Bachelorarbeit, 2017
60 Seiten, Note: 1,1
1 Einführung
2 Anforderungen an zukunftsfähige Lernumgebungen
2.1 Lernverständnis im Wandel – Wie lernen Schüler_Innen zukünftig?
2.2 Lernbedürfnisse
2.2.1 Herausfordernde Aufgaben
2.2.2 Wertschätzung und Beziehungskultur
2.2.3 Lernhandeln mit Lebensbezug
2.2.4 Nutzung digitaler Medien
2.3 Kompetenzorientierung
3 Didaktisches Design der Lernplattform „qoridor“
3.1 Didaktisches Design als Lösungsansatz
3.1.1 Vorgehen bei der Gestaltung
3.2 Ziel- und Richtungsbestimmung
3.2.1 Schlüsselkompetenzen als inhaltlicher Rahmen
3.3 Die Komponenten des didaktischen Designs
3.3.1 Vermittlung
3.3.2 Aktivierung
3.3.3 Betreuung
3.4 Zusammenspiel im didaktischen Szenario
3.5 Einbindung des didaktischen Szenarios in die Schule
4 Fazit
Das Hauptziel der Arbeit ist es, ein didaktisches Design für eine innovative, online-basierte Lernplattform namens „qoridor“ zu entwickeln, die schulisches Lernen kompetenzorientiert und zukunftsfähig gestaltet. Die Forschungsarbeit geht der Frage nach, wie Lernumgebungen beschaffen sein müssen, um Schüler_Innen beim Erwerb von Schlüsselkompetenzen in einer komplexen, digitalisierten Welt effektiv zu unterstützen.
2.2.1 Herausfordernde Aufgaben
Der Hirnforscher und Autor Gerald Hüther beschreibt, dass Kinder und Jugendliche beim Lernen unter anderem herausfordernde Aufgaben benötigen, an denen sie wachsen können (vgl. Hüther, 2011, 1). Das Lernzonenmodell nach Senninger (2000) (siehe Abbildung 1) zeigt, dass diese genau zwischen der Komfortzone und der Angstzone liegen. Dabei wird davon ausgegangen, dass in der Komfortzone bereits bekanntes Wissen und Fähigkeiten routiniert abgerufen werden, was zu Unterforderung führen kann. In der Angst- oder auch Panikzone rufen neue Herausforderungen und Aufgaben ein Gefühl von Bedrohung hervor. Effektive Lernprozesse sind nur zwischen den Zonengrenzen möglich, wo Kinder herausfordernden Aufgaben mit Neugierde begegnen. Diese sind bei Schüler_Innen abhängig von der Reife und dem anknüpfbaren Vorwissen individuell verschieden (vgl. Hunziker, 2017, 19 ff.).
Die Gehirnforschung gibt weitere Erklärungen und Hinweise auf dieses Lernbedürfnis. Sollen Schüler_Innen zielgerichtet bestimmtes Wissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten oder Kompetenzen aneignen, so werden „nachhaltige neuronale Netze“ (Klippert, 2008, 62) aus stabilen sinnstiftenden Verknüpfungen benötigt. Bevorzugt werden dabei die Lerninhalte aufgenommen, welche „neu, wichtig und/oder interessant“ (ebd.) sind, im besten Fall von den Schüler_Innen als herausfordernd wahrgenommen werden. Weil diese Wahrnehmung individuell unterschiedlich ist und auch nachhaltige Lerneffekte begünstigt, müssen Lerninhalte variantenreich zugänglich sein und immer wieder angewandt werden (vgl. Klippert, 2008, 62).
1 Einführung: Die Arbeit thematisiert die Kritik am traditionellen schulischen Lernverständnis und leitet daraus die Notwendigkeit ab, Lernumgebungen für eine sich wandelnde, digitalisierte Gesellschaft neu zu gestalten.
2 Anforderungen an zukunftsfähige Lernumgebungen: Dieses Kapitel arbeitet die gesellschaftlichen Megatrends und die daraus resultierenden Lernbedürfnisse sowie die Notwendigkeit einer konsequenten Kompetenzorientierung heraus.
3 Didaktisches Design der Lernplattform „qoridor“: Hier wird ein konkreter Entwurf für eine Lernplattform entwickelt, der auf den didaktischen Komponenten Vermittlung, Aktivierung und Betreuung aufbaut, um Schlüsselkompetenzen zu fördern.
4 Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass didaktisches Design ein effektives Instrument darstellt, um innovative, praxisorientierte Lernumgebungen zu schaffen, die Schüler_Innen bei der Bewältigung zukünftiger Anforderungen unterstützen.
Didaktisches Design, Lernplattform, Kompetenzorientierung, zukunftsfähiges Lernen, Konstruktivismus, Schlüsselkompetenzen, Lernbedürfnisse, Digitalisierung, Projektarbeit, Lernbegleitung, Lernbausteine, Wissensschaffung, E-Coaching, Bildungsstandards, Selbstorganisation.
Die Arbeit befasst sich mit der Neugestaltung von schulischem Lernen durch didaktisches Design, um den Anforderungen der modernen Wissens- und Kompetenzgesellschaft gerecht zu werden.
Zentrale Themen sind die Anforderungen an zukünftige Lernumgebungen, die Bedeutung von Lernbedürfnissen sowie die methodische Umsetzung von Kompetenzförderung durch digitale Lernplattformen.
Das Ziel ist die Entwicklung eines theoretisch fundierten und praktisch orientierten didaktischen Designs für die Lernplattform „qoridor“, um schulisches Lernen wieder neugiergetrieben und effektiv zu gestalten.
Die Arbeit stützt sich primär auf die Gestaltungsforschung sowie lerntheoretische Ansätze, insbesondere den wissensbasierten Konstruktivismus nach Reinmann und Kompetenzmodelle nach Erpenbeck.
Der Hauptteil analysiert die Anforderungen an Lernumgebungen, definiert die notwendigen Schlüsselkompetenzen und entwirft detailliert die Komponenten Vermittlung, Aktivierung und Betreuung für die Plattform.
Die zentralen Begriffe sind didaktisches Design, Kompetenzorientierung, selbstorganisiertes Lernen, sowie die Rolle der Lernbegleitung und digitaler Medien.
Sie fungiert als praxisnahes Anwendungsbeispiel, um zu zeigen, wie Schüler_Innen durch interdisziplinäre Projektarbeit, digitale Lernbausteine und professionelles Coaching ihre Schlüsselkompetenzen entwickeln können.
Statt instruktiver Wissensvermittlung steht die Förderung individueller Kompetenzen durch problemorientierte Aufgaben, selbstgesteuertes Handeln in Teams und eine lernförderliche Beziehungskultur im Fokus.
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