Bachelorarbeit, 2020
72 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Geschichte der Sozialen Arbeit
2.1 Jüdisch-christliche Motive in der Armutsfürsorge
2.2 Professionalisierungsprozess in der Wissenschaft der Sozialen Arbeit
2.3 Neue Herausforderungen der Einwanderungsgesellschaft für institutionelle Träger
2.4 Konzept der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch
3 Begriffsbestimmungen von Religions- und Kultursensibilität
3.1 Religion
3.2 Kultur und Interkulturelle Kompetenz
3.3 Sensibilität
4 Forschungsstand
4.1 Soziale Arbeit
4.2 Erziehungswissenschaft und Soziologie
4.3 Theologie, Vergleichende Religionswissenschaften und Diakoniewissenschaft
5 Positionen der Soziologie und Philosophie
5.1 Säkularisierungstheorie
5.2 Exkurs: Brauchen wir weniger Religion?
5.3 Jürgen Habermas
5.4 Martha Nussbaum und Amartyra Sen
6 Religionsfreiheit – als Menschenrecht und Grundrecht
6.1 Religionsfreiheit – ein Menschenrecht
6.2 Religionsfreiheit nach Artikel 4 des Grundgesetzes
7 Ethik der Sozialen Arbeit
7.1 Professionsverständnis
7.2 Habitus und Handlungskompetenzen
7.3 Die Berliner Erklärung und der Qualitätsrahmen der Sozialen Arbeit
8 Diskussion der Ergebnisse des Forschungsstand und der Perspektiven
9 Schlussbemerkung
Ziel dieser Arbeit ist es, die Notwendigkeit aufzuzeigen, dass Sozialarbeitende sich während ihrer Ausbildung ein fundiertes Handlungsrepertoire aneignen, um religions- und kultursensibel auf die Bedürfnisse ihrer Adressat*innen eingehen zu können. Die Forschungsfrage untersucht dabei, ob und inwiefern Religions- und Kultursensibilität als Handlungskompetenzen im wissenschaftlichen Diskurs sowie im Dialog mit Nachbardisziplinen relevantes Material für Theorien und Methoden generieren und wie Sozialarbeitende auf den Umgang mit pluralen religiösen Identitätsformen vorbereitet werden können.
1 Einleitung
Es ist die ewig spannende ‚Gretchenfrage‘: „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“1, die nicht nur eine Frage nach der Religiosität beinhaltet, sondern die im weiteren Sinne eine Art Gewissensfrage beschreibt und zu einer eindeutigen Stellungnahme herausfordert. Das Thema Religionssensibilität und Kultursensibilität ist in den letzten Jahrzehnten kontrovers innerhalb der Wissenschaft der Sozialen Arbeit geführt worden.
Seit 2015 haben sich mit der Flüchtlings- und Migrationsbewegung durch den gesellschaftlichen Wandel sozialberufliche Herausforderungen gezeigt, die im Fachdiskurs der Wissenschaft der Sozialen Arbeit theoretische und empirische Forschungen über religions- und kultursensible Kompetenzen der Sozialarbeitenden erforderlich machen.
Der gesellschaftliche Wandel, der sich beschreiben lässt, als ein offener, multikultureller und religiös vielfältiger Prozess, führt zu unterschiedlichen Lebensentwürfen. Persönliche, gesellschaftliche und strukturelle Umbrüche führen zu sozialen Ausdifferenzierungen und Verknüpfungen, die in öffentlichen Wertedebatten thematisiert werden.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Themas Religions- und Kultursensibilität in der Sozialen Arbeit ein und formuliert die forschungsleitende Frage nach der notwendigen Ausbildung von Handlungskompetenzen.
2 Geschichte der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel skizziert die historischen Wurzeln der Profession, angefangen beim jüdisch-christlichen Fürsorgegedanken bis hin zum modernen Konzept der Lebensweltorientierung.
3 Begriffsbestimmungen von Religions- und Kultursensibilität: Hier werden die zentralen Begriffe Religion, Kultur und Sensibilität wissenschaftlich definiert und in den Kontext der Sozialen Arbeit gesetzt.
4 Forschungsstand: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand aus verschiedenen Disziplinen wie Soziale Arbeit, Soziologie und Theologie.
5 Positionen der Soziologie und Philosophie: Die soziologischen und philosophischen Debatten, insbesondere zur Säkularisierungstheorie und zu den Ansätzen von Habermas und Nussbaum, werden analysiert.
6 Religionsfreiheit – als Menschenrecht und Grundrecht: Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen der Religionsfreiheit im Kontext von Menschenrechten und Grundgesetz erläutert.
7 Ethik der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel verortet das ethische Professionsverständnis und die berufsethischen Leitlinien der Sozialen Arbeit.
8 Diskussion der Ergebnisse des Forschungsstand und der Perspektiven: Der abschließende Diskussionsteil bewertet die Ergebnisse der Literaturanalyse im Hinblick auf die forschungsleitende Frage und reflektiert über notwendige Entwicklungen in Ausbildung und Praxis.
Religionssensibilität, Kultursensibilität, Soziale Arbeit, Lebensweltorientierung, Interkulturelle Kompetenz, Menschenrechte, Religionsfreiheit, Säkularisierung, Handlungsrepertoire, Anerkennung, Diversity, Empowerment, Fachdiskurs, Professionsethik, Migrationsgesellschaft.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Religions- und Kultursensibilität als notwendige Handlungskompetenzen für Sozialarbeitende in einer zunehmend diversen Gesellschaft.
Zentrale Themen sind die Geschichte der Sozialen Arbeit, die theoretische Grundlegung von Religions- und Kultursensibilität, ethische Standards sowie der Umgang mit religiöser Vielfalt in Beratungskontexten.
Die Forschungsfrage lautet, inwieweit Sozialarbeitende in ihrer Ausbildung befähigt werden, kompetent mit pluralen religiösen und kulturellen Lebensentwürfen ihrer Adressat*innen umzugehen.
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die den aktuellen Forschungsstand systematisch aufarbeitet und in den Kontext der Wissenschaft der Sozialen Arbeit stellt.
Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Entwicklung, den theoretischen Begriffsbestimmungen, dem aktuellen Forschungsstand aus Nachbardisziplinen sowie ethischen und rechtlichen Anforderungen.
Zu den Schlüsselbegriffen gehören insbesondere Religions- und Kultursensibilität, Soziale Arbeit, Lebensweltorientierung, Menschenrechte und interkulturelle Kompetenz.
Die Autorin sieht Sozialarbeitende als „Brückenbauer*innen“, die eine professionelle Haltung einnehmen müssen, um in einer multikulturellen Gesellschaft Räume der Begegnung zu schaffen.
Die Arbeit beleuchtet das Spannungsfeld zwischen religiös-kirchlichen Ansprüchen der Träger und dem Auftrag einer säkular-staatlichen, lebensweltorientierten Sozialen Arbeit.
Die Thesis fordert eine stärkere Integration von religions- und kultursensiblen Ausbildungsinhalten in den Studiengängen der Sozialen Arbeit, um auf gesellschaftliche Transformationsprozesse reagieren zu können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

