Diplomarbeit, 2008
109 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Der Core-Satellite-Ansatz
2.1. Idee und Konzeption
2.2. Das Treynor-Black-Modell: Ursprung des CSA
2.3. Erweiterungen und Unterschiede zum TBM
2.4. Erste Einschätzung
3. Empirische Erkenntnisse zur Markteffizienz
3.1. Der Effizienzbegriff
3.1.1. Die Effizienzmarkthypothese nach Fama
3.1.2. Markteffizienz nach Jensen
3.2. Empirie
3.2.1. Empirische Erkenntnisse zur Markteffizienz nach Fama
3.2.2. Empirische Erkenntnisse zur Markteffizienz nach Jensen
3.2.2.1. Öffentliche Märkte der entwickelten Industrieländer
3.2.2.2. Öffentliche Märkte der Schwellen- und Entwicklungsländer
3.2.2.3. Private Märkte
3.3. Beurteilung der empirischen Ergebnisse für den CSA
4. Theoretische Überprüfung des CSA
4.1 Die Theorie segmentierter Märkte
4.2. Indikatoren für Marktineffizienzen
4.3. Das Kapitalmarktmodell
4.3.1. Herleitung der Arbitrage-Pricing-Theory
4.3.2. Internationale Erweiterung der Arbitrage-Pricing-Theory
4.4. Theoretische Überprüfung der Portfolio-Separation
5. Kritische Beurteilung des CSA
6. Zusammenfassung und Ausblick
Ziel der Arbeit ist eine kritische Würdigung des Core-Satellite-Ansatzes (CSA) aus kapitalmarkttheoretischer Perspektive, um zu prüfen, ob dieser ein dauerhaft erfolgreiches Konzept zur Strategischen Asset Allocation darstellt oder lediglich eine Marketingerscheinung ist.
2.1. Idee und Konzeption
Zur Strukturierung institutioneller Vermögen gibt es in der Literatur eine Vielzahl von Ansätzen. In jüngerer Vergangenheit bedienen sich institutionelle Anleger – insbesondere in den USA und Großbritannien, aber auch in Kontinentaleuropa – mehr und mehr des Core-Satellite-Ansatzes zur Bewältigung dieser Aufgabe. Diese Entwicklung kann darauf zurückgeführt werden, dass seit Beginn der 90er-Jahre bei der Vergabe von Mandaten zur Vermögensverwaltung neben den Kriterien (Brutto-)Rendite und Risiko auch die Frage nach einer effizienten Verwendung der Kosten eines Asset Managements in den Fokus rückte, da ein Großteil der aktiven Vermögensverwalter und professionellen Investmentmanager nur enttäuschende risikoadjustierte Netto-Ergebnisse erzielt und eine vorgegebene Benchmark bzw. einen breit angelegten Marktindex nach Kosten selten dauerhaft übertrifft.
Der Core-Satellite-Ansatz (CSA) konzentriert sich bei der Frage nach der Gestaltung der Strategischen Asset Allocation daher insbesondere auf eine kosteneffiziente Aufteilung des zu investierenden Kapitals und folgt dabei dem ökonomischen Grundprinzip, Aufwendungen dort zu konzentrieren, wo diese den größten Nutzen erwarten lassen. Darüber hinaus soll das mit dem Investment – und den damit verfolgten Verwendungszwecken – verbundene Risiko hierbei übersichtlich und gut kontrollierbar bleiben. Der CSA sieht deshalb die Aufteilung eines zu verwaltenden Vermögens in zwei Bereiche vor: ein (eher) passiv verwaltetes Core- und ein aktiv verwaltetes Satellite-Portfolio. Das Core-Portfolio ist folgerichtig durch ein Buy-and-Hold gekennzeichnet und besteht im praktischen Asset-Management aus indexreplizierenden und/oder indexnahen Investments, welche das Rendite-Risiko-Profil des jeweiligen Marktes approximativ widerspiegeln. Auf diesem Weg werden die Aufwendungen zur Erzielung einer Rendite – die in etwa der jeweiligen Marktrendite entspricht – im Core-Portfolio äußerst niedrig und das Risiko annähernd auf dem Niveau des jeweiligen Marktrisikos gehalten.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Strategischen Asset Allocation ein und stellt den Core-Satellite-Ansatz (CSA) als Lösungsansatz zur Portfolio-Separation vor, dessen theoretische Fundierung im Rahmen der Arbeit kritisch geprüft werden soll.
