Diplomarbeit, 2006
65 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Theoretische und konzeptionelle Grundlagen
2.1.1 Indizes als Benchmark im Rahmen des Portfoliomanagements
2.1.2 Methoden des Indexing
2.2 Definitorische Abgrenzung
2.2.1 Abgrenzung von ETFs zu Konkurrenzprodukten
2.2.2 Marktüberblick über Indexprodukte
3 Exchange Traded Funds
3.1 Ursprung und Entwicklung in Deutschland
3.2 Handel
3.2.1 Börsenhandel und Berechnung des indikativen Net Asset Value
3.2.2 Handelsablauf und Creation-/ Redemption Prozess
3.3 Produktformen
3.3.1 Typische Erscheinungsformen und Trends
3.3.2 Spezialfall aktive ETFs
3.4 Rechtlicher und steuerlicher Rahmen
4 Einsatzbereiche und Vergleich mit Anlagealternativen
4.1 Anwendungsspektrum für Privatanleger
4.1.1 ETFs als Diversifikationsinstrument
4.1.2 ETFs als Basisinvestment einer Core-Satellite Strategie
4.1.2 ETFs als flexibles Hedging- und Spekulationsinstrument
4.2 Risiken bei der Anlage in ETFs
4.2.1 Marktrisiken
4.2.2 Tracking Error und Preisdiskrepanzen
4.3 Vergleichende Analyse von ETFs und Konkurrenzprodukten
4.3.1 Flexibilität und Kosteneffizienz
4.3.2 Ausfallrisiken und Produkttransparenz
4.3.3 Liquidität und Preiseffizienz
4.3.4 Berücksichtigung neuerer Entwicklungen auf den Märkten für klassische Investmentfonds und Zertifikate
4.4 Kritische Würdigung von Exchange Traded Funds
5 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Wissenslücken privater Anleger bezüglich börsengehandelter Fonds (ETFs) zu schließen, indem sie eine kritische Analyse ihrer konzeptionellen Merkmale, Einsatzbereiche und Vorteile gegenüber klassischen Anlagealternativen durchführt.
3.2.1 Börsenhandel und Berechnung des indikativen Net Asset Value
ETFs sind für Privatanleger wie Aktien über jede Bank an der Börse über Makler oder XETRA, wo rund 98% der Umsätze stattfinden, handelbar. Eine Plattform dafür bietet wie bereits angedeutet die Deutsche Börse AG mit dem XETRA-FUNDS Segment und den speziell eingerichteten Untersegmenten XTF und XETRA ACTIVE FUNDS für passive bzw. aktive ETFs. Dadurch stehen Investoren beim ETF-Handel grundsätzlich die gleichen Funktionalitäten wie beim Aktienhandel zur Verfügung. Dazu gehören neben Auktionen in erster Linie verschiedene Ordertypen, wie z.B. Markt, Limit oder Stop sowie eine Mindesthandelsgröße von einem Anteil, vor allem jedoch ein über den gesamten Börsentag hinweg kontinuierlicher Handel.
Je nach Liquidität des ETFs und in Abhängigkeit vom zugehörigen Index berechnet die Deutsche Börse zur adäquaten Bewertung der Fondsanteile dazu alle 15-60 Sekunden den indikativen Net Asset Value (iNAV). Dabei handelt es sich um den Nettoinventarwert eines ETFs, der sich aus den im ETF enthaltenen Wertpapieren multipliziert mit ihren entsprechenden Marktkursen auf Realtimebasis ergibt. Damit eine kontinuierliche Bepreisung stattfinden kann, müssen die ETF-Anbieter börsentäglich vor Handelsbeginn zunächst ihr aktuelles Portfolio, auch Creation-/Redemption Basket genannt, bekannt geben, woraufhin die Deutsche Börse auf diese Informationen aufbauend den jeweiligen iNAV berechnen kann.
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz von ETFs zur Risikostreuung für Privatanleger und definiert das Ziel der Arbeit, die bestehenden Wissenslücken kritisch aufzuarbeiten.
2 Grundlagen: In diesem Kapitel werden theoretische Konzepte des Indexing erläutert und eine klare Abgrenzung von ETFs zu alternativen Investmentprodukten vorgenommen.
3 Exchange Traded Funds: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die Ursprünge, die Handelsmechanismen (insb. den Creation-/Redemption-Prozess), die verschiedenen Produktformen sowie den rechtlichen und steuerlichen Rahmen.
4 Einsatzbereiche und Vergleich mit Anlagealternativen: Dieser Hauptteil analysiert die Einsatzmöglichkeiten von ETFs für Privatanleger, untersucht Risiken, stellt sie Produkten wie Zertifikaten gegenüber und würdigt sie kritisch.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Vorteile von ETFs hervor und diskutiert abschließend die Einschränkungen für Privatanleger sowie den Trend zu aktiven ETF-Konstruktionen.
Exchange Traded Funds, ETF, Indexing, Portfoliomanagement, Diversifikation, Core-Satellite-Strategie, Designated Sponsor, Creation-Redemption-Prozess, Tracking Error, iNAV, Investmentgesetz, Privatanleger, Börsenhandel, Transparenz, Risikostreuung
Die Arbeit analysiert die Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von börsengehandelten Fonds (ETFs) speziell aus der Perspektive privater Anleger in Deutschland.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Indexing, den technischen Handelsablauf, produktrechtliche Rahmenbedingungen sowie den Vergleich mit klassischen Fonds und Zertifikaten.
Ziel ist es, die bestehenden Wissenslücken bei Privatanlegern zu schließen, um eine fundierte Bewertung der Eignung von ETFs als diversifiziertes Anlageinstrument zu ermöglichen.
Die Arbeit verwendet eine kritische Analyse und vergleichende Gegenüberstellung von Finanzmarktprodukten auf Basis aktueller Literatur und rechtlicher Rahmenbedingungen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Handelslogik, den Produktformen, dem Risikoprofil sowie einer detaillierten vergleichenden Analyse von Kosten, Flexibilität und Transparenz im Wettbewerb zu Alternativprodukten.
Die zentralen Begriffe sind unter anderem ETFs, Indexing, Diversifikation, Creation-/Redemption-Prozess, iNAV und Transparenz.
Im Gegensatz zu klassischen Fonds, die über die Kapitalanlagegesellschaft gehandelt werden, ermöglichen ETFs einen kontinuierlichen Börsenhandel während des Tages mit Preisfindung durch Angebot und Nachfrage.
Dieser Prozess sorgt für eine effiziente Arbitrage, wodurch sichergestellt wird, dass die Marktpreise von ETFs stets nahe an ihrem fairen Nettoinventarwert liegen.
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