Bachelorarbeit, 2020
57 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Forschungsfragen
3 Der Suchtbegriff
3.1 Stoffgebundene Abhängigkeit
3.2 Stoffungebunden Abhängigkeit
3.3 Das Suchthilfesystem in Deutschland
3.3.1 Phasen der Suchtbehandlung
3.3.1.1 Die Kontaktphase
3.3.1.2 Die Entgiftungsphase
3.3.1.3 Die Entwöhnung
3.3.1.4 Die Nachsorge
3.3.2 Ziele und Prinzipien der Behandlung
3.3.3 Therapieansätze
3.3.3.1 Die Soziotherapie
3.3.3.2 Die Verhaltenstherapie
3.3.3.3 Die systemische Suchttherapie
3.3.3.4 Die psychoanalytische Suchttherapie
4 Die Digitalisierung der Suchthilfe
4.1 Forschungsstand
4.2 Aktualität in der Corona-Krise
4.3 Begrifflichkeiten der Online-Interventionen
4.3.1 Blended Counselling
4.3.2 Blended Treatment
4.4 Rechtliche Grundlagen
4.4.1 Datenschutzgrundverordnung und Nutzungsbedingungen
4.4.2 E-Health-Gesetz
4.5 Finanzierung
4.6 Vorteile der Digitalisierung der Suchthilfe
4.7 Nachteile und Risiken der Digitalisierung der Suchthilfe
4.8 Programmbeispiele
4.8.1 „Quit the Shit“
4.8.2 Change your Drinking
4.8.3 Auswertung der Programme und Ergebnis
5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, inwiefern die Integration digitaler Online-Interventionen den Horizont des deutschen Suchthilfesystems erweitert. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob solche digitalen Angebote als probate Maßnahmen zur Behandlung von Suchtkranken dienen können, ohne dabei die Qualität des persönlichen Kontakts, der in der Sozialen Arbeit als essenziell gilt, zu untergraben.
3.3.3.2 Die Verhaltenstherapie
Grundlage der Verhaltenstherapie ist der von dem amerikanischen Psychologen John Broadus Watson (1878-1958) begründete Behaviorismus, welcher das Verhalten mit naturwissenschaftlichen Methoden untersuchte. In diesem Therapieansatz steht die Sichtweise der Abhängigkeit zwischen Krankheit und Störung zum Substanzgebrauch. Krankhaftes konsumieren wird als angelernte Fehlverhalten verstanden. Ein Erlernen dieses Verhalten gegensätzlich zu drehen ist der grundlegende Gedanke der Verhaltenstherapie (vgl. Schnell 2020, S.21).
„Man muss auf kurzfristig Attraktives wegen langfristiger Nachteile verzichten und momentan negative Zustände aushalten, weil es sich langfristig günstig auswirkt. Alle therapeutischen Anstrengungen haben letztendlich das Ziel, diese Art von Konfliktlösungsfähigkeit in Bezug auf den Drogenkonsum zu verbessern.“ (Schneider, R. in Schnell 2020, S. 27)
Die Verhaltenstherapie versteht den Menschen als ganzheitlich mit der Fähigkeit zur Selbststeuerung. Störungen und Auffälligkeiten in Form von Substanzgebrauch werden als Diskrepanz zwischen Ist- und Soll-Zustand angesehen. Die Entstehungsfaktoren dieser Diskrepanz werden innerhalb der Therapie ausgearbeitet und sollen verändert werden. Innerhalb des Vorgehens erfolgt eine Verhaltensanalyse bei der spezifisch auf den Betroffenen, sein Problem und seine Ressourcen und unter Berücksichtigung seines Umfeldes eingegangen wird. Behandlungsziele werden gemeinsam mit dem Klienten klar definiert und sollen letztlich der Hilfe zur Selbsthilfe dienen. Schwerpunkte bei der Behandlung sind Motivierung und Rückfallprävention. Das sogenannte Coping, also die Bewältigungsstrategien und das soziale Kompetenztraining, sind als die Techniken der Verhaltenstherapie anzusehen. Verbessert bzw. verstärkt werden soll im Training die Kommunikation und die emotionale Selbstregulierung. Therapeutisch angestrebt wird die Vermittlung konkreter Fertigkeiten zur Bewältigung von Risikosituationen und der Abbau von sogenannten Verhaltensdefiziten ( Bischof 2010, S. 158 ff.). Außerdem sollen suchtmittelfreie Verhaltensweisen und positiv verstärkende Aktivitäten entfaltet und somit gefestigt werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung der Digitalisierung in der Gesellschaft und im Gesundheitswesen dar und leitet die Relevanz der Untersuchung für die Suchthilfe ab.
2 Forschungsfragen: In diesem Kapitel werden die zentralen Hypothesen und Fragestellungen zur Integration von Online-Interventionen in das deutsche Suchthilfesystem formuliert.
3 Der Suchtbegriff: Dieser Abschnitt definiert Sucht und Abhängigkeit aus verschiedenen Perspektiven, beschreibt das deutsche Suchthilfesystem mit seinen Phasen und erläutert etablierte Therapieansätze.
4 Die Digitalisierung der Suchthilfe: Dieses Kapitel analysiert den Forschungsstand, rechtliche Grundlagen, Vorteile, Risiken sowie konkrete Programmbeispiele der digitalen Suchthilfe.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle digitaler Angebote als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für den persönlichen Kontakt in der Suchthilfe.
Suchthilfesystem, Digitalisierung, Online-Interventionen, Soziale Arbeit, Suchtberatung, Blended Counselling, Blended Treatment, Cannabisabhängigkeit, Alkoholabhängigkeit, Suchtprävention, E-Health, Datenschutz, Rückfallprävention, Online-Therapie, psychosoziale Beratung.
Die Arbeit untersucht die Integration digitaler Angebote in das bestehende deutsche Suchthilfesystem und beleuchtet, ob diese den Horizont der Beratung erweitern können.
Die Schwerpunkte liegen auf den Phasen der Suchtbehandlung, verschiedenen therapeutischen Grundansätzen, der Digitalisierung des Beratungssektors und rechtlichen sowie finanziellen Rahmenbedingungen.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob Online-Interventionen als probate Maßnahmen in die Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen integriert werden können, ohne den persönlichen Kontakt zu ersetzen.
Die Arbeit basiert auf einer methodischen Literaturrecherche, die aktuelle Erkenntnisse und Studien zur digitalen Suchthilfe zusammenführt und auswertet.
Der Hauptteil analysiert das Suchthilfesystem, klassische Therapieansätze, die Potenziale und Risiken der Digitalisierung sowie konkrete Online-Programme wie „Quit the Shit“.
Wesentliche Begriffe sind Suchthilfesystem, Online-Interventionen, digitale Suchtberatung, Blended Counselling, E-Health und Soziale Arbeit.
Sie dienen als praktische Beispiele für internetbasierte Beratungsprogramme, an denen der Zugang zum Nutzer, die Anonymität und die Wirksamkeit digitaler Strukturen verdeutlicht werden.
Die Pandemie fungierte als Beschleuniger für digitale Angebote, da sie die Notwendigkeit unterstrich, Beratung auch ohne physische Präsenz aufrechtzuerhalten.
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