Examensarbeit, 2008
70 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1 Zentrale Fragestellungen
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Die Epoche der Romantik
2.1 Begriffsklärung
2.2 Theoretische, philosophische und praktische Einflüsse des 18. Jahrhunderts
2.3 Gesellschaftliche und politische Verhältnisse in Deutschland und Frankreich um 1800
2.4 Romantische Ideale
2.5 Das Verständnis von Künstler und Malerei um 1800
2.5.1 Das Aufkommen des Subjektivismus in der Kunst
2.5.2 Der neue Zugang zur Malerei
3. Menschenbild und Personendarstellung bei Caspar David Friedrich
3.1 Gezeichnete Selbstbildnisse von Caspar David Friedrich
3.2 Bildbeschreibung des Gemäldes „Der Mönch am Meer“
3.3 Funktion von Staffagefiguren
3.4 Rückenfiguren im Werk von Caspar David Friedrich
3.4.1 Formale Überlegungen
3.4.2 Inhaltliche Überlegungen
3.5 Staffagefiguren als Selbstbildnisse Caspar David Friedrichs
4. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Personendarstellung im Werk von Caspar David Friedrich, um daraus Rückschlüsse auf sein Menschenbild zu ziehen. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, in welcher Weise Personen auf seinen Gemälden dargestellt werden und welches Menschenbild durch diese Art der Darstellung zum Ausdruck gebracht wird, wobei auch die historischen und gesellschaftlichen Bedingungen der Epoche der Romantik berücksichtigt werden.
Bildbeschreibung des Gemäldes „Der Mönch am Meer“
„[…] so will ich ihnen eine meiner Beschreibungen mitteilen über eins meiner Bilder, so ich unlängst vollendet habe; oder eigentlich meine Gedanken über ein Bild, denn Beschreibung kann es wohl nicht genannt werden. Es ist nämlich ein Seestück, vorne ein öder sandiger Strand, dann das bewegte Meer und so die Luft. Am Strande geht tiefsinnig ein Mann im schwarzen Gewande; Möwen fliegen ängstlich schreiend um ihn her, als wollten sie ihn warnen, sich nicht auf ungestümes Meer zu wagen.[…]“
So beschreibt Caspar David Friedrich selbst in einem undatierten Brief, der vermutlich um 1809 verfasst wurde, sein Gemälde „Der Mönch am Meer“. Das Bild ist zwischen 1809 und 1810 entstanden und zusammen mit dem Gemälde „Abtei im Eichwald“, das Friedrich zur gleichen Zeit gemalt hat, eines der bedeutendsten und revolutionärsten Werke des Malers. Heute hängt es, ebenso wie die „Abtei im Eichwald“, in der Alten Nationalgalerie in Berlin. Beide Bilder waren die bis dahin großformatigsten, die Friedrich je gemalt hatte.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Caspar David Friedrich im Kontext der Romantik, stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Menschenbild in seinem Werk und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Die Epoche der Romantik: Dieses Kapitel definiert den Begriff Romantik und analysiert die philosophischen, gesellschaftlichen sowie politischen Einflüsse des 18. Jahrhunderts, die das neue Künstlerverständnis und den Subjektivismus um 1800 prägten.
3. Menschenbild und Personendarstellung bei Caspar David Friedrich: Der Hauptteil untersucht detailliert Friedrichs gezeichnete Selbstbildnisse, die Rückenfiguren als zentrales Gestaltungselement sowie die Funktion der Staffagefiguren zur Vermittlung religiöser und weltanschaulicher Inhalte.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Personendarstellung zusammen und reflektiert die langfristige Bedeutung und Wiederentdeckung von Friedrichs Werk für die Moderne.
Caspar David Friedrich, Romantik, Personendarstellung, Menschenbild, Rückenfigur, Subjektivismus, Landschaftsmalerei, Staffagefigur, Religiöse Symbolik, Erhabenes, Kunstgeschichte, Zeitgeist, Identifikation, Naturerfahrung, Bildkomposition
Die Arbeit analysiert das Menschenbild im Werk von Caspar David Friedrich durch eine detaillierte Betrachtung seiner Personendarstellungen, insbesondere der Rückenfiguren.
Die Arbeit behandelt die Epoche der Romantik, das Aufkommen des Subjektivismus in der Kunst um 1800 sowie spezifische malerische Techniken Friedrichs, wie den Einsatz von Rücken- und Staffagefiguren.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Friedrich durch die spezifische Darstellung von Personen in der Landschaft sein religiöses Weltbild und die gesellschaftlichen Spannungen seiner Zeit reflektiert.
Es handelt sich um eine kunsthistorische Untersuchung, die auf der Analyse von Gemälden, Selbstbildnissen, zeitgenössischen Quellen und theoretischen Schriften der Romantik basiert.
Der Hauptteil widmet sich der eingehenden Analyse von Friedrichs gezeichneten Selbstbildnissen sowie der Funktion und inhaltlichen Bedeutung seiner berühmten Rückenfiguren.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Romantik, Rückenfigur, Subjektivismus, Landschaftsmalerei, religiöse Symbolik und Selbstbildnis.
Es dient als zentrales Fallbeispiel, um die formale Neuerung der Bildkomposition und die Rolle der einsamen Rückenfigur als Medium der Identifikation und Reflexion zu verdeutlichen.
Dies begründet sich durch die Reflexion des Malers über sich selbst, den Ausdruck seiner religiösen Weltanschauung und die physische Ähnlichkeit der dargestellten Figuren mit überlieferten Porträts des Künstlers.
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