Diplomarbeit, 2008
138 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
1.1 Problemstellung und Ziele der Arbeit
1.2 Gang der Untersuchung
1.3 Begriffsdefinitionen
2. AUTOMOBILMARKT DEUTSCHLAND
2.1 Besonderheiten des Marktes
2.2 Allgemeine Entwicklung
3. DISTRIBUTIONSSTRUKTUREN IN DER AUTOMOBILWIRTSCHAFT
3.1 Der Status quo im stationären Vertrieb
3.1.1 Klassische Vertriebsstrukturen
3.1.2 Vertriebsnetz der Hersteller und Importeure
3.2 Rahmenbedingungen im Automobilvertrieb
3.3 Strukturwandel im Automobilvertrieb
3.4 E-Commerce im Automobilvertrieb
3.4.1 Die Stellung des Internets im Automobilvertrieb
3.4.2 Akteure im elektronischen Automobilvertrieb
4. DIE ZUKUNFT DES INTERNETS IM VERTIKALEN AUTOMOBILVERTRIEB
4.1 Der klassische Vertriebsprozess
4.1.1 Die Automobilkaufentscheidung
4.1.2 Der Verkaufsprozess im Automobilhandel
4.1.3 Kaufentscheidungsphasen: Verkaufsprozess aus Kundensicht
4.1.4 Einzelaktivitäten der Kaufentscheidungsphasen im Informationszeitalter
4.2 Nutzungsausprägung des Internets im Vertriebsprozess
4.2.1 Nutzung durch die Hersteller
4.2.2 Nutzung durch die Händler
4.2.3 Nutzung durch Online-Automobilbörsen
4.2.4 Nutzung durch Autovermieter
4.2.5 Nutzung durch herstellerunabhängige Leasinggesellschaften
4.3 Internetausrichtung bis zum Jahr 2012 durch die Akteure des Neuwagenvertriebs
4.3.1 Empirische Grundlage: Expertenbefragung zur zukünftigen Ausrichtung des Internets im Neuwagenvertrieb
4.3.2 Positionierung der Hersteller
4.3.3 Positionierung der Händler
4.3.4 Positionierung der Online-Automobilbörsen
4.3.5 Positionierung der Autovermieter
4.3.6 Positionierung unabhängiger Leasinggesellschaften
4.4 Vergleich der Akteure in einem prospektiven Gesamtmodell
5. KERNAUSSAGEN UND SCHLUSSBETRACHTUNG
Diese Arbeit zielt darauf ab, eine Zukunftsprognose für den Neuwagenvertrieb über Internetplattformen bis zum Jahr 2012 zu erstellen, unter besonderer Berücksichtigung neuer Marktteilnehmer und der aktuellen strategischen Positionierung der verschiedenen Akteure.
1.1 Problemstellung und Ziele der Arbeit
Der Einzug einer ruinösen Rabattschlacht im Neuwagenvertrieb, sinkender Neuwagenabsatz im Inlandsmarkt, der gnadenlose Verdrängungswettbewerb und das Auftreten neuer Marktteilnehmer durch die Novellierung der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) setzen den traditionellen Automobilhandel in Zukunft unter enormen Druck.
Vertriebskosten und Vertriebsqualität werden bei allen Herstellern als wichtigstes Handlungsfeld zur Effizienz und Rentabilitätssteigerung im Automobilgeschäft gesehen. Vor allem der Neuwagenvertrieb ist zuweilen defizitär und verlangt nach neuen rentablen Vertriebskonzepten. Daher spielen internetbasierte Vertriebsprozesse, die eine Reduzierung des hohen Personalkostenanteils im Vertrieb erlauben und eine effizientere Kundenansprache ermöglichen, bei vielen Herstellern eine wichtige Rolle.
Bisher spielen Neuwagen-Vertriebskanäle wie Internet sowie alternative Formen wie Versender und Warenhäuser eine Nebenrolle. „Es fehlen heute immer noch erfolgreiche und tragfähige internetbasierte Geschäftsmodelle für den Automobilvertrieb.“ Experten sind dennoch optimistisch was die Zukunft des Internets als Vertriebskanal betrifft. Nach ihren Einschätzungen werden das Internet und alternative Vertriebskanäle an Bedeutung gewinnen. Sieben Prozent des Neuwagenvertriebs werden über diese Kanäle im Jahr 2015 abgesetzt.
