Diplomarbeit, 2008
73 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Vorgehensweise
2. Definitionen
2.1. Fans
2.2. Subkulturen von Fans
2.2.1. Hooligans
2.2.2. Ultras
2.2.3. Groundhopper
2.3. Fanprojekte
3. Zielgruppen, Problemverhalten und Interventionsstrategien
3.1. Zielgruppen
3.1.1. Sportzuschauer allgemein
3.1.2. Der Fußball- und der Eishockeyzuschauer
3.1.3. Zielgruppen der Fanprojekte
3.1.3.1. Zielgruppen der Fußballfanprojekte
3.1.3.2. Zielgruppen der Eishockeyfanprojekte
3.2. Problemverhalten
3.3. Interventionsstrategien
3.3.1. Intervention der Polizei
3.3.2. Intervention der Verbände und Vereine
3.3.3. Intervention der Fanprojekte
3.3.4. Zusammenspiel der verschiedenen Institutionen
3.4. Zusammenfassung des Kapitels
4. Fanprojekte in der Praxis - Ein Vergleich
4.1. Das Fußballfanprojekt „Fanprojekt Leverkusen e.V.“
4.2. Das Eishockeyfanprojekt „Haie-Fanprojekt“
4.3. Berlin – Das Fanprojekt für Fußball- und Eishockeyfans
4.4. Zusammenfassung des Kapitels
5. Ausblick und Fazit
Die Diplomarbeit untersucht und vergleicht das Fanverhalten sowie die Arbeit von Fanprojekten im professionellen Fußball und Eishockey in Deutschland, um Unterschiede in der Fankultur, dem Auftreten von Gewalt und den präventiven sowie repressiven Interventionsstrategien herauszuarbeiten.
2.2.1. Hooligans
Seit der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2002 in Frankreich kennt man wohl, vor allem durch die Ereignisse in Lens, den Begriff der Hooligans.
Über die Entstehung des Begriffes Hooligan gibt es keine einheitliche Meinung. Eine Variante geht davon aus, dass es ein englischer Kunstbegriff für das Wort Straßenrowdy sei. Eine weitere Version ist, dass das irische Wort „Hooley’s Gang“, eine Bande Straßenkrimineller, zum Wort Hooligan wurde. Eine dritte und letzte Variante: Es gab eine irische Familie, namens Houlihan, „die landesweit wegen ihrer gewalttätigen und trinkfesten Mitglieder bekannt war“.
Weitläufig werden Hooligans, von Medien und offiziellen Stellen, als brutale Schläger, rechtsextreme Jugendliche und vor allem Menschen gesehen, die keinerlei Bezug zu ihrem Verein mehr haben und nur auf Randale und Prügeleien aus sind. Sicher mag das zu einem gewissen Grad auch stimmen, allerdings steckt hinter der Gewalt, die bei Hooligans die zentrale Rolle einnimmt, viel mehr als nur blinde Prügelei oder ein rechtsextremer Hintergrund. Meier schreibt hierzu: „Hooliganismus wird als eine gewalttätige Subkultur verstanden, deren innersubkulturellphysisch gewalttätiger Aktionismus auf keiner ideologischen oder theoretischen Grundlage basiert.“ Somit wird die Subkultur der Hooligans versucht von dem Vorurteil zu lösen, dass Hooligans politischen oder rechtsradikalen Interessen unterliegen.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die medial oft stigmatisierte Gewalt bei Fußballfans und setzt diese in Kontrast zum Eishockeysport, um Forschungsfragen zur Fanarbeit abzuleiten.
2. Definitionen: Es werden die verschiedenen Formen des Fanseins sowie spezifische Subkulturen wie Hooligans, Ultras und Groundhopper theoretisch definiert und eingeordnet.
3. Zielgruppen, Problemverhalten und Interventionsstrategien: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Motive der Sportzuschauer, vergleicht das Problemverhalten in Fußball und Eishockey und untersucht Interventionsstrategien von Polizei, Vereinen und Fanprojekten.
4. Fanprojekte in der Praxis - Ein Vergleich: Anhand der Fallbeispiele Leverkusen, Kölner Haie und Berlin wird die praktische Arbeit und Struktur von Fanprojekten gegenübergestellt.
5. Ausblick und Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, wobei die Unterschiede im Gewaltpotenzial und der institutionalisierten Fanarbeit zwischen den beiden Sportarten resümiert werden.
Fußball, Eishockey, Fans, Fanprojekte, Hooligans, Ultras, Gewaltprävention, Fanverhalten, soziale Arbeit, Polizei, Interventionsstrategien, Stadionverbote, Fanbetreuung, Jugendkultur, Stadion.
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem vergleichenden Blick auf das Fanverhalten und die professionelle Fanarbeit im Fußball und Eishockey in Deutschland.
Zentrale Aspekte sind die Definition und Einordnung von Fankulturen, die Analyse von Gewaltursachen und die Darstellung der Zusammenarbeit verschiedener Institutionen (Polizei, Vereine, soziale Träger).
Ziel ist es, herauszufinden, warum es beim Fußball spezifische Gewaltphänomene gibt und wie Fanprojekte präventiv darauf reagieren, während das Eishockey andere Strukturen aufweist.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung konkreter Praxisbeispiele, um einen systemischen Vergleich der Institutionen und Fankulturen zu ermöglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition der Fan-Subkulturen, eine Analyse von Zielgruppen und Problemverhalten sowie eine detaillierte Ausarbeitung der Interventionsstrategien.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gewaltprävention, Fanprojekte, Fanverhalten, Ultras, Hooligans und Stadionverbote charakterisiert.
Im Fußball ist ein starkes, gruppendynamisches Störerverhalten und eine hohe mediale Präsenz von Gewalt zu beobachten, während dies beim Eishockey aufgrund eines anderen Fanverständnisses und fehlender einschlägiger Polizeidokumentationen kaum der Fall ist.
Es fungiert als Bindeglied für Anhänger beider Sportarten (Fußball und Eishockey) und zeichnet sich durch eine besonders enge, kooperative Zusammenarbeit mit der Polizei aus.
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