Bachelorarbeit, 2008
120 Seiten, Note: 1,1
1 STELLENWERT DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG
2 DEFINITORISCHE GRUNDLAGEN UND WISSENSCHAFTLICHER KONTEXT
2.1 Betriebswirtschaftliche Grundlagen
2.1.1 Unternehmensdefinitionen
2.1.2 Die Rolle des Managements
2.1.3 Anspruchsgruppen und Interessenten von Unternehmen
2.2 Der Unternehmens- und Beteiligungskauf
2.3 Wertdefinitionen
2.4 Grundbegriffe des Rechnungswesens und der Finanzwirtschaft
2.5 Der Einfluss von Steuern auf den Unternehmenswert
3 GRUNDLAGEN DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG
3.1 Inhalt des Unternehmenswertes
3.2 Anmerkungen zum Synergiebegriff
3.3 Inhalt und Relevanz von Börsenkursen
3.4 Wert und Preis eines Unternehmens
4 REALISIERUNG DER BEWERTUNGSANLÄSSE AUF DEM BEWERTUNGSMARKT
4.1 Anlässe einer Bewertung
4.2 Motivation einzelner Marktteilnehmer
4.3 Funktionen der Unternehmensbewertung
5 VORBEREITUNG DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG
5.1 Definition der zukünftigen Zahlungsströme
5.2 Prognose der zukünftigen Zahlungsströme
5.3 Bestimmung und Planung des Kalkulationszinssatzes
5.4 Bestimmung des Fortführungswertes
6 VERFAHREN DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG
6.1 Gesamtbewertungsverfahren
6.2 Einzelbewertungsverfahren
6.3 Mischverfahren
6.4 Überschlagsrechnungen
6.5 Realoptionen
6.6 Würdigung der Bewertungsverfahren
6.7 Typische Bewertungsfehler
7 AKTUELLE ENTWICKLUNGEN UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der systematischen Erörterung der Anlässe und Methoden der Unternehmensbewertung. Das primäre Ziel ist es, die theoretischen und praktischen Grundlagen zu beleuchten, die für die Wertermittlung von Unternehmen in verschiedenen wirtschaftlichen Kontexten – insbesondere im Hinblick auf Unternehmenstransaktionen und wertorientierte Führung – von Bedeutung sind.
3.2 Anmerkungen zum Synergiebegriff
Eine der häufigsten Begründungen von Unternehmensakquisitionen und -kooperationen (Mergers & Acquisitions; M&A) sind die Verwirklichung von Synergieeffekten. Synergie gilt im griechischen als „Zusammenwirken von Kräften mit überadditivem Resultat.“ Ansoff hat den Synergiebegriff in die Betriebswirtschaftslehre als Verbundwirkung durch Zusammenwirkung einzelner Geschäftsbereiche eingeführt. Der Wert zusammengeführter Unternehmen ist durch die Integration von Synergieeffekten höher als der innere Wert zweier einzelner Unternehmen.
Dieser Zusammenhang wird anhand dreier Faktoren begründet (funktionale Differenzierung):
(1) Economies of scale/Economies of scope (Skalenerträge)
(2) Verflechtung von Wertaktivitäten
(3) Portfoliotheorie
Skalenerträge beschreiben eine „potential reduction in production or distribution costs“. D. h. mit wachsender Unternehmensgröße und Produktumfang sinken die durchschnittlichen Produktions- und Vertriebskosen, so dass die Erträge steigen. Ferner können durch Unternehmenskäufe auch Wettbewerbsvorteile hinsichtlich der Kostenführerschafts- und Differenzierungsstrategie erwirkt werden. Aber auch eine Risikominimierung durch ein Portfoliomanagement des Investors kann Synergieeffekte erwirken, wenn durch eine ausgewogene Risikoallokation die Risikokosten sinken.
