Bachelorarbeit, 2018
90 Seiten, Note: 2,0
1 Einführung in die Thematik
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Motive der SextouristInnen
2.1 Körperliche Bedürfnisse
2.2 Psychologische Bedürfnisse
3 Sextouristinnen
3.1 Liebestourismus
3.2 Männliche Prostituierte
4 Die Schattenseiten des Sextourismus
4.1 Handelsware Mensch
4.2 Kindersextourismus
4.3 HIV und andere STDs
5 Herkunftsländer und Reiseziele – eine Abgrenzung
5.1 Sextourismus in Europa
5.2 Sextourismus in Südostasien
5.3 Sextourismus in Lateinamerika
5.4 Sextourismus in Afrika
6 Handlungsvorschläge zur Verbesserung des Sextourismus
6.1 Korruption und Kriminalisierung
6.2 Reduktion des Menschenhandels
6.3 Minimierung von Kindersextourismus
6.4 Vorbeugung von STDs
7 Kritische Stellungnahme
8 Fazit
Die Arbeit untersucht das komplexe Phänomen des Sextourismus vor dem Hintergrund seiner globalen Auswirkungen auf Menschenrechte, Gesundheit und wirtschaftliche Strukturen. Dabei wird analysiert, ob durch strategische Handlungsvorschläge und Ansätze zur Verbesserung der Lebensumstände in den betroffenen Ländern eine ethisch vertretbarere Form des Sextourismus denkbar ist oder ob das Phänomen grundsätzlich utopisch bleibt.
4.1 Handelsware Mensch
Schon vor tausenden Jahren wurden Menschen für verschiedene Zwecke entführt und verkauft. So haben Europäer vor etwa 400 Jahren mehr als zwölf Millionen Afrikaner an die unterschiedlichsten Teile der Welt deportiert und versklavt (Alvarez Lopez, 2015). Die Sklavenbesitzer zwangen ihre Leibeigenen nicht nur zu arbeiten, sondern misshandelten sie zusätzlich in vielen Fällen sexuell. Deshalb ist der Menschenhandel verbunden mit sexueller Ausplünderung kein neues Phänomen und hat sich derzeitig verschlimmert (Walters & Davis, 2011). So berichten Hachey und Phillippi, dass durch Globalisierung und die rapide Evolution neuer digitaler Technologien wie Soziale Netzwerke und die Möglichkeit online anonym zu kommunizieren, den Menschenhändlern neue Türen geöffnet wurden. Die modernen neuen Optionen werden benutzt um Opfer zu rekrutieren, Transaktionen durchzuführen und vereinfacht grenzüberschreitend zu agieren (Hachey & Phillippi, 2017). Der Menschenhandel umfasst Menschenrechtsverletzungen wie das Recht auf Leben, Freiheit, Gleichheit, Würde und Sicherheit, Nicht-Diskriminierung, Gesundheit und alle Rechte, die den Arbeitsschutz betreffen (Latković, 2014). Die Opfer sind von physischen und psychischen Misshandlungen oft schwer traumatisiert und selbst wenn sie dem modernen Sklavenhandel und der Ausbeutungssituation entkommen, können sie sich von den Erlebnissen nur selten vollständig regenerieren (Du, 2017).
1 Einführung in die Thematik: Beleuchtet die grundlegenden Definitionen von Sextourismus und die problemorientierte Ausgangslage der Arbeit.
2 Motive der SextouristInnen: Differenziert zwischen physischen und psychischen Beweggründen, die Menschen dazu bewegen, Sextourismus in Anspruch zu nehmen.
3 Sextouristinnen: Analysiert das wachsende Phänomen des weiblichen Sextourismus sowie die Rolle männlicher Prostituierter.
4 Die Schattenseiten des Sextourismus: Untersucht kritisch die Bereiche Menschenhandel, Kindersextourismus und die gesundheitlichen Risiken durch STDs wie HIV.
5 Herkunftsländer und Reiseziele – eine Abgrenzung: Gibt einen detaillierten geografischen Überblick über die Hotspots des globalen Sextourismus.
6 Handlungsvorschläge zur Verbesserung des Sextourismus: Erarbeitet Ansätze zur Bekämpfung von Korruption und zur Verbesserung der Menschenrechtssituation.
7 Kritische Stellungnahme: Reflektiert die Komplexität und die ethischen Dilemmata der Thematik vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Doppelmoral.
8 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Lösung des Problems ein langwieriger Prozess bleibt.
Sextourismus, Menschenhandel, Kindersextourismus, Prostitution, Menschenrechte, HIV, STDs, Korruption, Armut, Entwicklungsländer, Tourismusmanagement, sexuelle Ausbeutung, Globale Auswirkungen, Sozialpolitik, Prävention
Die Arbeit analysiert das Phänomen Sextourismus in seiner Gesamtheit, insbesondere die negativen Auswirkungen auf die betroffenen Regionen und Menschen, sowie die Möglichkeiten zu seiner Verbesserung.
Die zentralen Themen sind Motive der Reisenden, die Rolle von Prostituierten, die Schattenseiten wie Menschenhandel und Kindersextourismus sowie regionale Unterschiede der Verbreitung.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob durch konkrete Handlungsansätze eine ethisch vertretbarere Form des Sextourismus erreicht werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Berichte verschiedener internationaler Institutionen.
Im Hauptteil werden sowohl die Motive der Akteure als auch die Schattenseiten beleuchtet, gefolgt von einer detaillierten geografischen Analyse und konkreten Verbesserungsvorschlägen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sextourismus, Menschenhandel, Kindersextourismus, Menschenrechte und Gesundheitsprävention maßgeblich charakterisiert.
Die Armut in den Zielländern fungiert oft als treibender Faktor, da der Sextourismus dort trotz seiner negativen Begleiterscheinungen als wichtige Einnahmequelle angesehen wird.
Korruption bei Behörden und Polizei in den betroffenen Ländern ist ein Hauptgrund dafür, dass illegale Praktiken wie Menschenhandel und Kindersextourismus oft ungestraft florieren können.
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