Diplomarbeit, 2005
112 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Reformpädagogik in ihrer „Blütezeit“
2.1. Der „Vorlauf“ im 19. Jahrhundert
2.1.1. Blick auf die sozial-gesellschaftliche Situation in Deutschland
2.1.2. Blick auf die schulische Situation
2.1.3. Kritik und frühe Reformpläne
2.1.4. Mythos Kind
2.2. Das neue Jahrhundert: Strömungen 1900 - 1933
2.2.1. Gesellschaftliche Bewegung
2.2.1.1 Frauenbewegung
2.2.1.2 Jugendbewegung
2.2.1.3 Soziale Bewegung
2.3. Schulreformkonzepte – und Versuche
2.3.1. Jahrhundertwende bis 1. Weltkrieg
2.3.1.1 Landerziehungsheime
2.3.1.2 Berthold Ottos Hauslehrerschule
2.3.1.3 Die Arbeitsschulidee
2.3.2. Kriegsende bis Machtergreifung der Nationalsozialisten
2.3.2.1 Äußere Schulreformansätze
2.3.2.2 Innere Schulreformansätze
2.3.2.3 Peter Petersens Jena-Plan-Schule
2.3.2.4 Waldorf-Schulen
2.4. Ausgewählte Konzeptionen
2.4.1. Die Pädagogik der Maria Montessori
2.4.1.1 Biographische Aspekte
2.4.1.2 Montessoris pädagogische Grunderkenntnisse und wichtigste Praxis Ansatzpunkte
2.4.1.3 Religiöse Motivation Maria Montessoris
2.4.1.4 Montessori- Materialien
2.4.1.5 Montessori- Pädagogik heute
2.4.2. Landerziehungsheimpädagogik mit besonderem Augenmerk auf das Werk Hermann Lietzs
2.4.2.1 Die Idee der Landerziehungsheime
2.4.3. Der Begründer des 1. deutschen Landerziehungsheims
2.4.3.1 Biographische Aspekte Hermann Lietzs
2.4.3.2 Lietzs Inspirationen und Vorbilder
2.4.3.3 Lietzs Pädagogik und die erzieherische Praxis in seinen LEH
2.4.3.4 Seine Weltanschauung
2.4.3.5 Alltag in Lietzs Landerziehungsheimen
2.4.3.6 Landerziehungsheime in der Bundesrepublik Deutschland heute
2.5. Teilresümee zur Reformpädagogik der Vergangenheit
3. Gegenwärtige Kirchliche Arbeit mit Kindern
3.1. Zur Lebenssituation von Kindern in Deutschland
3.2. Bildung und Erziehung am Lernort Gemeinde
3.3. Zur Situation der kirchlichen Arbeit mit Kindern in der EKD
3.3.1. Verschiedene Ansätze und Profile
3.3.1.1 Der Ansatz der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (aej)
3.3.1.2 Leitlinien, Ansichten und Anstöße der Evangelischen Kirche Berlin – Brandenburg
3.3.1.3 Das Profil der Kinder- und Jugendarbeit in der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau (EHKN)
3.4. Teilresümee zur Kirchlichen Arbeit mit Kindern
4. Reformpädagogik von damals und Arbeit mit Kindern heute?
4.1. Parallelen
4.2. Chancen und Grenzen bei der Übertragung reformpädagogischer Ansätze in die Gegenwart
4.3. Beispiele der Verknüpfung gemeindepädagogischer Arbeit mit reformpädagogischen Ideen
4.3.1. „Das ist der Gipfel“ – Ein Partizipationsprojekt der Ev. Kirche von Westfalen
4.3.2. „Der KÜV kommt“ – verantwortliche Beteiligung von Kindern in der Ev. Kirche von Westfalen
4.3.3. „Motzen – Träumen – Klotzen“ Eine Zukunftswerkstatt zur Partizipation in der Ev. Kirche der Pfalz
4.3.4. Kinderparlament – das Projekt eines Kindergartens in der Ev. Kirche der Pfalz
4.3.5. Der Ansatz von „Godly Play“
4.4. Was lässt sich lernen aus der (Geschichte der) Reformpädagogik?
5. Fazit
6. Quellennachweis
6.1. Literaturverzeichnis
6.2. Websites
6.3. Sonstige Materialien
7. Anhang
Die Diplomarbeit untersucht die Potenziale der historischen Reformpädagogik für eine zeitgemäße kirchliche Arbeit mit Kindern. Die zentrale Forschungsfrage liegt darin, inwieweit reformpädagogische Ansätze, Prinzipien und Methoden in die heutige gemeindepädagogische Praxis übertragen werden können, um dort Partizipation, ganzheitliches Lernen und die Selbstständigkeit von Kindern zu fördern.
