Masterarbeit, 2020
61 Seiten, Note: 1.7
1 Einleitung
2 Unkonventionelle Geldpolitik
2.1 Voraussetzungen
2.2 Unkonventionelle Geldpolitik: Quantitative Lockerung und Kreditlockerung
2.3 Transmissionskanäle unkonventioneller Geldpolitik
3 Modellierung unkonventioneller Geldpolitik
3.1 Allgemeiner Aufbau des Modells
3.2 Der Haushaltssektor
3.3 Die Finanzintermediäre
3.4 Der Firmensektor
3.4.1 Die Zwischenproduzenten
3.4.2 Die Kapitalproduzenten
3.4.3 Der Retail Sektor
3.5 Die Zentralbank und die Definition der Geldpolitik im Modell
3.5.1 Geldpolitik in normalen Zeiten
3.5.2 Geldpolitik in Krisenzeiten (Kreditpolitik)
3.5.3 Allgemeine Ressourcenallokation des Modells
4 Modellanalyse
4.1 Einführende Experimente
4.2 Simulation einer Krise
4.3 Kreditpolitik während der Krise
4.4 Weiterführende Aspekte
5 Fazit
7 Anhang A: Herleitung der Gewinnfunktion
8 Anhang B: Herleitung der Inflationsbetrachtung
9 Anhang C: Die Kalibrierung des Modells
10 Anhang D: Impulse Response Funktionen bei einem Zero Lower Bound
11 Anhang E: Impulse Response Funktionen bei einem Zero Lower Bound und Kreditpolitik
Ziel dieser Arbeit ist es, die Wirkung unkonventioneller Geldpolitik durch die Integration eines Finanzsektors in ein neukeynesianisches DSGE-Modell zu untersuchen und dabei insbesondere die Effektivität von Kreditpolitik während Krisenzeiten zu bewerten.
3.1 Allgemeiner Aufbau des Modells
Der folgende Abschnitt dieser Arbeit präsentiert ein Modell zur Analyse unkonventioneller Geldpolitik. Dieses ist den Ausführungen von Gertler und Karadi (2011) entnommen. Es handelt sich um ein dynamisches, stochastisches und allgemeines Gleichgewichtsmodell (DSGE). Mit Hilfe dieses Modells, setzen sich die Autoren das Ziel, die Modellierung der unkonventionellen Geldpolitik zu standardisieren (Vgl. Gertler/Karadi (2011) S.18). Um dies zu erreichen stützen sich die Autoren auf die Basisannahmen des allgemeinen Lehrbuchmodells und modifizieren dessen Spezifikation dahingehend, dass das resultierende Modell maßgeschneidert für den zu behandelnden Sachverhalt ist.
Um die gewünschten Wirkungszusammenhänge, die den realen Phänomenen entsprechen, abzubilden, integrieren die Autoren diverse Sektoren in ihrem Modell. Mit jedem dieser Sektoren geht eine bestimmte Restriktion einher. Diese Restriktionen stehen im Einklang mit den Befunden der Literatur (Vgl. Smets/Wouters (2007) S.596 ff).
Ein Überblick über die wesentlichen Restriktionen erleichtert den Einstieg in das Modell. Der Vergleichsmaßstab ist dabei das klassische neukeynesianische Makromodell bzw. das Lehrbuchmodell (Vgl. Walsh (2010) S.329ff). Der erste Sektor des Modells umfasst die Haushalte. Der wesentliche Unterschied zum Sektor des Lehrbuchmodells ist, dass Haushalte Gewohnheiten in ihrem Konsumverhalten bilden. Folglich passen sie ihren Konsum nur langsam an auftretende Änderungen an. Aus dieser Modellierung resultiert kein unmittelbar sichtbarer Einfluss auf die Modelldynamik. Der Aspekt der Gewohnheitsbildung hat jedoch einen indirekten Einfluss auf andere Parameter des Modells (Vgl. Christano et al. (2005) S.33-36).
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderung der Finanzkrise ab 2007 für makroökonomische Modelle und begründet die Notwendigkeit, einen Finanzsektor in neukeynesianische Modelle zu integrieren.
2 Unkonventionelle Geldpolitik: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Voraussetzungen und Instrumente unkonventioneller Geldpolitik, wie Quantitative Easing und Kreditlockerung, sowie deren Transmissionskanäle.
3 Modellierung unkonventioneller Geldpolitik: Hier wird der Aufbau des DSGE-Modells dargelegt, welches Haushalte, Finanzintermediäre, Firmen und eine Zentralbank umfasst, um geldpolitische Interventionen abbilden zu können.
4 Modellanalyse: In diesem Kapitel werden Simulationen durchgeführt, um die Auswirkungen von Schocks, Krisensituationen und der geldpolitischen Kreditpolitik auf die Wirtschaft zu analysieren.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Wirksamkeit unkonventioneller Geldpolitik als Instrument zur Krisenbewältigung, auch bei bestehendem Zero Lower Bound.
Geldpolitik, Finanzsektor, DSGE-Modell, Kreditpolitik, Finanzintermediäre, Bilanzrestriktionen, Transmissionsmechanismus, Quantitative Lockerung, Kreditlockerung, Krisensimulation, Zero Lower Bound, Wohlfahrtsanalyse, Neukeynesianisch, Finanzielle Restriktionen, Akzelerator-Effekt.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen und quantitativen Analyse unkonventioneller geldpolitischer Maßnahmen durch die Integration eines spezialisierten Finanzsektors in ein neukeynesianisches Modell.
Zentrale Themen sind die Modellierung von Finanzintermediären mit Bilanzrestriktionen, die Transmission von geldpolitischen Schocks und die Wirksamkeit von Kreditpolitik in Krisenzeiten.
Das Ziel ist es, ein Modell zu spezifizieren, das unkonventionelle geldpolitische Interventionen abbildet, und mittels einer quantitativen Analyse deren Wirksamkeit und wohlfahrtstheoretische Effekte zu bewerten.
Es wird ein dynamisches, stochastisches und allgemeines Gleichgewichtsmodell (DSGE) verwendet, das auf den Arbeiten von Gertler und Karadi basiert und durch spezifische Sektoren ergänzt wird.
Im Hauptteil werden der theoretische Modellaufbau, die einzelnen Akteure (Haushalte, Banken, Firmen), die geldpolitische Regel und die quantitative Analyse verschiedener Krisenszenarien detailliert dargestellt.
Die zentralen Begriffe sind neukeynesianische Modelle, Finanzintermediäre, Kreditpolitik, unkonventionelle Geldpolitik, Bilanzrestriktionen und der finanzielle Akzelerator.
In normalen Zeiten folgt die Zentralbank einer Taylor-Regel; in Krisenzeiten interveniert sie gezielt durch Kreditpolitik, um Spannen zwischen risikolosem und risikobehaftetem Kapital zu beeinflussen und Kreditengpässe abzufedern.
Der "Zero Lower Bound" stellt eine Zinsuntergrenze dar, die die Wirkung konventioneller geldpolitischer Impulse einschränkt und die Relevanz unkonventioneller Maßnahmen wie der Kreditpolitik unterstreicht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

