Diplomarbeit, 2002
130 Seiten, Note: 1,7
EINLEITUNG
1 MARKENTERMINUS
1.1 Die Marke und ihre Ursprünge
1.2 Definition der Marke
1.2.1 Juristischer Definitionsansatz
1.2.2 Funktionen und Merkmale von Marken
1.3 Zusammenhang von Marke und Image
1.4 Schlussbetrachtungen zur Marke
2 DAS MARKENIMAGE
2.1 Definition des Images
2.1.1 Allgemeiner Definitionsansatz
2.1.2 Markengeprägter Definitionsansatz
2.1.2.1 Identitätsgestaltung, Image, Markenpersönlichkeit
2.2 Das Konsumentenverhalten
3 DER IMAGETRANSFER
3.1 Definition des Imagetransfers
3.1.1 Psychologischer Definitionsansatz des Imagetransfers
3.1.2 Wesentliche Merkmale des Imagetransfers
3.2 Imagetransferstrategien
3.2.1 Produktaufladung durch den Transfer eines unabhängigen Images
3.2.2 Übertragung des Firmen- bzw. Markenimages auf ein neues Produkt
3.2.2.1 Identifikationsstrategie
3.2.2.2 Integrationsstrategie
3.2.2.3 Desintegrationsstrategie
3.2.2.4 Isolationsstrategie
3.2.3 Imagetransfer zwischen unterschiedlichen Produktklassen
3.2.4 Product Line Extension und Diversifikationsstrategie
3.2.5 Sponsoring – Transfer des Erfolgs
3.2.6 Transfer auf ein Nachfolgeprodukt
3.2.7 Der weitgreifende Imagetransfer
3.2.7.1 Imagetransfer durch gemeinsamen Produkt-Marken-Auftritt
3.3 Mögliche Zielsetzungen des Imagetransfers
3.3.1 Die Reduktion von Markteintrittsbarrieren
3.3.2 Die vereinfachte Erschließung von (Auslands-) Märkten
3.3.3 Die Erhöhung der Marketingeffizienz
3.3.4 Die Ausbeutung einer Marke
3.3.5 Imagetransfer zur Unterstützung der Marke
3.3.6 Werbemöglichkeit trotz Werbebeschränkung
3.3.7 Der Schutz des Markenzeichens
3.3.8 Die Steigerung des immateriellen Firmenwertes
3.4 Imagetransfer und seine Blüten
3.4.1 Verwechslung oder der ungewollte Transfer
3.4.2 Imagetransfer durch gemeinsamen Produkt-Marken-Auftritt
3.4.3 Imagetransfer durch Piraterie und Plagiate
3.4.4 Die Lizenzierung
3.4.5 Schadensbilanz des ungewollten Imagetransfers
3.4.6 Imagetransfer und Markenterrorismus
3.5 Imagetransfer im Marketing-Mix
3.5.1 Produktpolitik
3.5.2 Kommunikationspolitik
3.5.3 Preispolitik
3.5.4 Distributionspolitik
3.6 Erfolgsprognosen des Imagetransfers
3.6.1 Zusammenhang zwischen Marken- und Konsumentenpersönlichkeit; Transfermodell nach Schweiger
3.6.2 Bestimmung der Kongruenz zwischen Stamm- und Transferprodukt
4 SCHLUSSBETRACHTUNG ZUM IMAGETRANSFER
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über gängige theoretische Ansätze und die praktische Relevanz des Themenkomplexes Image und Imagetransfer zu geben, um daraus offene Forschungsfragen für interdisziplinäre Projekte abzuleiten.
3.2.1 Produktaufladung durch den Transfer eines unabhängigen Images
Unabhängiges Image soll hier so verstanden werden, dass es sich um ein bereits bestehendes handelt, welches auf ein Produkt übertragen werden kann. Ein bestehendes Image kann beispielsweise das einer bekannten Sportart, eines Testimonials oder eines Landes/Landstrichs sein (Polo, Michael Schumacher, Bodenseebutter...).
Die Aufgabe des Unternehmens liegt nun darin, einen assoziativen Zusammenhang zwischen dem bestehenden Image und dem vorgesehenen Produkt herzustellen. Im günstigsten Fall geht die gesamte Emotionalität, welche mit dem Image verbunden ist, auf das Produkt über (vorausgesetzt, der Kunde akzeptiert die Assoziationskette).
