Diplomarbeit, 2020
114 Seiten, Note: 1,00
1. Einführung
Traditionelle Ökonomik
Klassische Entscheidungstheorie
Rationalität und Nutzen
Homo Oeconomicus
Risikoaversion
Moderne Portfoliotheorie
Capital Asset Pricing Model (CAPM)
Markteffizienzhypothese
Behavioral Finance
Prospect Theory
Mental Accounting
Framing
Heuristiken
Repräsentativitätsheuristik (respresentativeness)
Verfügbarkeitsheuristik (availability)
Ankerheuristik (anchoring)
Herdenverhalten
Dispositionseffekt
Selbstüberschätzung (overconfidence)
Falsche Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten (miscalibration)
Selbstzuschreibung (self attribution)
Kontrollillusion (illusion of control)
2. Warum entsteht das Herdenverhalten unter PrivatanlegerInnen?
Performance und das Risiko
Ursachen
Handlungsanleitungen
3. Warum kaufen die PrivatanlegerInnen schlechte Finanzprodukte?
Performance und das Risiko
Ursachen
Handlungsanleitungen
4. Warum kaufen PrivatanlegerInnen höchstspekulative Wertpapiere bzw. Lotterie Aktien?
Performance und das Risiko
Ursachen
Handlungsanleitungen
5. Warum veräußern die PrivatanlegerInnen die Gewinneraktien vor den Verliereraktien?
Performance und das Risiko
Ursachen
Handlungsanleitungen
6. Warum neigen die PrivatanlegerInnen oft zu sensationssuchendem Verhalten und zur Selbstüberschätzung?
Performance und das Risiko
Ursachen
Handlungsanleitungen
7. Was sind Gründe dafür, dass die PrivatanlegerInnen unterdiversifizierte Portfolios halten?
Performance und das Risiko
Ursachen
Handlungsanleitungen
8. Warum nützen die PrivatanlegerInnen die technische Analyse?
Performance und das Risiko
Ursachen
Handlungsanleitungen
9. Warum bevorzugen PrivatanlegerInnen Wertpapiere aus dem eigenen Land?
Performance und das Risiko
Ursachen
Handlungsanleitungen
10. Wie wirken sich die Emotionen der PrivatanlegerInnen auf deren Investments und die Performance aus?
Performance und Risiko
Ursachen
Handlungsanleitungen
11. Schlussfolgerung
Die Diplomarbeit untersucht die häufigsten Fehler von PrivatanlegerInnen bei der Geldanlage, indem sie diese durch die Linse der Behavioral Finance analysiert, Ursachen identifiziert und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Anlageperformance ableitet.
Herdenverhalten
Die bekannteste Theorie des Herdenverhaltens stammt aus der Biologie und erklärt das Phänomen der „egoistischen Herde“. Hamilton (1971) erklärt in seiner Arbeit, dass das Herdenverhalten zwar zum Schutz des einzelnen Individuums hilfreich sein kann, für das Allgemeinwohl der Gruppe jedoch verheerend. Er führt weiter aus, dass jedes Individuum einer Spezies, welches sich in der Mitte der Herde befindet, davon ausgeht, sicher zu sein, nicht von einem Raubtier angegriffen und verspeist zu werden. Das heißt, die Motivation liegt darin, sich so nahe wie möglich im Zentrum der Herde zu befinden, damit man selbst nicht als Nächste/r verspeist wird. Ein weiterer Grund, sich für das Herdenverhalten zu entscheiden, könnte auch sein, dass das Gruppenverhalten den Individuen einen bestimmten Vorteil durch das Lernen vom Vorgänger bietet, beispielsweise wo sich die Schlüsselressourcen für das eigene Überleben (Futter) befinden. Folglich könnten sich daraus Vorteile für die einzelnen Mitglieder eines Schwarmes oder einer Herde ergeben (Laland & Wiliams, 1997). Nicht nur das Tierreich, sondern auch die menschliche Gesellschaft ist von der Nachahmung und Imitation betroffen.
1. Einführung: Definition des Rahmens der Arbeit, Vorstellung der Behavioral Finance als Ergänzung zur traditionellen Ökonomik und Überblick über die zu behandelnden Anlegerfehler.
