Bachelorarbeit, 2019
22 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Entwicklung der Wohnungspolitik seit Ende des 2. Weltkrieges
3 Wohnungspolitische Instrumente
3.1 Ordnungspolitische Instrumente
3.2 Leistungspolitische Instrumente
4 Ziele der staatlichen Wohnraumförderung
5 Wirkungen der staatlichen Wohnraumförderung
6 Wohneigentums- und Immobilienmarktentwicklung
7 Schlussfolgerungen und Aussichten
8 Fazit
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der staatlichen Wohnraumförderung in Deutschland seit 1945 sowie deren Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Im Fokus steht dabei die Analyse der Hypothese, ob staatliche Fördermaßnahmen effektiv zur Verringerung der Wohnungsknappheit beitragen können.
3.1 Ordnungspolitische Instrumente
Generell wird zwischen ordnungs- und leistungspolitischen Instrumenten unterschieden. Unter diese Kategorie fallen z.B. der Kündigungsschutz von Mieterhaushalten, Mietregelungen und Bauvorschriften (vgl. Forster-Kraus 2011: 137). „Ordnungspolitisch orientierte Instrumente der Wohnungspolitik sind auf die Schaffung und Ausgestaltung der Rahmenbedingungen ausgerichtet, innerhalb derer sich das Wohnungsmarktgeschehen vollziehen soll“ (Kühne-Büning und Heuer 1994: 222). Sie sollen die Funktion übernehmen, optimale Bedingungen für dezentrale Entscheidungen der Teilnehmer am Markt, Investoren, Mieter und Vermieter zu schaffen. Je nach Intensität gestaltet sich für die Marktteilnehmer durch Ge- und Verbote ein Handlungsspielraum in dem sie sich bewegen. Konkret zu erwähnen sind hier Baulandausweisungen der öffentlichen Hand, die über Art und Umfang der räumlichen Verteilung des potentiellen Baulandangebots entscheiden, das Mietrecht mit dem Kündigungsschutz sowie Vorschriften zur vertraglichen Festlegung und Änderung von Mieten (vgl. Kühne-Büning und Heuer 1994: 222 f.).
So wurde beispielsweise im Jahr 2015 die Mietpreisbremse eingeführt, die rund ein Viertel der Bevölkerung betrifft und in 77 deutschen Großstädten besteht. Um die Besonderheiten regionaler Märkte zu berücksichtigen, wurde das Instrument land und gemeindespezifisch eingeführt. Dabei darf bei neuen Verträgen die Miete nicht mehr als 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Dies bringt die Voraussetzung eines Mietspiegels, der die Marktlage adäquat abbildet, mit sich. In Wirklichkeit sind die Daten zum Teil sehr grob oder werden sogar in manchen Kommunen ganz vernachlässigt, da die Erhebungskosten unwirtschaftlich sind. Folglich fehlen oft gute Mietpreisspiegel als Berechnungsgrundlage, was zu signifikanten Abweichungen zwischen ortsüblichen Vergleichsmieten und Marktpreisen führt. Erste empirische Befunde zeigen aber auch, dass ökonomische Erwartungen von Neubauinvestitionen durch die zunehmende Nachfrage an günstigeren und regulierten Wohnungen Recht behalten (vgl. Thomsen et al. 2019: 26 ff.).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung der Wohnungspolitik im Kontext zunehmender Verstädterung dar und formuliert die zu prüfende Hypothese zur Wirksamkeit staatlicher Wohnraumförderung.
2 Entwicklung der Wohnungspolitik seit Ende des 2. Weltkrieges: Das Kapitel zeichnet den historischen Verlauf von der unmittelbaren Nachkriegs-Zwangswirtschaft bis zur marktwirtschaftlichen Ausrichtung der Wohnungspolitik nach.
3 Wohnungspolitische Instrumente: Hier erfolgt eine systematische Einteilung der wohnungspolitischen Eingriffe in ordnungs- und leistungspolitische Instrumente sowie eine detaillierte Beschreibung deren Funktionsweisen.
4 Ziele der staatlichen Wohnraumförderung: In diesem Abschnitt werden die primären Kategorien der staatlichen Förderung dargelegt, die von der Verbesserung der Wohnungsversorgung über die Vermögensbildung bis hin zu ökologischen Zielsetzungen reichen.
5 Wirkungen der staatlichen Wohnraumförderung: Das Kapitel analysiert kritisch die tatsächlichen Effekte verschiedener Förderinstrumente und diskutiert das Problem von Mitnahmeeffekten und potenzieller Kontraproduktivität.
6 Wohneigentums- und Immobilienmarktentwicklung: Dieser Teil befasst sich mit der regionalen Heterogenität des deutschen Immobilienmarktes und identifiziert zentrale Treiber wie demografischen Wandel und Urbanisierung.
7 Schlussfolgerungen und Aussichten: Es wird erörtert, wie politisches Handeln die Stadtentwicklung beeinflusst und welche strategischen Anpassungen für eine effektive Wohnungspolitik zukünftig erforderlich sind.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, widerlegt die eingangs formulierte Hypothese und betont die Schwierigkeit, wohnungspolitische Erfolge direkt einzelnen Instrumenten zuzuschreiben.
Wohnungspolitik, Immobilienmarkt, staatliche Wohnraumförderung, Wohneigentum, Mietpreisbremse, Mietrecht, Subjektförderung, Objektförderung, Wohnungsbau, Suburbanisierung, Stadtentwicklung, Baukindergeld, Eigenheimzulage, Wohnungsnot, Marktregulierung.
Die Arbeit analysiert die staatliche Wohnraumförderung in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg und deren Rolle bei der Gestaltung und Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Wohnungspolitik, die verschiedenen Kategorien wohnungspolitischer Instrumente (Ordnungs- und Leistungspolitik) sowie die Analyse von deren Zielen und Wirkungen auf den Wohnungsmarkt.
Das Hauptziel ist die Untersuchung der Hypothese, ob staatliche Wohnraumförderung effektiv dazu beitragen kann, Wohnungsknappheit einzuschränken.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Aufarbeitung vorhandener Literatur, Studien und historischer Entwicklungsdaten, um die Wirksamkeit der Wohnungspolitik zu evaluieren.
Im Hauptteil werden neben der historischen Rückschau vor allem die verschiedenen Instrumente wie Mietpreisbremse, Wohngeld und soziale Wohnraumförderung in ihrer Funktionsweise und den damit verbundenen Zielsetzungen detailliert diskutiert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Wohnungspolitik, Subjekt- und Objektförderung, Wohneigentumsquote, Mietmarktregulierung sowie Auswirkungen der Suburbanisierung auf die Stadtentwicklung.
Der Autor weist auf die Problematik der Fehlbelegungsquote bei Sozialwohnungen hin und diskutiert kritisch, ob staatliche Eingriffe hier nicht zu einer ineffizienten Teilung des Wohnungsmarktes führen.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Mietpreisbremse langfristig kontraproduktiv wirken kann, da sie durch Renditebegrenzungen Investitionsanreize reduziert und somit die Angebotslücke verschärfen könnte.
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