Es stehen vor allem zwei Arten der Übertragung zur Verfügung:
(1) Herstellung eines assoziativen Zusammenhangs durch einen gemeinsamen Auftritt (des Imageträgers und des Produktes) in der Werbung
(2) Herstellung eines assoziativen Zusammenhangs durch die Umschreibung oder Benennung eines Produkts (eine direkte Namensgebung oder Hinzufügung eines solchen)
Im ersten Fall handelt es sich um die Verwendung eines bestimmten Umfeldes, in dem das Produkt gezeigt wird. Hier wäre beispielhaft der Cowboy im Zusammenhang mit Marlboro zu nennen. Das allgemeine, unabhängige Image des Cowboys (als ein „[...] almost universal symbol of admired masculinity...successful man who used to work with his hands.“) wird von Marlboro gezielt genutzt, um der Zigarette ein neues Image zu verschaffen. Die zu Beginn (1947) als Frauenzigarette positionierte Marke soll mit ihrem neuen Image nicht etwa die Zielgruppe wechseln, sondern vielmehr diese auf neuem Wege bewerben. Man ging davon aus, dass Frauen mit dem Cowboy eine gewisse romantische Verklärung verbinden würden („To many woman we believe it will suggest a romantic past“) und zudem zu „Männerprodukten“ tendieren („[...] that woman often tend to buy what they consider a man’s cigarette.“).
EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Bedeutung von Marken im gesättigten Markt und stellt den Imagetransfer als notwendige Strategie zur Steigerung der Markenaufnahmebereitschaft vor.
1 MARKENTERMINUS: Dieses Kapitel definiert die Marke als Weiterentwicklung der reinen Warenkennzeichnung und beleuchtet ihre historischen Ursprünge sowie psychologischen Funktionen für Anbieter und Konsumenten.
2 DAS MARKENIMAGE: Hier wird der Imagebegriff als komplexes, multidimensionales Konstrukt hergeleitet, das als Orientierungshilfe im Konsumentenverhalten fungiert und durch Lifestyle-Aspekte geprägt ist.
3 DER IMAGETRANSFER: Das Hauptkapitel untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Strategien des Imagetransfers, beleuchtet Zielsetzungen wie die Reduktion von Eintrittsbarrieren und analysiert die Auswirkungen auf den Marketing-Mix.
4 SCHLUSSBETRACHTUNG ZUM IMAGETRANSFER: Die Schlussbetrachtung fasst die Relevanz des Imagetransfers als konstanten Aktivposten im Marketing zusammen, betont jedoch die Komplexität bei der Planung und Erfolgsbewertung durch existenzielle Risiken für die Stammmarke.
Marke, Image, Imagetransfer, Markenmanagement, Konsumentenverhalten, Sponsoring, Marketing-Mix, Markenpersönlichkeit, Markentransfer, Identitätsgestaltung, Markenpiraterie, Produktdifferenzierung, Markteintrittsbarrieren, Brand Milking, Markenartikel.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem wissenschaftlichen Phänomen des Imagetransfers, bei dem Markenattribute oder -images auf andere Produkte oder Produktkategorien übertragen werden, um diese im Markt zu positionieren.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Marken und Image, die Strategien des Imagetransfers (wie Sponsoring oder Identifikationsstrategien) sowie die Auswirkungen auf den Marketing-Mix und die rechtlichen Rahmenbedingungen.
Ziel ist es, einen Überblick über gängige Theorieansätze zu geben und die praktische Relevanz von Image und Imagetransfer aufzuzeigen, um Probleme bei der strategischen Implementierung zu identifizieren.
Die Arbeit nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus der Wirtschaftsimagologie, Verhaltenspsychologie, Soziologie und Betriebswirtschaftslehre kombiniert.
Der Hauptteil analysiert detailliert Definitionen von Image und Imagetransfer, verschiedene Transferstrategien, mögliche Zielsetzungen für Unternehmen sowie Risiken wie ungewollten Transfer und Markenterrorismus.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Imagetransfer, Markenmanagement, Konsumentenverhalten, Markenpersönlichkeit, Produktdifferenzierung und Marketing-Mix definiert.
Der Autor steht dieser Strategie skeptisch gegenüber, da sie langfristig zu Markenerosionserscheinungen führen kann und den Markenwert eher schmälert als langfristig aufbaut.
Aufgrund der komplexen Interdependenzen zwischen dem Stamm- und dem Transferprodukt erfordert die horizontale und vertikale Abstimmung der Marketinginstrumente eine hohe Sensibilität, um die Glaubwürdigkeit der Marke nicht zu gefährden.
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