.2 Gelingensbedingungen
6.2.1 Strukturelle Gelingensbedingungen
6.2.2 Kindbezogene Gelingensbedingungen
6.2.3 Lehrkraftbezogene Gelingensbedingungen
6.3 Kooperationsmaßnahmen
7. Diskussion der Ergebnisse und Ausblick
7.1 Blick auf die Gelingensbedingungen aus Sicht der Lehrkräfte
7.2 Blick auf die Herausforderungen aus Sicht der Lehrkräfte
7.3 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule aus der lehrkraftzentrierten Perspektive. Das primäre Ziel ist es, Wissen, Erfahrungen, Gelingensbedingungen und Herausforderungen zu erfassen, denen Kooperationslehrkräfte in diesem Prozess gegenüberstehen, um daraus pädagogische Handlungsempfehlungen abzuleiten.
2.1 Begriffsbestimmung Übergang - Transition
Der Übergangsbegriff ist geprägt von einer hohen Komplexität, was sich aufgrund der Unübersichtlichkeit im Begriffsverständnis der unterschiedlichen Bezugswissenschaften wiederspiegelt. So rückt in Abhängigkeit der jeweils fachspezifischen Erkenntnisinteressen und Forschungslagen entweder die psychologische, soziologische oder die erziehungswissenschaftliche Perspektive stärker in den Fokus. (Schumacher et al. 2014, S. 14) „In der neuen Forschung werden Übergänge dabei als Transitionen bezeichnet, um darauf zu verweisen, dass es sich um ein wissenschaftliches Konzept handelt, das sich vom alltagssprachlichen Übergangsbegriff unterscheidet“ (Niesel et al. 2008, S. 11). Im alltäglichen Sprachgebrauch wird demnach eher der Begriff Übergang genutzt, welcher in der pädagogischen Praxis als Transition bezeichnet wird, da es hier von Bedeutung ist, den wissenschaftlichen Hintergrund zu kennen. Beide Begriffe werden in der vorliegenden Arbeit synonym verwendet.
Der Sozialpsychologe Harald Welzer definiert den Begriff Transition wie folgt: „Transitionen bezeichnen […] sozial prozessierte, verdichtete und akzelerierte Phasen in einem in permanentem Wandel befindlichen Lebenslauf“ (Welzer 1993, S. 37). So beschreibt er komplexe, ineinander übergehende Wandlungsprozesse, welche aufgrund von Lebenszusammenhängen zu starken Umstrukturierungen führen. Charakteristisch ist dabei ebenfalls, dass die betroffene Person eine Phase von beschleunigten Veränderungen spürt. Sie durchläuft eine besonders lernintensive Zeit. (ebd., S.37) Auch Griebel und Niesel beschäftigen sich mit der Thematik und formulieren sechs allgemeine Merkmale von Transitionen, welche den Prozess in seiner Komplexität darstellt:
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Übergänge ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Gestaltung eines gelungenen Übergangs durch die Lehrkraft.
2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel definiert grundlegende Begriffe, führt in die Transitionsforschung ein und erläutert das IFP-Transitionsmodell als theoretisches Gerüst.
3. Übergänge bewältigen: Hier werden Schulfähigkeit, Resilienz, Schutz- und Risikofaktoren sowie die Rahmenbedingungen für die Bewältigung des Übergangs analysiert.
4. Übergang gestalten: Dieses Kapitel fokussiert auf die konkreten Gestaltungsmöglichkeiten wie Schulvorbereitung, Kooperation und die Gestaltung der Schulanfangsphase.
5. Forschungsdesign: Hier wird der methodische Ansatz der Masterarbeit, inklusive der leitfadengestützten Interviews und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, dargelegt.
6. Ergebnisdarstellung: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse aus den Interviews präsentiert, unterteilt in Herausforderungen, Gelingensbedingungen und Kooperationsmaßnahmen.
7. Diskussion der Ergebnisse und Ausblick: Das letzte Kapitel setzt die empirischen Befunde in Bezug zur Theorie und reflektiert die Erkenntnisse der Arbeit.
Übergang, Transition, Grundschule, Kooperationslehrkraft, Schulfähigkeit, Kooperation, Kita, Transitionsforschung, Gelingensbedingungen, Herausforderungen, Anfangsunterricht, qualitative Inhaltsanalyse, Bildungsbiografie, Entwicklungsaufgabe, Schulanfang.
Die Arbeit untersucht den Übergangsprozess von der Kindertagesstätte in die Grundschule unter besonderer Berücksichtigung der Sichtweise von Kooperationslehrkräften.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen von Transitionen, die Konzepte der Schulfähigkeit, die institutionelle Zusammenarbeit zwischen Kita und Schule sowie die subjektiven Erfahrungen der Lehrkräfte bei der Gestaltung dieses Übergangs.
Die Arbeit geht der Frage nach, wie von der Lehrkraft ein gelungener Übergang in die Grundschule gestaltet werden kann.
Es handelt sich um eine qualitative Forschungsarbeit, bei der leitfadengestützte Interviews mit fünf Kooperationslehrkräften geführt und mittels der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Transitionsforschung und zum IFP-Modell sowie in einen empirischen Teil, in dem Herausforderungen und Gelingensbedingungen aus der Praxis der Lehrkräfte analysiert werden.
Das IFP-Transitionsmodell dient als theoretischer Bezugsrahmen, um den Übergangsprozess als ko-konstruktives Geschehen und die Rolle der verschiedenen Akteure zu verstehen.
Die Befragten identifizieren allgemeine Fähigkeiten wie Konzentrationsfähigkeit, Frustrationstoleranz und die Fähigkeit, in einer größeren Gruppe zu agieren, als essenzielle Grundlagen für den schulischen Erfolg.
Die Pandemie wird als zusätzliche Herausforderung beschrieben, die traditionelle Kooperationsmaßnahmen wie Schulbesuche erschwert oder unmöglich gemacht hat und Lehrkräfte zu kreativen Alternativen zwang.
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