Magisterarbeit, 1999
71 Seiten, Note: 1,5
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit philosophischen Aspekten in der Theaterarbeit mit Kindern und untersucht anhand empirischen Materials aus der Praxis die Bedeutung des Theaters für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
Die Einleitung stellt den persönlichen Hintergrund der Autorin und ihre Erfahrungen in der Theaterarbeit mit Kindern dar. Sie erläutert die Entstehung und Entwicklung ihrer Theaterprojekte und den Motivationshintergrund ihrer Arbeit.
Das zweite Kapitel beleuchtet die Schnittmenge von Theater und Philosophie, untersucht verschiedene Formen der Theaterarbeit und diskutiert die Frage, ob und wie mit Kindern philosophiert werden kann.
Das dritte Kapitel widmet sich der Phantasie als Vermittlerin zwischen Verstand und Gefühl und geht auf die Rolle von Kreativität und Emotionalität in der Theaterarbeit ein. Der Einfluss des Spiels und des Sprachspiels auf die Entwicklung von Kindern wird anhand der Philosophie Eugen Finks betrachtet.
Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit der Sprache des Körpers, speziell der Pantomime, und deren Bedeutung für die Erweiterung des Horizonts.
Das fünfte Kapitel behandelt die Bedeutung von Märchen und Symbolen für die ethische Orientierung von Kindern. Die Möglichkeiten der Selbsterfahrung und Identifikation durch das "gespielte" Märchen stehen im Fokus.
Das sechste Kapitel beleuchtet die Themen Werte, Normen und Moral im Kontext der Theaterarbeit und setzt sich mit dem Begriff der Demokratie und der Erziehung zur Demokratie auseinander.
Die Arbeit behandelt zentrale Themen der Theaterpädagogik, Philosophie und Kinderentwicklung. Die Schlüsselbegriffe umfassen Phantasie, Kreativität, Spiel, Sprache, Körpersprache, Märchen, Werte, Normen, Moral, Demokratie, Erziehung, und die Verbindung von Theater und Philosophie.
Theater bietet Kindern die Möglichkeit, in Rollen zu schlüpfen, sich zu verwandeln und sich vor Publikum auszuprobieren. Dies fördert das Selbstbewusstsein, die Empathie und die Ausdrucksfähigkeit.
Beim Theaterspielen setzen sich Kinder mit existenziellen Fragen, Werten und Normen auseinander. Das „Staunen und Wundern“, ein Grundpfeiler der Philosophie, wird durch das Spiel und die Darstellung gefördert.
Die Pantomime schult die Körpersprache und die Wahrnehmung ohne Worte. Sie hilft Kindern, Gefühle und Situationen rein physisch auszudrücken und erweitert so ihren kommunikativen Horizont.
Märchen arbeiten mit starken Symbolen und Bildern. Sie bieten klare ethische Orientierungspunkte und ermöglichen es Kindern, sich mit Figuren zu identifizieren und Lösungen für Konflikte spielerisch zu erproben.
In einer Theatergruppe müssen Entscheidungen gemeinsam getroffen werden. Kinder lernen, sich abzustimmen, Verantwortung zu übernehmen und die Meinung anderer zu respektieren – eine praktische Übung demokratischen Handelns.
Es geht nicht nur um die perfekte Aufführung, sondern um den Prozess des Erarbeitens, das Ausprobieren von Rollen und die persönliche Entwicklung der Kinder während der Probenzeit.
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