„Wir leben in einer Informationsgesellschaft.“ Diese Entwicklung bestimmt gleichsam das Konsumentenverhalten von Fahrzeuginteressenten und trägt zur steigenden Bedeutung des Internets für jene Mitglieder der Gesellschaft bei. Das Internet ist bereits heute eine wichtige Informationsquelle für potenzielle Neu- und Gebrauchtwagenkunden. Die Akzeptanz dieses Kanals ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen.
1. EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet den unter Druck stehenden Neuwagenvertrieb und formuliert das Ziel, eine Zukunftsprognose für internetbasierte Vertriebskonzepte bis 2012 aufzustellen.
2. AUTOMOBILMARKT DEUTSCHLAND: Es wird die aktuelle Situation der Branche analysiert, wobei besonders die wirtschaftliche Bedeutung der Industrie und die Auswirkungen des Nachfragerückgangs im Inland thematisiert werden.
3. DISTRIBUTIONSSTRUKTUREN IN DER AUTOMOBILWIRTSCHAFT: Dieses Kapitel stellt die klassischen Vertriebsstrukturen sowie die durch die GVO eingeleiteten Wandlungsprozesse und die Rolle des E-Commerce dar.
4. DIE ZUKUNFT DES INTERNETS IM VERTIKALEN AUTOMOBILVERTRIEB: Der Kernteil der Arbeit analysiert den Kaufprozess aus Kundensicht und untersucht mittels einer Expertenbefragung die künftige Internetstrategie der verschiedenen Marktakteure.
5. KERNAUSSAGEN UND SCHLUSSBETRACHTUNG: Abschließend werden die Ergebnisse der Untersuchung aggregiert und die Auswirkungen auf die zukünftigen Rollen der Akteure im Internetvertrieb prognostiziert.
Automobilvertrieb, Neuwagen, Internet, E-Commerce, GVO, Distributionsstrukturen, Kaufentscheidung, Händler, Hersteller, Online-Automobilbörsen, Autovermieter, Leasinggesellschaften, Vertriebsprozess, Kundenberatung, Strukturwandel
Die Diplomarbeit untersucht den Neuwagenvertrieb über das Internet als Reaktion auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck und die veränderten Marktstrukturen in der deutschen Automobilbranche.
Im Mittelpunkt stehen die Distributionsstrukturen im Wandel, der Einfluss der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) sowie die heutige und zukünftige Nutzung des Internets durch verschiedene Akteure entlang des Kaufentscheidungsprozesses.
Das Ziel ist eine fundierte Zukunftsprognose zum Neuwagenvertrieb über Internetplattformen bis zum Jahr 2012, unter Berücksichtigung der Rollen von Herstellern, Händlern, OABs, Autovermietern und Leasinggesellschaften.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche (Desk-Research) sowie einer empirischen Expertenbefragung unter Vertriebsentscheidern der betrachteten Akteur-Gruppen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der aktuellen Marktsituation und Distributionswege, eine Analyse der Online-Funktionen im Kaufprozess aus Kundensicht sowie die Auswertung der Experteninterviews bezüglich der zukünftigen Positionierung der Anbieter.
Wesentliche Schlagworte sind Neuwagenvertrieb, E-Commerce, Distributionsgrad, Kaufentscheidungstypen (Extensive/Limitierte Kaufentscheidung) sowie die verschiedenen Akteurstypen im Online-Automobilhandel.
Die Novellierung der GVO hat zu einer Liberalisierung geführt, die es Händlern erlaubt, ihre Vertriebswege flexibler zu gestalten und indirekt Aktivitäten von Vermittlern im Internet begünstigt, was den Strukturwandel im Vertrieb maßgeblich treibt.
Experten schätzen das Potenzial der Autovermieter als neue Wettbewerber im Neuwagenvertrieb höher ein als bisher angenommen, insbesondere aufgrund ihrer bestehenden Fahrzeugflotten und ihrer digitalen Infrastruktur.
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