Diplomarbeit, 2004
85 Seiten, Note: 2,0
A. Einführung
B. Der Konfliktlösungsansatz von J. A. Bejarano
a. „Una Agenda Para La Paz”
b. Diskrepanzen zwischen den Friedensprozessen
c. Militärische Voraussetzungen für eine Konfliktlösung
d. Analyse und Lösung der Unvereinbarkeiten
e. Die Konstruktion des Friedens
f. Resümee und Arbeitshypothese
C. Der Friedensprozess von 1998 bis 2002
a. Der kolumbianische Konflikt
b. Militärische Bedingungen 1998
c. Militärische Entwicklungen bis 2002
d. Die Unvereinbarkeiten
e. Die Verhandlungen als Lernprozess
f. Resümee
D. Zusammenfassung und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht das Scheitern des kolumbianischen Friedensprozesses zwischen 1998 und 2002 unter Anwendung des Konfliktlösungsansatzes von Jesús Antonio Bejarano. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob das Fehlen der von Bejarano für einen erfolgreichen Friedensprozess vorausgesetzten Bedingungen maßgeblich für das Scheitern der Verhandlungen zwischen der Regierung Pastrana und der FARC verantwortlich war.
d. Analyse und Lösung der Unvereinbarkeiten
Bejarano zufolge ist es für den Erfolg von Friedensverhandlungen essentiell wichtig zunächst die Unvereinbarkeiten der Ziele der Konfliktparteien zu analysieren. Laut Bejarano entstehen diese Unvereinbarkeiten durch die gegensätzlichen Interessen und Ziele der politischen Antagonisten und den Strategien zur Erlangung und Durchsetzung dieser Interessen und könnten die Friedensverhandlungen schwer belasten.
Bejarano unterscheidet generell zwischen den Unvereinbarkeiten auf vier verschiedenen Gebieten:
1. Die Unvereinbarkeit bezüglich der militärischen Kapazität. Wenn ein Staat, wie Kolumbien, nicht über ein Gewaltmonopol verfüge, erschwere es dieser Umstand dem Staat, die Menschenrechte gegenüber seiner Bevölkerung zu verteidigen. Paramilitärische Kräfte könnten diese Bedingungen ausnutzen, um die Bevölkerung zu terrorisieren. Um diese Menschenrechtsverletzungen in Zukunft zu verhindern, sei es daher notwendig, die Demokratie in Kolumbien zu perfektionieren. Nach Bejarano sei die Lösung der Menschenrechtsprobleme in Kolumbien abhängig vom politischen Willen, die Gruppen, die diese Menschenrechtsvergehen begehen, zu bestrafen.
A. Einführung: Die Einleitung skizziert den Abbruch des Friedensprozesses durch Präsident Pastrana im Februar 2002 und stellt den Forschungsansatz vor, der Bejaranos Thesen zur Analyse der gescheiterten Verhandlungen nutzt.
B. Der Konfliktlösungsansatz von J. A. Bejarano: Dieses Kapitel erläutert Bejaranos theoretische Grundlagen zur Konfliktlösung, inklusive der Notwendigkeit von Verhandlungen bei einem militärischen Unentschieden und der Identifikation grundlegender Unvereinbarkeiten.
C. Der Friedensprozess von 1998 bis 2002: Hier wird der Friedensprozess anhand der von Bejarano benannten Bedingungen untersucht, wobei insbesondere die militärische Entwicklung, die Rolle der Paramilitärs und der internationale Kontext analysiert werden.
D. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass die notwendigen Bedingungen für einen erfolgreichen Friedensprozess nach Bejaranos Theorie in den Jahren 1998 bis 2002 nicht gegeben waren und betont zusätzlich die Bedeutung unberücksichtigter internationaler Faktoren.
Kolumbien, FARC, Friedensprozess, Jesús Antonio Bejarano, Konfliktlösung, Friedensverhandlungen, Präsident Andrés Pastrana, Plan Kolumbien, Paramilitarismus, Menschenrechte, Drogenhandel, Gewaltmonopol, Globalisierung, Demokratisierung, Bürgerkrieg
Die Arbeit analysiert das Scheitern des Friedensprozesses in Kolumbien zwischen 1998 und 2002.
Zentrale Themen sind die Theorie von Jesús Antonio Bejarano, die Dynamik zwischen kolumbianischer Regierung und FARC sowie die Rolle externer Einflussfaktoren.
Es soll geklärt werden, ob das Fehlen von Bejaranos notwendigen Bedingungen den Prozess zum Scheitern brachte.
Der Autor führt eine theoretisch fundierte Analyse durch, indem er Bejaranos Thesen auf den historischen Friedensprozess von 1998 bis 2002 anwendet.
Der Hauptteil analysiert militärische Bedingungen, Unvereinbarkeiten der Konfliktparteien und die Entwicklung der Verhandlungen als Lernprozess.
Die zentralen Schlagworte sind Kolumbien, FARC, Friedensprozess, Konfliktlösung und die Theorie von Jesús Antonio Bejarano.
Der Plan wird als wesentlicher internationaler Faktor analysiert, der das militärische Gleichgewicht zu Ungunsten der FARC verschob und somit die Verhandlungschancen belastete.
Der Autor sieht in der massiven Intervention und den wirtschaftlichen Interessen der USA einen mitentscheidenden Faktor für das Scheitern des Friedensprozesses.
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