Masterarbeit, 2019
93 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
1.1 Gegenstand der Arbeit
1.2 Problemstellung
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Herausforderungen der heutigen Lebens- und Arbeitswelt
3.1.1 Beschleunigungsprozesse der Lebenswelt
3.1.2 Herausforderungen der Arbeitswelt
3.1.3 Konsequenzen des Wandels
3.2 Konsequenzen des Wandels: Der Umgang mit Stress
3.2.1 Begriffserklärung Stress
3.2.2 Begriffserklärung individuelles Stresserleben
3.2.3 Begriffserklärung Stressbewältigung
3.3 Sichtweisen von Gesundheit und Krankheit
3.3.1 Begriffserklärung Gesundheit
3.3.2 Begriffserklärung Krankheit
3.3.3 Das biomedizinische Krankheitsmodell
3.3.4 Das biopsychosoziale Krankheitsmodell
3.3.5 Das Konzept der Salutogenese
3.3.6 Die Stressmodelle
3.4 Achtsamkeit
3.4.1 Begriffserklärung Achtsamkeit
3.4.2 Historische Wurzeln von Achtsamkeit
3.4.3 Achtsamkeit im Westen
3.4.4 Prinzipien der Praxis von Achtsamkeit
3.5 Übungen und Programme der Achtsamkeitspraxis
3.5.1 Übungen zur Achtsamkeitspraxis
3.5.1.1 Atemtechniken
3.5.1.2 Meditation
3.5.1.3 Hatha-Yoga
3.5.1.4 Body-Scan
3.5.2 Programme
3.5.2.1 Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)
3.5.2.2 Mindfulness-Based Cognitive Stress Therapy (MBCT)
3.5.2.3 Weitere achtsamkeitsbasierte Programme
3.6 Aktueller Forschungsstand
3.7 Zusammenfassung aus dem Kenntnisstand
4 METHODIK
4.1 Forschungsfrage
4.2 Ein- und Ausschlusskriterien für Studien
4.3 Struktur der Suchstrategie
5 ERGEBNISSE
5.1 Ergebnisse der Suche
5.1.1 Exkludierte Studien
5.1.2 Inkludierte Studien
5.1.3 Bewertung des Biasrisikos
5.1 Effekte der Intervention
5.1.1 Stress
5.1.2 Wohlbefinden
6 DISKUSSION
6.1 Interpretation der Ergebnisse
6.2 Methodische Limitationen des systematischen Reviews
6.3 Schlussfolgerung und Ausblick
7 ZUSAMMENFASSUNG
Ziel der Arbeit ist es, im Rahmen eines systematischen Reviews den Forschungsstand zu den Effekten von Achtsamkeit auf das individuelle Stresserleben und Wohlbefinden bei gesunden Menschen zu erfassen und kritisch zu bewerten, um herauszufinden, ob achtsamkeitsbasierte Interventionen als wirksame Maßnahme zur Stressbewältigung dienen können.
1.1 Gegenstand der Arbeit
Achtsamkeit verspricht das Leben im Hier und Jetzt, die Bereitschaft, im Leben gegenwärtig zu sein (Williams & Penman, 2016, S.7). Besonders in Zeiten des stetigen und rasanten Wandels durch den technologischen Fortschritt mit Smartphones, Tablets sowie Laptops, durch soziale Vernetzung mittels Facebook und Instagram oder durch weltweite politische Veränderungen besteht eine große Reizüberflutung und eine immense Informationsflut für den Menschen¹ (Kabat-Zinn, 2013, S. 24). Diese Reizüberflutung und die ständige Bereitschaft für Anpassung bieten wenig Beständigkeit für den Menschen, woraus Angst und Stress resultieren können. Der wachsende Wunsch nach Beständigkeit, nach etwas Greifbarem, das dem Leben Halt verleiht, scheint eine logische Konsequenz zu sein (Williams & Penman, 2016, S.7). Bei all den genannten Anforderungen aus der Außenwelt bietet das Praktizieren von Achtsamkeit Entschleunigung, indem der Blick weg von äußeren Reizen hin zum Inneren und zum bloßen Sein gerichtet wird (Kabat-Zinn, 2013, S. 25-26).
