Masterarbeit, 2020
184 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Konzepte der Achtsamkeit
2.1.1 Individuelle Achtsamkeit
2.1.2 Organisationale Achtsamkeit
2.1.3 Wirkmechanismen in Unternehmen
2.1.4 Maßnahmen zur Förderung eines achtsamen Verhaltens
2.1.5 Gesundheitsförderliche Auswirkungen von Achtsamkeit
2.2 Konzepte der Resilienz
2.2.1 Individuelle Resilienz
2.2.2 Organisationale Resilienz
2.2.3 Wirkmechanismen in Unternehmen
2.2.4 Maßnahmen zur Förderung von resilientem Verhalten
2.2.5 Gesundheitsförderliche Auswirkungen von Resilienz
2.3 Zusammenhang zwischen Achtsamkeit und Resilienz und deren Wirkung auf die Ressourcenbildung
2.4 Ableitung weiterer Forschungsfragen
3. Methodik
3.1 Konzeption der empirischen Untersuchung
3.1.1 Forschungsdesign
3.1.2 Gütekriterien qualitativer Forschung
3.1.3 Entwicklung der Erhebungsmethode
3.2 Stichprobe der qualitativen Studie
3.2.1 Auswahl der Stichprobe
3.2.2 Gewinnung von Interviewpartner
3.3 Datenerhebung
3.3.1 Voruntersuchung
3.3.2 Durchführungssystematik
3.3.3 Erfassung
3.4 Auswertung und Interpretation des Untersuchungskonzeptes
3.4.1 Qualitative Inhaltsanalyse
3.4.2 Computergestützte Auswertung
4. Ergebnisse der qualitativen Studie
4.1 Betriebliche Gesundheitsförderung
4.1.1 Gesundheitsverständnis von Unternehmen
4.1.2 Mehrwert eines betrieblichen Gesundheitsmanagements
4.1.3 Leistungsindikatoren
4.2 Personale Ressourcen als Determinanten eines achtsamen und resilienten Verhaltens
4.2.1 Gesundheitsrelevantes Verhalten
4.2.2 Persönlichkeitsmerkmale
4.3 Resilienz
4.3.1 Positive Einstellung
4.3.2 Protektive Faktoren
4.3.3 Selbstreflektion und emotionale Stabilität
4.4 Achtsamkeit
4.4.1 Emotionsregulation
4.4.2 Kognitive Neubewertung
4.4.3 Entschleunigung
4.5 Voraussetzungen zur Implementierung
4.5.1 Unternehmenskultur
4.5.2 Führungsverhalten
4.5.3 Verantwortungsbewusstsein
4.5.4 Bedarfsorientierte Maßnahmen
5. Diskussion
5.1 Überblick und Interpretation der Forschungsergebnisse
5.2 Handlungsempfehlungen zur Ressourcenentwicklung
5.3 Einschränkungen der empirischen Aussagekraft
5.4 Implikationen für die weitere Forschung
Die Forschungsarbeit untersucht, inwieweit das Konzept der Achtsamkeit und Resilienz zur Entwicklung personaler Ressourcen in Unternehmen beiträgt, um Belastungen abzufedern und die Gesundheit sowie Leistungsfähigkeit langfristig zu sichern.
2.1.1 Individuelle Achtsamkeit
Eine Voraussetzung, um diese Untersuchung fundiert und zielgerichtet voranzutreiben, ist die wissenschaftliche Definition von Achtsamkeit und ihre Einbettung in vorhandene psychologische Theorien, da Achtsamkeit als spirituelles Konzept ohne theoretische Einbettung aus der buddhistischen Tradition entlehnt wurde (vgl. Heidenreich et al. 2020, S. 27). Ein einheitlicher Konsens über die Definition von Achtsamkeit bzw. eine organisationswissenschaftliche Theorie der Achtsamkeit besteht jedoch keineswegs (vgl. Bauer 2019, S. 101). Je nach psychologischer Fachrichtung wählen Wissenschaftler unterschiedliche Konzepte zur theoretischen Einbettung (vgl. Schraud 2019, S. 43; vgl. Michalak; Meibert; Heidenreich 2018, S. 24). Da sich jedoch die buddhistische Lehre und die westliche Psychologie in wesentlichen Zielsetzungen unterscheiden, betonen einige Autoren die Spannungsverhältnisse, die sich aus der Übernahme des Konzepts der Achtsamkeit ergeben (vgl. Rose; Walach 2009, S. 35). Aufgrund der weitgehenden Erkenntnisleere hinsichtlich der Wirkmechanismen von Achtsamkeit, ist auch unklar, inwieweit ein Verzicht auf solche Aspekte das Potential achtsamkeitsbasierter Ansätze einschränkt (vgl. Bauer 2019, S. 101). Losgelöst von expliziten Bezügen auf spirituelle Hintergründe wird Achtsamkeit in dieser Studie als Ansatz im Umgang mit Stress und zur Förderung der Gesundheit eingesetzt (vgl. Heidenreich et al. 2020, S. 26).