2. Warum entsteht das Herdenverhalten unter PrivatanlegerInnen?: Untersuchung der psychologischen und soziologischen Ursachen für Herdenbildung, wie Imitation und Peer-Effekte, und deren negative Auswirkungen auf die Performance.
3. Warum kaufen die PrivatanlegerInnen schlechte Finanzprodukte?: Analyse der Attraktivität komplexer strukturierter Produkte und der Fehler bei der Risikoeinschätzung durch PrivatanlegerInnen.
4. Warum kaufen PrivatanlegerInnen höchstspekulative Wertpapiere bzw. Lotterie Aktien?: Erläuterung des Zocker-Verhaltens von PrivatanlegerInnen und der psychologischen Hintergründe für die Präferenz hochvolatiler, spekulativer Anlagen.
5. Warum veräußern die PrivatanlegerInnen die Gewinneraktien vor den Verliereraktien?: Diskussion des Dispositionseffekts, bei dem Emotionen wie Stolz oder Bedauern zu irrationalen Verkaufsentscheidungen führen.
6. Warum neigen die PrivatanlegerInnen oft zu sensationssuchendem Verhalten und zur Selbstüberschätzung?: Untersuchung des Zusammenhanges zwischen Persönlichkeitsmerkmalen, Selbstvertrauen und der Neigung zu übermäßigem Traden.
7. Was sind Gründe dafür, dass die PrivatanlegerInnen unterdiversifizierte Portfolios halten?: Analyse der Gründe für mangelnde Risikostreuung, wie naive Diversifikation und Mental Accounting.
8. Warum nützen die PrivatanlegerInnen die technische Analyse?: Untersuchung der Popularität technischer Analysetools und deren Risiken durch Urteilsverzerrungen wie Illusory Correlations.
9. Warum bevorzugen PrivatanlegerInnen Wertpapiere aus dem eigenen Land?: Erörterung des Home Bias und der psychologischen Faktoren, warum Investoren lokale Märkte überbewerten.
10. Wie wirken sich die Emotionen der PrivatanlegerInnen auf deren Investments und die Performance aus?: Analyse des Einflusses von Wetter, Stimmung und psychologischen Zuständen auf die Entscheidungsfindung an Finanzmärkten.
11. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse und zusammenfassende Empfehlung zur Stärkung der finanziellen Bildung.
Behavioral Finance, PrivatanlegerInnen, Investmentperformance, Herdenverhalten, Dispositionseffekt, Selbstüberschätzung, Portfolio-Diversifikation, technische Analyse, Home Bias, Prospect Theory, Risikoaversion, Urteilsverzerrungen, Finanzbildung, strukturierte Produkte, Lotterie-Aktien.
Die Arbeit analysiert, warum PrivatanlegerInnen bei der Geldanlage systematische Fehler begehen, die zu schlechterer Performance führen, und nutzt hierfür verhaltenswissenschaftliche Theorien.
Die zentralen Themen umfassen die Behavioral Finance, die Analyse psychologischer Urteilsverzerrungen und deren Auswirkungen auf Anlageentscheidungen wie Herdenverhalten oder den Dispositionseffekt.
Das Ziel ist es, auf Basis theoretischer Hintergründe die Ursachen für fehlerhaftes Anlegerverhalten zu analysieren und praktische Handlungsempfehlungen zu formulieren.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse bestehender empirischer Studien und psychologischer Modelle der Behavioral Finance.
Im Hauptteil werden spezifische Verhaltensmuster wie das Herdenverhalten, der Dispositionseffekt, die Selbstüberschätzung und der Home Bias in separaten Kapiteln diskutiert.
Behavioral Finance, PrivatanlegerInnen, Anlegerfehler, Portfolio-Management, Psychologie der Geldanlage, Urteilsverzerrungen.
Die Arbeit zeigt, dass eine mangelnde finanzielle Bildung die Anfälligkeit für Urteilsverzerrungen erhöht, weshalb die Verbesserung der Bildung ein wesentlicher Lösungsansatz ist.
Emotionen wie Freude, Angst oder Gier verzerren die rationale Urteilsfähigkeit und führen oft zu prozyklischem, irrationalem Handeln, das die Performance langfristig mindert.
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