Die vorbereitete Umgebung
M. geht davon aus, dass das Kind eine angemessene Umgebung zur natürlichen Entwicklung braucht, welche ihm durch den Erwachsenen bereitgestellt werden soll. Diese soll dem Kind als Übungsplatz dienen. Aufwändiges Spielzeug wird daher eher abgelehnt, wichtig erscheinen ihr dagegen kindgerechte, z.T. verkleinerte Alltagsgegenstände und schlichtes, flexibles Mobiliar, dass für die Kinder leicht zu handhaben, aber nicht unzerbrechlich ist. Die Pflege der Gegenstände sollte nach ihren Vorstellungen ebenfalls den Kindern obliegen. Zum einen empfiehlt M. also, den Kindern hauswirtschaftliche Arbeiten anzuvertrauen, die ihnen sonst i.d.R. nicht übergeben werden, ‚ernstzunehmende’ Arbeiten also (Anmerkung U.T.), zum andern soll den Kindern wissenschaftlich entwickeltes Material an die Hand gegeben werden, von dem das Kind das ihm instinktiv geeignet erscheinende für seine derzeitige sensible Entwicklungsphase auswählen kann.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit und Möglichkeiten, sich mit reformpädagogischen Konzepten auseinanderzusetzen, um Impulse für die gemeindliche Arbeit mit Kindern zu gewinnen.
2. Reformpädagogik in ihrer „Blütezeit“: Dieses Kapitel gibt einen umfassenden Überblick über die historischen Hintergründe, gesellschaftlichen Strömungen (wie Frauen- und Jugendbewegung) sowie zentrale reformpädagogische Konzepte (Montessori, Landerziehungsheime, Waldorf, Arbeitsschule).
3. Gegenwärtige Kirchliche Arbeit mit Kindern: Es wird die heutige Lebenssituation von Kindern analysiert und exemplarisch anhand von Profilen und Leitlinien verschiedener Landeskirchen (EKD, EKHN) aufgezeigt, wie Kirche aktuell auf die Bedürfnisse von Kindern reagiert.
4. Reformpädagogik von damals und Arbeit mit Kindern heute?: Dieses Kapitel setzt die historischen Ansätze in Bezug zur heutigen Arbeit, reflektiert Parallelen sowie Chancen und Grenzen der Übertragung und stellt konkrete Praxisbeispiele (wie Partizipationsprojekte) vor.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über das Potenzial der Reformpädagogik als Impulsgeber für eine verbesserte, kindgerechtere kirchliche Praxis.
6. Quellennachweis: Zusammenstellung der verwendeten Literatur, Websites und sonstiger Materialien.
7. Anhang: Ergänzende Informationen und Materialien, insbesondere zu Godly Play und den Zehn Bausteinen der EKHN.
Reformpädagogik, Maria Montessori, Gemeindepädagogik, Kindheit, Partizipation, Erziehung, Arbeitsschule, Landerziehungsheim, kirchliche Kinderarbeit, Bildung, Selbstständigkeit, Ganzheitlichkeit, Kindesrechte, Religiosität, soziale Bewegung.
Die Arbeit untersucht die historische Reformpädagogik und prüft, inwiefern deren Konzepte und Ansätze heute als Impulsgeber für eine moderne, partizipationsorientierte kirchliche Arbeit mit Kindern dienen können.
Die Arbeit umfasst die historische Entwicklung der Reformpädagogik, die Analyse gegenwärtiger Kindheitskonzepte, eine Untersuchung kirchlicher Arbeitsprofile sowie eine kritische Reflexion über die Übertragbarkeit reformpädagogischer Ideen in die Gemeindepraxis.
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten zwischen reformpädagogischen Modellen und heutiger kirchlicher Praxis aufzudecken, um durch "Perspektivenwechsel" eine kindgerechtere und qualitativ hochwertigere Arbeit in Gemeinden zu ermöglichen.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse historischer pädagogischer Quellen, kombiniert mit der Untersuchung aktueller kirchensynodaler Dokumente und konkreter Praxisberichte aus verschiedenen Landeskirchen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Aufarbeitung der reformpädagogischen Ära (Montessori, Lietz, Steiner etc.) und eine anschließende Gegenüberstellung mit der aktuellen kirchlichen Jugendarbeit, ergänzt durch spezifische Partizipationsbeispiele.
Wichtige Begriffe sind Reformpädagogik, Partizipation, Kindheit, Gemeindepädagogik, ganzheitliche Bildung, Eigenständigkeit und christliche Erziehung.
Es dient als praktisches Beispiel für den "Godly Play"-Ansatz, der reformpädagogische Elemente der Montessori-Pädagogik in die religionspädagogische Praxis integriert.
Er fungiert als konkretes, von Kindern entwickeltes Partizipationsprojekt in Westfalen, das zeigt, wie Kinder ihre eigene Lebenswelt in der Kirche aktiv mitgestalten und prüfen können.
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