Diplomarbeit, 2008
51 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Gang der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen und Begriffsbestimmungen
2.1 Die historische Entwicklung der Distributionslogistik und definitorische Grundlagen der Arbeit
2.2 Der Organisationsbegriff in der Logistik
2.3 Verschiedene Betriebsformen und ihre Ausprägungen im E-Commerce
2.4 Zusammenfassung
3 Der Transaktionskostenansatz in der Neuen Institutionenökonomie
3.1 Die historische Entwicklung des Transaktionskostenansatzes
3.2 Kritische Würdigung des Transaktionskostenansatzes
3.3 Zusammenfassung
4 Komparativ heuristische Analyse verschiedener Betriebsformen im E-Commerce
4.1 Der direkte interne Vertrieb
4.1.1 Der status quo bei der Entscheidung zur Multi-Channel-Strategie
4.1.2 Die Atomisierung der Sendungsgröße: Alternative Vertriebsstrategien
4.1.3 Hemmfaktoren und Grenzen des direkten internen Vertriebs
4.2 Der direkte externe Vertrieb
4.2.1 Die Nutzung elektronischer Märkte
4.2.2 Die Distribution mit Hilfe von KEP-Dienstleistern
4.2.3 Weitere Funktionen von Logistikdienstleistern
4.3 Der indirekte Vertrieb
4.3.1 Die verschiedenen indirekten Vertriebsmöglichkeiten
4.3.2 Die Rolle der Produktvariantenvielfalt im E-Commerce
4.3.3 Mengen- und Lerneffekte der Intermediäre
4.3.4 Probleme vertraglicher Beziehungen
4.4 Zusammenfassung
5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, mit welcher Betriebsform die Distributionslogistik für Unternehmen, die den E-Commerce-Kanal als Ergänzung zu bestehenden Wertschöpfungsketten (Multi-Channel-Strategie) wählen, im Hinblick auf Transaktionskosten und unter Berücksichtigung eines hohen Lieferservices am effektivsten gestaltet werden kann.
4.1.1 Der status quo bei der Entscheidung zur Multi-Channel-Strategie
Im Rahmen der in Kapitel 1.2 gemachten Annahme, dass das betrachtete Unternehmen bereits andere, traditionelle Vertriebswege nutzt, muss bei der Frage nach der Gestaltung des Online-Vertriebskanals nun weiter nach Art und Größe der vorhandenen Vertriebswege unterschieden werden. Als Extrem können der „Ein-Mann-Betrieb“ mit einem stationären Ladenlokal als Verkaufs- und damit auch Vertriebsfläche sowie der Global Player mit einem wie auch immer gearteten vorhandenen Vertriebsnetzwerk betrachtet werden.
Es ist offensichtlich, dass sich der direkte interne Vertrieb umso mehr anbietet, je geringer die prozessspezifischen Investitionen in das aufzubauende Vertriebssystem sind. Ein Unternehmen, das schon über einen funktionierenden Direktvertrieb verfügt, wird sich demnach leichter dabei tun, auch den zusätzlichen E-Commerce-Absatzkanal darüber abzuwickeln. Die prozessspezifischen Investitionen sind dabei umso geringer einzustufen, desto mehr die vorhandenen Absatzkanäle dem über E-Commerce in ihrer Abwicklung ähneln. Je häufiger gleiche oder ähnliche Transaktionen in der Distribution durchgeführt werden (z.B. gleiche Touren, gleiche Bestell- und Liefertermine), desto einfacher und günstiger ist der direkte interne Vertrieb. Für ein Unternehmen, welches seine Waren auch in den traditionellen Kanälen per Distanzhandel direkt intern vertreibt, bietet sich also besonders diese Form des Vertriebs an. Es profitiert dabei von der vorhandenen Infrastruktur wie z.B. einem Fuhrpark, vorhandenen Lagern oder nutzbaren Crossdockingstationen. Die ausgeführte Argumentation zielt besonders auf die von Williamson herausgearbeiteten Formen der Spezifität des Sachkapitals sowie der Spezifität des Humankapitals ab, befasst sich also mit Investitionen in Betriebsmittel sowie dem Einsatz von Mitarbeitern. Letzteres spiegelt sich auch in der Nutzung des vorhandenen Know-how hinsichtlich des Direktvertriebs wider.
Der direkte interne Vertrieb bietet sich darüber hinaus umso mehr als Vertriebsform an, je kleiner die Produktspezifität der Ware und je kleiner die Sortimentsbreite ist. Durch die zunehmende Produktstandardisierung kann eine Verschiebung von "consultant-driven"- hin zu "execution-driven"-Transaktionen stattfinden; das Hauptaugenmerk der unternehmerischen Tätigkeit wechselt also von der Kundenberatung hin zur effizienten Ausführung des Distributionsauftrags.
1 Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung der Logistik und der Distribution sowie Darstellung der Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit im E-Commerce-Kontext.
2 Theoretische Grundlagen und Begriffsbestimmungen: Definition zentraler Begriffe wie Logistik, E-Commerce und Lieferservice sowie Erläuterung des Organisationsbegriffs und verschiedener Distributionsformen.
3 Der Transaktionskostenansatz in der Neuen Institutionenökonomie: Vorstellung des Transaktionskostenansatzes als wissenschaftliche Methode und kritische Würdigung zur Anwendung auf die logistische Organisationsfrage.
4 Komparativ heuristische Analyse verschiedener Betriebsformen im E-Commerce: Untersuchung und Vergleich von direktem internen, direktem externen und indirektem Vertrieb anhand der Transaktionskostenkriterien.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ableitung von Empfehlungen für die Wahl der richtigen Organisationsform bei der E-Commerce-Expansion.
Distributionslogistik, E-Commerce, Transaktionskostenansatz, B2C, Multi-Channel-Strategie, Fulfillment, Lieferservice, Direkter Vertrieb, Indirekter Vertrieb, Intermediäre, KEP-Dienstleister, Spezifität, Prozessorganisation, Logistikmanagement, Online-Handel.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen ihre Distributionslogistik organisieren sollten, wenn sie ihren stationären Vertrieb durch einen E-Commerce-Absatzkanal erweitern wollen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Vertriebskanälen, der logistischen Abwicklung (Fulfillment), der Rolle von Dienstleistern sowie der betriebswirtschaftlichen Bewertung von verschiedenen Organisationsformen.
Ziel ist es zu klären, unter welchen Bedingungen (Transaktionsparametern) ein Unternehmen den direkten internen, den direkten externen oder den indirekten Vertrieb wählen sollte, um effizient und kostengünstig zu agieren.
Die Arbeit nutzt den Transaktionskostenansatz aus der Neuen Institutionenökonomie als methodische Grundlage, um die verschiedenen Betriebsformen theoretisch fundiert zu vergleichen.
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte komparative Analyse der drei Vertriebsformen, wobei spezifische Herausforderungen wie die Atomisierung der Sendungsgröße, die letzte Meile und vertragliche Bindungen untersucht werden.
Kernbegriffe sind Distributionslogistik, Transaktionskosten, E-Commerce, B2C-Modelle, Lieferservice, Fulfillment, Disintermediation und vertikale Integration.
Der Lieferservice wird als kritischer Erfolgsfaktor eingestuft, da im E-Commerce die Ware nicht sofort verfügbar ist und Kunden aufgrund substituierbarer Produkte hohe Anforderungen an die Zustellung stellen.
KEP-Dienstleister bieten Flexibilität bei Auslastungsschwankungen und ermöglichen es Unternehmen, sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren, ohne hohe Investitionen in eigene Flotten tätigen zu müssen.
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