Bachelorarbeit, 2016
110 Seiten, Note: 2,4
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung dieser Arbeit
1.2 Vorgehensweise
2 Grundlagen und Entwicklung des Lizenzfußballs
2.1 Begriff des Lizenzfußballs
2.2 Organisation des Lizenzfußballs
2.2.1 Internationale Ebene
2.2.2 Lizenzfußball in Deutschland
2.3 Der Fußballverein als Kapitalgesellschaft
2.4 Entwicklung und Transfergeschäft des Lizenzfußballs
3. Das Bosman Urteil
3.1 Der Fall Bosman
3.2 Regelungen vor dem Bosman Urteil
3.2.1 Transferregelungen
3.2.2 Die Ausländerklauseln
3.3. Einfluss auf das europäische Transfersystem und die Ausländerklauseln
3.3.1 Neuregelungen bezüglich der Transferregelungen
3.3.2 Neuregelungen bezüglich der Ausländerklauseln
4 Begriff, Charakterisierung und Bedeutung von Spielervermögen
4.1 Begriff des Spielervermögens
4.2 Charakterisierung des Spielervermögens
4.3 Entwicklung und Bedeutung des Spielervermögens
5 Bilanzierung von Spielervermögen in der Handelsbilanz
5.1 Ansatz
5.1.1 Abstrakte Bilanzierungsfähigkeit
5.1.1.1 Selbständige Verkehrsfähigkeit
5.1.1.2 Selbständige Bewertbarkeit
5.1.1.3 Selbständige Verwertbarkeit
5.1.2 Konkrete Bilanzierungsfähigkeit
5.1.2.1 Aktivierungspflicht
5.1.2.2 Aktivierungswahlrecht
5.1.2.3 Aktivierungsverbot
5.2 Bewertung
5.2.1 Zugangsbewertung
5.2.1.1 Anschaffungskosten
5.2.1.1.1 Ablösezahlung und Anschaffungspreis
5.2.1.1.2 Anschaffungsnebenkosten
5.2.1.1.2.1 Vermittlerprovisionszahlungen
5.2.1.1.2.2 Handgeldzahlungen
5.2.1.1.3 Nachträgliche Anschaffungskosten
5.2.1.1.4 Anschaffungspreisminderungen
5.2.1.1.5 Zusammenfassung der Bewertung zu Anschaffungskosten
5.2.1.2 Herstellungskosten
5.2.2 Folgebewertung
5.2.2.1 Planmäßige Abschreibung
5.2.2.1.1 Abschreibungsbasis
5.2.2.1.2 Restwert
5.2.2.1.3 Nutzungsdauer
5.2.2.1.4 Abschreibungsmethode
5.2.2.2 Außerplanmäßige Abschreibung
5.2.2.3 Wertaufholung
6 Bilanzierung von Spielervermögen in der Steuerbilanz
6.1 Ansatz
6.1.1 Abstrakte Bilanzierungsfähigkeit
6.1.2 Konkrete Bilanzierungsfähigkeit
6.2 Bewertung
6.2.1 Zugangsbewertung
6.2.2 Folgebewertung
6.2.2.1 Planmäßige Abschreibung
6.2.2.2 Außerplanmäßige Abschreibung
6.2.2.3 Werthaufholung
7 Ausweisvorschriften
8. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die handels- und steuerrechtliche Bilanzierung von Spielervermögen im professionellen Lizenzfußball. Ziel ist es, aufzuzeigen, ob die Bilanzierungspraxis der Vereine den geltenden Rechnungslegungsvorschriften entspricht und wie sich wegweisende Gerichtsurteile sowie die Neuordnung des Transfersystems auf die Bilanzierung auswirken.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung dieser Arbeit
Der professionelle Fußballsport hat sich in den letzten Jahrzehnten weltweit zu einem enormen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Die Vereine im professionellen Fußballgeschäft gleichen mittlerweile Wirtschaftsunternehmen von erheblicher Größe und erzielen von Jahr zu Jahr immer größere Umsätze. So entwickelte sich der Umsatz des FC Bayern München beispielsweise von einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag in DM im Geschäftsjahr 1974 auf einen Umsatz von 308,7 Millionen Euro in der Saison 2007/2008. Daran lässt sich gut erkennen, wie sich das Fußballgeschäft in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Allerdings sehen sich die Vereine auch ebenso stark gestiegenen und weiter steigenden Ausgaben gegenüber, deren Ursache u.a. in der stetigen Zunahme der Investitionen in Spielervermögen und der Unterhaltung der modernen Fußballstadien liegen.