Nach Kabat-Zinn (1990, S. 47) wird Achtsamkeit (Mindfulness) als ein spezifischer und trainierbarer Bewusstseinszustand verstanden, der auf das direkte und nicht wertende Gewahrsein dessen abzielt, was in jedem augenblicklichen Moment geschieht (vgl. Heidenreich; Michalak 2003, S. 264). Achtsamkeit beschreibt eine Bewusstseinshaltung, die sich dadurch auszeichnet, dass ein Individuum ganz im Modus des Präsenzerlebens ist und eine Situation folglich so objektiv wie möglich wahrnimmt, ohne sich dabei zu potenziell unbewusst ablaufenden bewertenden Interpretationen hinreißen zu lassen (vgl. Kohls; Berzlanovich; Sauer 2013, S. 163). Zudem charakterisiert es eine Form der Aufmerksamkeitslenkung auf den aktuellen Moment, was bedeutet, dass eine Person sich im Kontakt mit dem gegenwärtigen Augenblick befindet und nicht in Erinnerungen oder Zukunftsplanungen gefangen ist (vgl. Kumar Nehra et al. 2013, S. 200 ff.). Eine gesteigerte Aufmerksamkeit gegenüber den eigenen affektiven Reaktionen erleichtert die Bewältigung von negativen Emotionen, da diese frühzeitig erkannt werden (vgl. Soucek et al. 2018, S. 6).
1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Relevanz der Untersuchung von Achtsamkeit und Resilienz als personale Ressourcen zur Bewältigung von Stress und Belastung in einer VUCA-Arbeitswelt.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die wissenschaftlichen Konzepte der Achtsamkeit und Resilienz sowie deren Wirkmechanismen und gesundheitsförderliche Auswirkungen im organisationalen Umfeld.
3 Methodik: Hier wird das explorative, qualitativ orientierte Forschungsdesign mittels teilstrukturierter Experteninterviews zur Gewinnung neuer Erkenntnisse vorgestellt und begründet.
4 Ergebnisse der qualitativen Studie: Dieser Hauptteil präsentiert die empirischen Befunde hinsichtlich des betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie der Determinanten für ein achtsames und resilientes Verhalten.
5 Diskussion: Im abschließenden Kapitel werden die Forschungsergebnisse interpretiert, Handlungsempfehlungen abgeleitet sowie die methodische Aussagekraft kritisch reflektiert und zukünftiger Forschungsbedarf aufgezeigt.
Achtsamkeit, Resilienz, personale Ressourcen, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Stressbewältigung, kognitive Neubewertung, psychische Belastungen, Unternehmenskultur, Führungsverhalten, qualitative Forschung, Experteninterviews, Eigeninitiative, Selbstwirksamkeit, Emotionsregulation, Entschleunigung.
Die Arbeit untersucht die Relevanz von Achtsamkeit und Resilienz als zentrale Faktoren zur Entwicklung personaler Ressourcen, um Mitarbeitern in Unternehmen zu helfen, besser mit arbeitsbezogenen Belastungen und Stress umzugehen.
Die zentralen Themenfelder umfassen die theoretischen Konzepte von Achtsamkeit und Resilienz, deren Wirksamkeit bei der Stressregulation, Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung im Betrieb sowie die Rolle der Führungskräfte.
Die zentrale Frage lautet, inwieweit das Konzept der Achtsamkeit und Resilienz zur Ressourcenentwicklung im Unternehmen beitragen kann und inwiefern Achtsamkeit einen geeigneten Ansatzpunkt darstellt, um resilientes Verhalten zu fördern und emotionale Erschöpfung zu mindern.
Es handelt sich um eine explorative, qualitative Untersuchung, bei der teilstrukturierte Experteninterviews als primäres Erhebungsinstrument genutzt wurden, um tiefgreifende Einblicke in die betriebliche Praxis zu erhalten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Analyse der Konstrukte sowie die Auswertung der qualitativen Expertenstudie, in der verschiedene Aspekte wie das Gesundheitsverständnis, der Mehrwert des BGM, personale Ressourcen und Implementierungsvoraussetzungen detailliert beleuchtet werden.
Zu den prägenden Schlagworten gehören Achtsamkeit, Resilienz, personale Ressourcen, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Stressbewältigung und kognitive Neubewertung.
Die Arbeit betont, dass Führungskräfte eine Schlüsselrolle einnehmen; sie agieren als Vorbilder, müssen selbst über ausreichend personale Ressourcen verfügen und durch ein authentisches Führungsverhalten Akzeptanz sowie eine unterstützende Unternehmenskultur schaffen.
Die Ergebnisse legen nahe, dass eine positive Reizbewertung ein zentraler Mechanismus ist, da nicht die Situation selbst das Stresserleben verursacht, sondern die kognitive Interpretation dieser Situation darüber entscheidet, ob ein Verhalten als resilient bewertet werden kann.
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