Bachelorarbeit, 2020
59 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
Methodik
1 Verkehrspolitik
2 Externe Effekte
2.1 Kategorien der negativen externen Effekte
2.2 Übersicht für Deutschland
2.2.1 Unfallkosten
2.2.2 Kosten der Luftverschmutzung
2.2.3 Kosten durch die Beschleunigung des Klimawandels
2.2.4 Kosten der Geräuschemission
2.2.5 Staukosten
2.2.6 Kosten der Herstellung der Antriebsenergie
2.2.7 Kosten durch Verlust an natürlichem Lebensraum
2.2.8 Sonstige externe Kosten
3 Analyse der deutschen Verkehrspolitik
3.1 Entwicklung der Verkehrspolitik und Infrastruktur in Deutschland
3.1.1 Anfänge der modernen Verkehrspolitik und Verlauf bis zum zweiten Weltkrieg
3.1.2 Nach dem zweiten Weltkrieg
3.2 Bahnreform 1994
3.2.1 Neuer Wettbewerb
3.2.2 Rationalisierung
3.2.3 Globale Geschäfte
3.2.4 Hochgeschwindigkeitsstrecken
3.2.5 Anschluss deutscher Städte an den Fernverkehr der Deutschen Bahn
3.3 Verkehrsprojekte Deutsche Einheit
3.4 Zustand von Straße und Schiene
3.5 Zukünftige Verkehrspolitik
3.5.1 Zukünftige Mobilitätsentwicklung
3.5.2 Klimaschutzprogramm 2030
3.5.3 Bundesverkehrswegeplan 2030
3.6 Kommunales ÖPNV-Beispiel München
3.6.1 Verkehrsgeschichte
3.6.2 Aktuelle und zukünftige Verkehrspolitik Münchens
4 Bewertung
Schluss
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung, den gegenwärtigen Zustand sowie die zukünftigen Herausforderungen der Verkehrspolitik und -infrastruktur in Deutschland mit einem Fokus auf dem Schienenpersonenverkehr. Zentral ist die Frage nach der Effektivität staatlicher Maßnahmen zur Erreichung der Klimaschutzziele und einer nachhaltigen Verkehrsverlagerung.
2.2.5 Staukosten
Öffentliche Straßen fallen in die Kategorie der unreinen öffentlichen Güter, auch Allmende-güter genannt, da ihre Nutzung jedem zur Verfügung steht, jedoch auch eine Rivalität auftreten kann. So bilden sie in der Fachliteratur oftmals ein Beispiel für die Problematik einer Übernutzung durch den Unterschied der sozialen und privaten Grenzkosten. Die den Verkehrsteilnehmer direkt betreffenden Kosten sind seine Betriebs- und Zeitkosten. Die Kosten der anderen aus seinem Handeln, das infinitesimal größere Verkehrsaufkommen und somit längere Fahrzeit für alle anderen Verkehrsteilnehmer, sind nicht Teil seines rationalen Entscheidungsprozesses, ob er die Straße befahren wird (vgl. Schroten, 2019, S.32).
Beispielhaft kann hier die Donnersbergerbrücke im westlichen Teil des Mittleren Rings in München betrachtet werden (Abbildung 7). Mit durchschnittlich 142.000 Kraftfahrzeugen innerhalb von 24 Stunden (gerechnet für beide Fahrtrichtungen) pro Werktag, ist diese Überquerung über die Münchner Eisenbahnstammstrecke die meistbefahrene nicht als Autobahn ausgebaute Straße in München. Stärker belastet sind nur noch ausgewählte Autobahnabschnitte im äußeren Stadtbereich.
1 Verkehrspolitik: Definition der Verkehrspolitik als politisch motivierte Gestaltung des Sektors und Beschreibung des Spannungsfeldes zwischen marktwirtschaftlichen Anforderungen und staatlicher Lenkung.
2 Externe Effekte: Erläuterung des ökonomischen Konzepts externer Effekte im Verkehrssektor und Kategorisierung der Schäden, die der Allgemeinheit durch den Verkehr entstehen.
3 Analyse der deutschen Verkehrspolitik: Detaillierte Betrachtung der historischen Entwicklung, der Auswirkungen der Bahnreform 1994 sowie des Zustands und der zukünftigen Ausrichtung der Infrastruktur unter Einbeziehung des Beispiels München.
4 Bewertung: Kritische Einschätzung der deutschen Verkehrspolitik, der Effektivität staatlicher Investitionen und der Herausforderungen für eine nachhaltige Verkehrswende.
Verkehrspolitik, Deutsche Bahn, Infrastruktur, externe Effekte, Klimaschutz, Schienenverkehr, Personenverkehr, Mobilität, Staukosten, Stadtentwicklung, Bundesverkehrswegeplan, Nachhaltigkeit, ÖPNV, Bahnreform 1994, Verkehrsverlagerung.
Die Bachelorarbeit analysiert die Entwicklung, den aktuellen Zustand und die Zukunftsperspektiven der deutschen Verkehrspolitik unter besonderer Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Faktoren.
Zentrale Themen sind die ökonomische Bewertung externer Effekte des Verkehrs, die historische Infrastrukturentwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg, die Auswirkungen der Bahnreform 1994 sowie die aktuelle Klimaschutzstrategie im Verkehrssektor.
Ziel ist es, kritisch zu bewerten, wie erfolgreich die Bundesregierung beim Erreichen ihrer definierten verkehrspolitischen Ziele ist, insbesondere in Bezug auf die angestrebte Verkehrsverlagerung auf die Schiene.
Es erfolgt eine deskriptive und analytische Aufarbeitung auf Basis von Daten staatlicher Institutionen, Fachbüchern, historischen Aufzeichnungen sowie der Auswertung von Statistiken und Modellen, etwa zur Quantifizierung externer Kosten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in externe Effekte, eine umfassende Analyse der historischen und modernen Verkehrspolitik in Deutschland sowie eine detaillierte Untersuchung der kommunalen Verkehrspolitik am Beispiel München.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Verkehrspolitik, externe Effekte, Schienenverkehr, Klimaschutz, Bahninfrastruktur, Mobilität und Verkehrsverlagerung.
München dient als Fallbeispiel für eine wachsende deutsche Großstadt, um das Spannungsfeld zwischen Stadtwachstum, knappen Infrastrukturkapazitäten und den Möglichkeiten einer nachhaltigen Verkehrsplanung zu illustrieren.
Der Autor sieht in der aktuellen Ausgestaltung des Privatisierungsmodells Systemfehler, die zu einer Netzvernachlässigung und einer zu starken Konzentration auf gewinnmaximierende Verbindungen auf Kosten der Fläche führen.
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