Bachelorarbeit, 2020
25 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1.1.Forschungsfrage
1.2. Forschungsstand
1.3. Problemstellung
2. Theoretische Annäherung an die Sicherheit
2.1. Theoretisches Modell der Pariser Schule und forschungsleitende Hypothesen
2.2. Die Versicherheitlichung von Migration
3. Methodische Herangehensweise: Kritische Inhaltsanalyse in Orientation an Philipp Mayrings Modell
3.1. Von der EES in 2003 zur Globalen Sicherheitsstrategie für Außen- und Sicherheitspolitik von 2016
3.2. Migration als Sicherheitsproblem - Die Globale Sicherheitsstrategie für Außen- und Sicherheitspolitik
3.3. Die Kategorisierung von Migration in der EUGS
3.4. Innere und äußere Sicherheit
3.5. Die Resilienz der EU
3.6. Irreguläre Migration
4. Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit der sicherheitspolitische Diskurs der Europäischen Union zur irregulären Migration dazu dient, die EU als Akteur der inneren Sicherheit zu legitimieren. Dabei wird analysiert, wie Migration mit Sicherheitsfragen verknüpft wird und welche strategischen Ziele die EU in diesem Zusammenhang verfolgt.
Die Versicherheitlichung von Migration
Für diese Untersuchung stehen die Fragen im Vordergrund, wie Migration zu einem Sicherheitsproblem gemacht wird, was überhaupt gesichert werden soll und was die spezifischen Konsequenzen sind, wenn man sich darauf einigt, dass etwas eine Bedrohung darstellt, sowie auch vor wem oder was wir uns schützen müssen. Wer ist der oppositionelle Andere? Wo ziehen wir unsere Grenzen und wie sollen diese in einem sozialen, politischen und ökonomischen Rahmen organisiert sein (Hermann, 2017: 11)? Diese Fragen ermöglichen es, symbolische Macht und Felddynamiken und -verläufe zu analysieren.
Denn die Benennung und Einrahmung von Bedrohungen in einem Sicherheitsdiskurs ist ein politischer Akt und Teil eines mehrdimensionalen politischen Prozesses, der eine symbolische Dominanz hinsichtlich der Legitimität der getroffenen Maßnahmen impliziert. „Je nach Machtverhältnissen werden die Maßnahmen und routinemäßigen Praktiken als Gewalt, Unsicherheit oder Sicherheit oder sogar als Mangel an Chancen und Schicksal bezeichnet“ (Bigo et al., 2018: 11). Dies verweist darauf, dass Sicherheit nicht integral und absolut als eine Teildisziplin der Sicherheitsforschung mit einem eigenen Regelwerk existiert (vgl. Balzacq et al., 2015: 497). Im Gegenteil sind die Kontinuitäten und Widersprüche an den Sicherheitsansprüchen in der Kommunikation von zum Beispiel den EU-Institutionen zum relevanten Publikum entscheidend für die kollektive Versicherheitlichung (Balzacq et al., 2015: 500).
Einleitung: Die Einleitung diagnostiziert die vielfältigen Krisen der EU ab 2016 und führt in die Thematik der Versicherheitlichung von Migration als Antwort auf das wahrgenommene Bedrohungsszenario ein.
2. Theoretische Annäherung an die Sicherheit: Dieses Kapitel verankert die Arbeit theoretisch in der Pariser Schule der Sicherheitsforschung und definiert zentrale Konzepte wie Securitization und die soziale Konstruktion von Bedrohungen.
3. Methodische Herangehensweise: Kritische Inhaltsanalyse in Orientation an Philipp Mayrings Modell: Hier wird das methodische Vorgehen dargelegt, um diskursive Praktiken und Sicherheitsstrategien der EU im Zeitraum ab 2015 qualitativ zu analysieren.
4. Ausblick: Der Ausblick resümiert, dass die Versicherheitlichung von Migration als Strategie dient, um die Souveränität der EU zu festigen, warnt jedoch vor den langfristigen humanitären und politischen Folgen der gewaltorientierten Grenzregime.
Versicherheitlichung, Europäische Union, Migration, Grenzregime, Sicherheitsstrategie, EUGS, Resilienz, Identitätspolitik, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Grenzmanagement, Diskursanalyse, Problemlöser, Souveränität, Irreguläre Migration.
Die Arbeit analysiert, wie die Europäische Union Migrationsprozesse zunehmend als Sicherheitsbedrohung definiert, um sich selbst als handlungsfähiger Akteur der inneren Sicherheit zu positionieren.
Die zentralen Themen sind die Versicherheitlichung (Securitization) von Migration, die Ausweitung des europäischen Grenzregimes und die Rolle der Globalen Sicherheitsstrategie (EUGS).
Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu verstehen, wie der sicherheitspolitische Diskurs der EU es ermöglicht, sich trotz interner Krisen als Problemlöser der inneren Sicherheit zu etablieren.
Die Untersuchung basiert auf einer theoriegeleiteten, qualitativen Inhaltsanalyse, die sich an dem Modell von Philipp Mayring orientiert.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Rahmung durch die Pariser Schule, der Analyse von Sicherheitsstrategien wie der EUGS und der Rolle von Begriffen wie Resilienz bei der Steuerung von Migration.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Versicherheitlichung, EUGS, Grenzregime, Resilienz, Identitätspolitik und Migrationsmanagement.
Die Unterscheidung dient der Konstruktion eines schützenswerten inneren Raums gegenüber einem als riskant definierten Außen, wodurch Machtdispositive und Kontrollmechanismen legitimiert werden.
Das Abkommen wird als Beispiel für die Externalisierung von Verantwortung und die Auslagerung des Migrationsmanagements an Drittstaaten gewertet, um die eigene Handlungsfähigkeit der EU zu suggerieren.
Die Pariser Schule bietet den theoretischen Zugang, um Sicherheit als soziologisches Produkt von Aushandlungsprozessen zu verstehen, statt sie als objektive Gegebenheit zu betrachten.
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