Bachelorarbeit, 2020
65 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen der SFA
2.1 Die weitere Unternehmensumwelt
2.2 Definition
2.3 Historische Entwicklung
2.4 Strategic Issue Management und Weak Signals
2.5 Idealtypischer Prozess der SFA
2.6 Methoden der Zukunftsforschung
2.7 Abgrenzung zu anderen Terminologien
2.8 Probleme der SFA
3. SFA anhand von Fallbeispielen
3.1 Negativbeispiele
3.2 Positivbeispiele
3.3 Erkenntnisse
4. Big Data und Analytics
4.1 Die 4 V’s von Big Data
4.2 Big Data als Informationsquelle
4.3 Analytics als Informationsverarbeitungsmethode
5. Einsatz von Big Data Analytics in der SFA
5.1 Fallstudie I: „LEONI AG“
5.2 Fallstudie II: „DMK Group“
5.3 Grenzen und Implikationen für die Praxis
6. Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht, wie der Einsatz von Big Data Analytics Unternehmen dabei unterstützen kann, schwache Signale (Weak Signals) in der Unternehmensumwelt frühzeitig zu identifizieren und in strategische Chancen oder Risiken zu übersetzen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche Faktoren über den erfolgreichen Umgang mit schleichenden Veränderungen entscheiden und wie Big Data Analytics die methodischen Grenzen traditioneller strategischer Frühaufklärung (SFA) überwinden kann.
3.1 Negativbeispiele
Fallbeispiel Technologie: „Kodak“: Seit der Gründung im Jahre 1892 dominierte Kodak den Markt für analoge Fotografie. Zudem verfügte das Unternehmen über ein weitreichendes Produktportfolio, wie Kamera, Film, Chemikalien und Fotopapier (vgl. Romeike and Hager, 2020, S. 202). Steve Sasson, ein innovativer Ingenieur der Firma Kodak, entwickelte im Jahre 1974 die erste digitale Kamera und patentierte diese auch einige Jahre später. Diese Entwicklung wurde zur Grundlage aller Digitalkameras der heutigen Zeit. Die erste Spiegelreflexkamera wurde von Kodak für das japanische Unternehmen Canon entwickelt und verkauft (vgl. Romeike and Hager, 2020, S. 202). Auch der hoch entwickelte Geschäftsbereich für Digitaldruckmaschinen von Kodak wurde an die Heidelberg Druckmaschinen verkauft (vgl. Romeike and Hager, 2020, S. 202). Das Unternehmen war somit ein weltweiter Vorreiter im Bereich der digitalen Fotografie. Hohe Marktperspektiven, konkurrenzlose Technologieführerschaft und eine disruptive Innovationsfähigkeit zeichneten das Unternehmen aus. Trotz allem musste das Unternehmen am Ende die Insolvenz anmelden. Was kann aus diesem Beispiel gelernt werden?
Laut Romeike und Hager (2020) lag die eigentliche Ursache des Scheiterns im Bereich des strategischen Managements und der Fähigkeit über mögliche drohende Risiken in der Zukunft zu antizipieren. Kodak hielt trotz der bahnbrechenden Erfindung der Digitalkamera an der noch profitablen Analog-Fotografie fest. Das Unternehmen blendete die steigende Nachfrage der Kunden und das schwache Signal, welches ironischerweise von sich selbst ausging komplett aus. Im Gegenteil, das Unternehmen sah die eigene Erfindung der digitalen Fotografie als nicht erfolgsversprechend an (vgl. ebd.). Kodak meldete im Jahre 2012 mit einem Verlust in Höhe von 230 Millionen US-Dollar die Insolvenz an. Anschließend wurde der Markt für Digitalfotografie von den Unternehmen Nikon und Canon als Chance ergriffen und eingenommen (vgl. ebd.).
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der strategischen Frühaufklärung ein, erläutert die Herausforderungen durch eine turbulente Unternehmensumwelt und definiert die Zielsetzung zur Untersuchung von Big Data Analytics.
2. Theoretische Grundlagen der SFA: Dieses Kapitel fundiert das Verständnis der Unternehmensumwelt, erläutert das Konzept der schwachen Signale nach Ansoff und ordnet die SFA in den Kontext der Zukunftsforschung ein.
3. SFA anhand von Fallbeispielen: Anhand von Negativ- und Positivbeispielen werden die Konsequenzen eines erfolgreichen oder gescheiterten Umgangs mit schwachen Signalen in der Praxis analysiert.
4. Big Data und Analytics: Hier werden die technischen Grundlagen von Big Data (4 V's) sowie Methoden zur Informationsverarbeitung wie Text- und Web Mining für den strategischen Kontext definiert.
5. Einsatz von Big Data Analytics in der SFA: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse in zwei Fallstudien (LEONI AG, DMK Group), um den praktischen Nutzen von Big Data Analytics bei der Trendidentifizierung zu demonstrieren.
6. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit resümiert die Erkenntnisse, betont die Notwendigkeit einer menschlich-kreativen Ergänzung zur algorithmischen Datenanalyse und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich Advanced Analytics.
Strategische Frühaufklärung, Big Data Analytics, Weak Signals, Unternehmensumwelt, Diskontinuitäten, Innovationsmanagement, Machine Learning, Text Mining, Web Mining, Szenario-Technik, Fallstudien, Digitale Transformation, Strategische Entscheidungsprozesse, Risikomanagement, Wettbewerbsvorteile.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch den Einsatz von Big Data Analytics schwache Signale in ihrer Umwelt besser erkennen können, um rechtzeitig auf drohende Risiken oder Marktchancen reagieren zu können.
Die zentralen Felder sind die Strategische Frühaufklärung (SFA), das Management von „Weak Signals“, die technologischen Dimensionen von Big Data sowie Methoden des maschinellen Lernens und Web Minings.
Das Ziel ist es, den Nutzen von Big Data Analytics zur Automatisierung und Objektivierung der Identifizierung strategisch relevanter Veränderungen aufzuzeigen, um die Grenzen traditioneller SFA-Methoden zu überwinden.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur sowie auf eine explorative Analyse mittels literaturbasierter Fallstudien, um den Praxiseinsatz der untersuchten Technologien zu verdeutlichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der SFA, die Analyse realer Praxisbeispiele aus der Wirtschaft (negativ wie positiv) und die detaillierte Darstellung des Einsatzes von Data-Analytics-Methoden zur Trend- und Technologiefrüherkennung.
Strategische Frühaufklärung, Big Data Analytics, Weak Signals, Innovationsmanagement, Digitale Transformation und Fallstudien.
Kodak scheiterte, da das Unternehmen trotz eigener technologischer Pionierarbeit die strategische Relevanz schwacher Signale für den Markt der digitalen Fotografie ignorierte und am profitablen, aber schwindenden Analoggeschäft festhielt.
Nein. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass zwar die Identifizierung von Signalen automatisiert werden kann, die strategische Antizipation und Entscheidung jedoch weiterhin kreative menschliche Urteilsfähigkeit und Unternehmenswerte erfordert.
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