Diplomarbeit, 2008
33 Seiten, Note: "-"
1 Management Summary
2 Einleitung
3 Ausgangslage
3.1 Was ist eine Krise
3.2 Was ist eine Projektkrise
3.3 Krisenmanagement
3.3.1 Krisenmanagementmodell
4 Analyse
4.1 Krisenentstehung
4.2 Projektrisiken
4.2.1 Hauptrisiko Planungsphase
4.3 Vom Projektrisiko zur Projektkrise
4.3.1 Der Mensch als Krisenfaktor
4.4 Häufigkeit von Projektkrisen
4.5 Krisenprävention
4.5.1 Kommunikation
4.5.2 Projektvorgaben
4.5.3 Stakeholder
4.6 Krisenerkennung
4.6.1 Gründe für die Krisen-Früherkennung
4.6.1.1 Bauchgefühl und Erfahrung
4.6.1.2 Teammanagement
4.6.1.3 Kommunikation mit dem Team
4.6.1.4 Risikomanagement
4.6.1.5 Projektcontrolling
4.7 Krisenbewältigung
4.7.1 Projektmanager ist Krisenmanager
4.7.2 Krisenunterstützung
4.7.3 Krisenmanagement-Organisation
4.7.4 Praktische Tipps zur Krisenbewältigung
4.7.5 Krisenkonzept
4.7.5.1 Lösungsentwicklung
4.7.5.2 Entspannung als Pflichtfach
4.7.5.3 Vertrauen schaffen dank Kommunikation und Information
4.7.6 Projektabbruch
4.7.7 Professionelles Projektmanagement
4.8 Krisenreflexion
4.8.1 Krise als Chance
5 Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht die Mechanismen des Krisenmanagements in Projekten, wobei ein besonderer Fokus auf der Gegenüberstellung von theoretischen Methoden und der gelebten Praxis liegt. Ziel ist es, häufige Projektkrisen zu identifizieren und praxistaugliche Ansätze zu formulieren, die sowohl fachliche als auch soziale Kompetenzen des Projektleiters integrieren.
4.6.1.2 Teammanagement
Ein ideales Team ist der Wunsch eines jeden Projektleiters. Aus der sachlichen Perspektive heraus bestimmt der Projektauftrag die Zusammenstellung des Teams. Hier spielen die fachlichen Qualifikationen der einzelnen Gruppenmitglieder eine entscheidende Rolle. Aber eine genauso wichtige Rolle spielen die sozialen Fähigkeiten der Teammitglieder. Sie müssen auch als Menschen zueinander passen. In der Praxis ist es meist nicht möglich, dass der Projektleiter freie Wahl bei den Projektmitarbeitern hat. Umso wichtiger ist es, dem neuen Team genügend Zeit für die Teamentwicklung zu geben, damit es arbeitsfähig wird. Dies ist ein Lernprozess, bei dem die Teammitglieder ihre Arbeitsform gestalten, sich miteinander vertraut machen, sich ihren Platz in der Gruppe erkämpfen und sich Regeln geben. Diese Entwicklungsphasen bezeichnet man mit Warming, Storming, Norming und Performing. Je besser die Teamkultur ist, desto zugänglicher werden sich die Teammitglieder bei Krisensituationen verhalten.
1 Management Summary: Diese Zusammenfassung umreißt die hohe Krisenanfälligkeit von Projekten und betont, dass neben fachlicher Methodik vor allem die soziale Kompetenz und die innere Haltung des Projektleiters für die Krisenbewältigung entscheidend sind.
2 Einleitung: Hier wird die Motivation zur Arbeit dargelegt, die aus der eigenen Praxiserfahrung der Autorin bei IT-Projekten sowie einer begleitenden Umfrage unter 50 Projektleitern zum Umgang mit Krisen resultiert.
3 Ausgangslage: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen, indem es Begriffe wie Krise und Projektkrise abgrenzt und ein ganzheitliches Dreiphasenmodell für das Krisenmanagement vorstellt.
4 Analyse: Der Hauptteil untersucht auf Basis einer Umfrage die Entstehung, Prävention, Erkennung und Bewältigung von Projektkrisen und beleuchtet dabei kritisch die Diskrepanz zwischen Lehrbuchwissen und Realität.
5 Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass Krisenmanagement trotz systematischer Methodik eng mit dem menschlichen Faktor verknüpft ist und eine kontinuierliche persönliche Weiterentwicklung des Projektleiters erfordert.
Krisenmanagement, Projektmanagement, Projektrisiko, Projektkrise, Risikomanagement, Krisenprävention, Krisenerkennung, Krisenbewältigung, Teamentwicklung, Kommunikation, Stakeholder-Analyse, Projektcontrolling, soziale Kompetenz, Selbstreflexion, Projektkultur
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Bewältigung von Krisensituationen in Projekten, wobei sie untersucht, wie Projektleiter in der Praxis mit solchen Herausforderungen umgehen und welche Faktoren dabei über Erfolg oder Scheitern entscheiden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Krisenprävention, der subjektiven und objektiven Krisenwahrnehmung, dem Einfluss zwischenmenschlicher Faktoren und der Bedeutung von soft skills für den Projekterfolg.
Ziel ist es, die häufigsten Projektkrisen zu identifizieren und praxisorientierte Empfehlungen zu geben, wie diese durch eine Kombination aus methodischem Vorgehen und persönlicher Haltung effektiv erkannt und bewältigt werden können.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturrecherche mit einer nicht-repräsentativen, qualitativen Umfrage unter 50 Projektleiterinnen und Projektleitern, um einen Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis zu vollziehen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Krisenursachen, die Darstellung von präventiven Maßnahmen, die Methoden der Früherkennung sowie konkrete Strategien zur Bewältigung, inklusive Tipps für die persönliche Haltung des Projektleiters.
Die wichtigsten Begriffe sind Krisenmanagement, Projektkrisen, Risikomanagement, Kommunikation, Teamentwicklung und die Rolle des Projektleiters als Krisenmanager.
Die befragten Projektleiter geben an, dass Erfahrung die Summe aus gemachten Fehlern ist. Das "Bauchgefühl" dient als Sensor für das Frühstadium einer Krise, da man durch Erfahrung schneller auf subtile Anzeichen in der Teamdynamik oder Projektentwicklung reagiert als durch rein formale Kennzahlen.
Kapitel 4.8.1 betont, dass Krisen als Lernprozess dienen. Die Reflexion der eigenen Fehler und des Verhaltens hilft dabei, zukünftige Projekte professioneller zu führen, womit die Krise zur persönlichen Weiterentwicklung und zu besseren Entscheidungsfindungen in der Zukunft beiträgt.
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