2. Der Core-Satellite-Ansatz: Dieses Kapitel erläutert die Konzeption des CSA, seine Wurzeln im Treynor-Black-Modell sowie die Abgrenzung von rein taktischen Ansätzen durch die Fokussierung auf die Strategische Asset Allocation.
3. Empirische Erkenntnisse zur Markteffizienz: Hier werden verschiedene Definitionen der Markteffizienz (Fama vs. Jensen) diskutiert und empirische Studien analysiert, um die Eignung aktiver versus passiver Managementansätze auf unterschiedlichen Märkten zu untersuchen.
4. Theoretische Überprüfung des CSA: Dieses Kapitel nutzt die Theorie segmentierter Märkte und das Kapitalmarktmodell der Arbitrage-Pricing-Theory (APT), um die empirischen Ergebnisse theoretisch einzuordnen und das fundamentale Konzept der Portfolio-Separation zu begründen.
5. Kritische Beurteilung des CSA: Die kritische Bewertung fasst zusammen, dass die Portfolio-Separation des CSA ein rationales Konzept zur kosten- und risikoorientierten Allokation darstellt, sofern die Manager- und Marktauswahl auf fundierten Analysen basiert.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Abschnitt resümiert, dass der CSA eine vielversprechende Lösung für institutionelle Anleger darstellt, wobei zukünftige Forschung zur weiteren Optimierung und Etablierung einer Best Practice notwendig bleibt.
Core-Satellite-Ansatz, Strategische Asset Allocation, Markteffizienz, Portfolio-Separation, Arbitrage-Pricing-Theory, Aktives Management, Passives Management, Performance, Tracking-Error, Institutionelle Investoren, Assetklassen, Kapitalmarkt, Diversifikation, Risikomanagement, Fundamental Indexing
Die Arbeit analysiert kritisch den Core-Satellite-Ansatz (CSA) zur Gestaltung der strategischen Vermögensallokation bei institutionellen Anlegern aus einer kapitalmarkttheoretischen Sicht.
Zentrale Themen sind die Markteffizienz, die Unterscheidung zwischen aktivem und passivem Management, die Theorie segmentierter Märkte sowie die Anwendung der Arbitrage-Pricing-Theory (APT) auf die Portfolio-Strukturierung.
Das Ziel ist es, zu bewerten, ob der CSA dauerhaft erfolgreich angewendet werden kann oder ob es sich um eine bloße Marketingerscheinung handelt, indem der Ansatz theoretisch und empirisch fundiert wird.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und empirische Analyse sowie die theoretische Herleitung durch die Arbitrage-Pricing-Theory, um eine fundierte kritische Beurteilung zu ermöglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte empirische Untersuchung der Markteffizienz auf verschiedenen Anlageklassen, gefolgt von einer theoretischen Fundierung durch das APT-Modell und einer anschließenden kritischen Würdigung des CSA-Konzepts.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Core-Satellite-Ansatz, Markteffizienz, Portfolio-Separation, Arbitrage-Pricing-Theory und Strategische Asset Allocation bestimmt.
Sie ermöglicht eine kosteneffiziente Allokation: In effizienten Märkten wird passiv investiert, während in ineffizienten Märkten durch aktives Management und Expertenwissen eine Überrendite angestrebt wird.
Es wird als hybrider Ansatz diskutiert, der versucht, die Vorteile passiver und aktiver Strategien zu verbinden, wobei dessen Eignung als Instrument zur Ausnutzung von Marktineffizienzen kritisch hinterfragt wird.
Die APT dient als theoretisches Kapitalmarktmodell, um die Notwendigkeit und Funktionalität der Portfolio-Separation wissenschaftlich zu fundieren und zu erklären, warum Ineffizienzen in Märkten bestehen können.
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