Diplomarbeit, 2008
62 Seiten, Note: 1,7
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen von Immobilienpreisinflation und -deflation auf die Zielgrößen einer Notenbank und analysiert, ob und inwiefern Notenbanken auf eine Inflation der Immobilienpreise reagieren sollten.
Kapitel 2 legt die Grundlagen für die Analyse der Inflation von Immobilienpreisen. Es definiert den Immobilienbegriff, erklärt die verschiedenen Arten von Inflation und beleuchtet die spezifischen Eigenschaften von Immobilienpreiszyklen im Vergleich zu Aktienmärkten.
Kapitel 3 untersucht die Auswirkungen von Immobilienpreisinflation und -deflation auf die Zielgrößen einer Notenbank, wie die Verbraucherpreisinflation, den Output und die Finanzmarktstabilität. Es analysiert die Interdependenzen zwischen Immobilienpreisentwicklung und anderen makroökonomischen Variablen.
Kapitel 4 diskutiert die Möglichkeit, Immobilienpreise als zusätzliche Zielgröße in die geldpolitische Steuerung einzubeziehen. Es analysiert den theoretischen Hintergrund und die Entwicklung eines Immobilienpreisindex durch Eurostat.
Kapitel 5 befasst sich mit der optimalen geldpolitischen Reaktion auf eine Immobilienpreisblase. Es analysiert stylized facts von Immobilienbooms und -busts sowie verschiedene modelltheoretische Ansätze zur geldpolitischen Intervention. Die Diskussion umfasst die Modelle von Bernanke und Gertler, Bordo und Jeanne sowie weitere relevante Modelle aus der Literatur.
Kapitel 6 beleuchtet alternative Handlungsmöglichkeiten zur geldpolitischen Reaktion auf eine Immobilienpreisblase.
Immobilienpreise, Inflation, Notenbank, Geldpolitik, Finanzmarktstabilität, Immobilienpreisblase, „leaning against the wind“, Bernanke-Gertler-Modell, Bordo-Jeanne-Modell, stylized facts, makroökonomische Variablen, Output, Verbraucherpreisinflation.
Die Arbeit diskutiert die Strategie des „leaning against the wind“, bei der Notenbanken präventiv Zinsen erhöhen, um spekulative Blasen zu dämpfen.
Sie argumentieren, dass Notenbanken primär auf die Inflation der Verbraucherpreise reagieren sollten und Vermögenspreise nur beachten müssen, wenn sie die Preisstabilität gefährden.
Stark fallende Immobilienpreise (Busts) können das Bankensystem gefährden, da Immobilien oft als Kreditsicherheiten dienen und eine Deflationsspirale auslösen können.
Immobilienzyklen sind meist länger, weniger volatil als Aktienmärkte, haben aber aufgrund der hohen Verschuldungsgrade oft schwerwiegendere Auswirkungen auf die Realwirtschaft.
Die Blase muss zweifelsfrei identifizierbar sein, die Notenbank muss sie beeinflussen können und der Nutzen der Intervention muss die Kosten (z. B. geringeres Wachstum) übersteigen.
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