Die Anzahl wissenschaftlicher Publikationen zum Thema Achtsamkeit ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Waren es 2001 noch unter 50 Treffer zum Stichwort mindfulness (englisch für Achtsamkeit) in der medizinischen Datenbank, so sind es 2019 bereits über 6000 (PubMed, 2019). Immer mehr Menschen googeln seit dem Jahr 2004 in Deutschland den Begriff Achtsamkeit, wie sich via Google Trends nachweisen lässt (Google Trends, 2019). Angefangen bei der buddhistischen Lehre vor etwa 2500 Jahren bahnte sich Achtsamkeit den Weg in die aus dem Buddhismus entstandene Yogalehre, in neumodische Praktiken zur Work-Life-Balance, in Ratgeber zur achtsamen Lebensführung und Trend-Magazinen wie „Flow“ und „Happinez“ sowie in Programme und Techniken zur Achtsamkeitspraxis (Gebauer & Brückner, 2018, S. 105). Gleichermaßen entstand ein neuer Markt im Bereich der Apps. Meditationen können unter Anleitung mit einer App täglich durchgeführt werden. In Deutschland ist die Meditations-App „7Mind“ führender Anbieter (Heschel, 2018, S. 17).
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in das Thema Achtsamkeit und die zunehmende gesellschaftliche Relevanz von Stress als gesundheitliches Risiko.
2 ZIELSETZUNG: Definition der Forschungsabsicht, ein systematisches Review über die Auswirkungen von Achtsamkeit auf das Stresserleben bei Gesunden zu erstellen.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Detaillierte theoretische Grundlagen zu Stressursachen, Gesundheitsmodellen sowie Definitionen und Praktiken der Achtsamkeit.
4 METHODIK: Erläuterung der systematischen Vorgehensweise bei der Literatursuche, Festlegung der Studienkriterien und Suchstrategien in Fachdatenbanken.
5 ERGEBNISSE: Präsentation der Studienergebnisse inklusive Prozessdarstellung, Bias-Bewertung und inhaltlicher Auswertung der 15 inkludierten Studien.
6 DISKUSSION: Kritische Interpretation der Studienergebnisse hinsichtlich Wirksamkeit und Limitationen sowie methodische Reflexion des eigenen Reviews.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassender Rückblick auf die Ausgangslage, die durchgeführte Untersuchung und die Schlussfolgerung zur Relevanz von Achtsamkeitsinterventionen.
Achtsamkeit, Stress, Stresserleben, Stressbewältigung, Wohlbefinden, MBSR, Meditation, Psychische Gesundheit, Systematisches Review, Randomisierte kontrollierte Studien, Burnout, Salutogenese, Körperwahrnehmung, Stressprävention, Interventionen
Die Arbeit untersucht in Form eines systematischen Reviews, ob achtsamkeitsbasierte Interventionen bei gesunden Menschen wirksam dazu beitragen können, individuelles Stresserleben zu reduzieren und das Wohlbefinden zu steigern.
Zentral sind die Dynamiken von Stress in der modernen, beschleunigten Arbeits- und Lebenswelt, die theoretischen Hintergründe von Stressbewältigung sowie der aktuelle wissenschaftliche Forschungsstand zu Achtsamkeitstechniken und -programmen.
Die Autorin geht der Frage nach, ob Effekte achtsamkeitsbasierter Interventionen hinsichtlich des wachsenden Stresserlebens in randomisierten kontrollierten Studien zwischen 2016 und 2019 bei gesunden Menschen als wirksam eingeschätzt werden können.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in sechs Datenbanken (u. a. PubMed, Cochrane Library, CINHAL) durchgeführt. Die Auswahl der Studien erfolgte nach strengen Ein- und Ausschlusskriterien (randomisierte kontrollierte Studien, gesunde Probanden, nicht älter als 3 Jahre).
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Stress, Gesundheit, Achtsamkeitspraxis) erörtert, gefolgt von einer detaillierten methodischen Suchstrategie und der anschließenden Ergebnisdarstellung und Diskussion der 15 identifizierten Studien.
Wichtige Fachbegriffe sind Achtsamkeit (Mindfulness), MBSR, Stressprävention, randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), Biasrisiko, individuelle Stressbewältigung und psychische Gesundheit.
Die Arbeit beleuchtet kritisch, dass die Digitalisierung einerseits als Stressfaktor (Reizüberflutung, Beschleunigung) wirkt, andererseits aber auch achtsamkeitsbasierte Programme via Smartphone-Apps für den Nutzer verfügbar macht, was in der Forschung zunehmend diskutiert wird.
Die Autorin bemängelt unter anderem die teilweise geringe Stichprobengröße, methodische Mängel bei der Verblindung, hohe Ausfallraten bei den Teilnehmern und das Fehlen aussagekräftiger Langzeitstudien.
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