Durch die zunehmende Kommerzialisierung und Professionalisierung des Fußballsports sind, insbesondere seit Beginn der neunziger Jahre, die gezahlten Transfersummen für Spielewechsel und somit Investitionen in Spielervermögen enorm gestiegen. Durch die wirtschaftlichen Größenordnungen, die die Vereine in den letzten Jahrzehnten erreicht haben, rückte ebenfalls die Bewertung und Bilanzierung bestimmter Vermögensteile eines Fußballvereines in den Blickpunkt. Eine besondere Bedeutung hat dabei das durch vertraglich verpflichtete Spieler repräsentierte Humankapital. Die Spieler stellen die wesentlichen Vermögenswerte der Vereine in Form von Humankapital dar. Das bedeutet, dass der Wert des Spielervermögens regelmäßig einen hohen Anteil an der Bilanzsumme erreicht. Das bilanziell aktivierte Spielervermögen machte in der Saison 2014/2015 neben dem Sachanlagevermögen den zweitgrößten Posten auf der Aktivseite in der Gesamtbilanz der Bundesligavereine aus.
1 Einleitung: Beschreibt die wirtschaftliche Entwicklung des Profifußballs, die zunehmende Bedeutung von Spielervermögen in den Bilanzen und die Forschungsfrage der Arbeit.
2 Grundlagen und Entwicklung des Lizenzfußballs: Erläutert die Organisationsstruktur des Lizenzfußballs in Deutschland und international sowie die Entwicklung hin zur Rechtsform der Kapitalgesellschaft.
3. Das Bosman Urteil: Analysiert das bedeutende Urteil des EuGH und dessen weitreichende Auswirkungen auf Transferregelungen, Ausländerklauseln und Spielergehälter.
4 Begriff, Charakterisierung und Bedeutung von Spielervermögen: Definiert das Spielervermögen als Spielerlaubnis und diskutiert dessen Einordnung als immaterieller Vermögensgegenstand.
5 Bilanzierung von Spielervermögen in der Handelsbilanz: Detaillierte Darstellung der Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Spielervermögen nach handelsrechtlichen Grundsätzen.
6 Bilanzierung von Spielervermögen in der Steuerbilanz: Untersucht die steuerrechtlichen Besonderheiten und Abweichungen bei der Aktivierung und Bewertung von Spielervermögen gegenüber der Handelsbilanz.
7 Ausweisvorschriften: Erläutert die Anforderungen an die Darstellung von Spielervermögen im Jahresabschluss und Anhang gemäß HGB.
8. Schlussbetrachtung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur Bilanzierung von Spielervermögen zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung.
Spielervermögen, Lizenzfußball, Bilanzierung, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Transferentschädigung, Humankapital, Bosman-Urteil, Spielerlaubnis, Anschaffungskosten, Abschreibung, Kapitalgesellschaft, Jahresabschluss, immaterielle Vermögensgegenstände, Profifußball.
Die Arbeit behandelt die komplexe bilanzielle Behandlung von Spielervermögen in deutschen Profifußballvereinen unter Berücksichtigung handels- und steuerrechtlicher Vorgaben.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Entwicklung des Transfersystems, die juristische Anerkennung der Spielerlaubnis als Vermögensgegenstand und die praktischen Anforderungen der Bilanzierung.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Fußballvereine gemäß geltender Rechnungslegungsstandards ihr Spielervermögen korrekt bewerten und bilanzieren, insbesondere in Anlehnung an wichtige BFH-Urteile.
Es handelt sich um eine rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Analyse, die gesetzliche Bestimmungen (HGB, EStG) mit relevanter Fachliteratur und der Auswertung von Jahresabschlüssen verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Transfermarkt, Bosman-Urteil), die begriffliche Einordnung des Spielervermögens und eine detaillierte Anleitung zur Ansatz- und Bewertungspraxis in Handels- und Steuerbilanz.
Zentrale Begriffe sind Spielervermögen, Bilanzierung, Transferentschädigung, Anschaffungskosten und das Bosman-Urteil.
Da der Mensch nach deutschem Recht kein Objekt oder eine Sache ist, kann nicht der Spieler selbst bilanziert werden. Die "Spielerlaubnis" dient daher als rechtliches Konstrukt, um den wirtschaftlichen Wert des Vertragsverhältnisses bilanzieren zu können.
Die 50+1-Regel beeinflusst die Rechtsformwahl der Vereine (e.V. vs. Kapitalgesellschaft), was wiederum die Bilanzierungspflichten und die Struktur der Jahresabschlüsse determiniert.
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