Aus Sicht des Erwerbers können Synergieeffekte eingeteilt werden in:
• Universelle Synergien
• Endemische Synergien
• Einzigartige Synergien
1 STELLENWERT DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG: Einführung in die Relevanz der Unternehmensbewertung im Wirtschaftsgeschehen, insbesondere vor dem Hintergrund von Akquisitionen und strategischer Wertorientierung.
2 DEFINITORISCHE GRUNDLAGEN UND WISSENSCHAFTLICHER KONTEXT: Erörterung grundlegender betriebswirtschaftlicher Begrifflichkeiten, Rechtsformen sowie der Bedeutung von Management und Steuern für den Unternehmenswert.
3 GRUNDLAGEN DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG: Auseinandersetzung mit verschiedenen Werttheorien, dem Synergiebegriff und der kritischen Unterscheidung zwischen Wert und Preis.
4 REALISIERUNG DER BEWERTUNGSANLÄSSE AUF DEM BEWERTUNGSMARKT: Systematisierung der Anlässe für Bewertungen sowie Analyse der Motivationen und Rollen der verschiedenen Marktteilnehmer.
5 VORBEREITUNG DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG: Methodische Vorbereitung der Bewertung durch die Analyse von Zahlungsströmen, Kalkulationszinssätzen und die Due Diligence.
6 VERFAHREN DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG: Detaillierte Darstellung und kritische Würdigung der verschiedenen Bewertungsansätze, darunter Gesamtbewertungs-, Einzelbewertungs- und Mischverfahren.
7 AKTUELLE ENTWICKLUNGEN UND AUSBLICK: Betrachtung zukünftiger Trends in der Bewertungspraxis, wie die Bedeutung der Unternehmenssteuerung und der Einfluss regulatorischer Änderungen.
Unternehmensbewertung, Shareholder Value, Discounted Cash-flow, Ertragswertverfahren, Kapitalkosten, Due Diligence, Synergieeffekte, Marktwert, Liquidationswert, Steuerreform, Investitionsrechnung, Kapitalstruktur, Unternehmensakquisition, Unternehmensführung, Bewertungsmethoden.
Die Bachelorarbeit behandelt theoretische Grundlagen, Anlässe und Verfahren zur Ermittlung des Unternehmenswertes unter Berücksichtigung verschiedener wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
Die Arbeit umfasst Unternehmensdefinitionen, Bewertungsanlässe, die Ermittlung von Zahlungsströmen, die Rolle des Managements sowie die kritische Analyse verschiedener Bewertungsverfahren.
Das Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über die Methoden der Unternehmensbewertung zu geben und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Bewertungsanlässe die Wahl der Verfahren und das Ergebnis beeinflussen.
Es wird ein theoretisch-analytischer Ansatz gewählt, der Literaturrecherchen zu betriebswirtschaftlichen Standards mit einer systematischen Darstellung finanzwissenschaftlicher Bewertungsmodelle kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung definitorischer Grundlagen, die Analyse von Bewertungsanlässen, die Vorbereitung der Bewertung und die detaillierte Vorstellung gängiger Bewertungsverfahren.
Wesentliche Begriffe sind Unternehmenswert, Discounted Cash-flow, Ertragswertverfahren, Shareholder Value, Due Diligence und Kapitalkosten.
PPP-Projektgesellschaften stellen eine innovative Assetform dar, für die bisher kaum standardisierte Bewertungsansätze in der Praxis etabliert sind, was zukünftigen Forschungsbedarf begründet.
Steuern beeinflussen maßgeblich die Höhe des erzielbaren Nutzens für Anteilseigner; durch den "Tax Shield" kann Fremdkapital den Unternehmenswert beeinflussen, weshalb Steueraspekte in der Diskontierung berücksichtigt werden müssen.
Das Stuttgarter Verfahren dient primär als massenhaft einsetzbares Bemessungsverfahren für steuerliche Zwecke bei nicht börsennotierten Unternehmen, wird jedoch aufgrund seiner schematischen Natur kritisch hinterfragt.
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