Masterarbeit, 2018
80 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Begriffliche, konzeptionelle und messtheoretische Grundlagen
2.1 Identifikation von Marktchancen – Sensing
2.2 Business Performance
2.3 Dynamic Capabilities Approach
3 Wirkungszusammenhang zwischen Sensing und Business Performance von Unternehmen
3.1 Recherchestrategie und Auswahl geeigneter Studien
3.2 Inhaltliche Analyse ausgewählter Studien
3.3 Analysekonzept
3.4 Kritische Würdigung
3.5 Diskussion der Ergebnisse
3.6 Limitationen
4 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wirkungszusammenhang zwischen der Identifikation von Marktchancen, im Kontext der dynamischen Fähigkeiten als "Sensing" bezeichnet, und der Performance von Unternehmen, wobei der Fokus auf einer empirischen Analyse bestehender Studien liegt, um die Forschungsfrage nach der Art (direkt oder indirekt) des Zusammenhangs zu klären.
2.1 Identifikation von Marktchancen – Sensing
Die Identifikation der Marktchancen soll anhand des Konstruktes Sensing erklärt werden. Der Begriff des Sensing wurde von TEECE (2007) geprägt und stützt sich auf seine vorangegangenen Arbeiten aus den Jahren 1994 und 1997, die unter der Mitarbeit von PISANO und SHUEN entstanden. TEECE definiert Sensing als „a scanning, creation, learning, and interpretive activity.“ Damit wird die Fähigkeit von Unternehmen beschrieben Märkte und Technologien – sowohl intern als auch extern – kontinuierlich zu beobachten und zu interpretieren, um so neue Chancen zu erkennen. Voraussetzung für die Notwendigkeit von Sensing liegt in der dynamischen und von globalem Wettbewerb beherrschten Umwelt, in der technologische Entwicklungen und Aktivitäten der Wettbewerber in stetigem Wandel sind. Gewinner im globalen Wettbewerb sind demnach Unternehmen, die eine rechtzeitige Reaktionsfähigkeit für neue Innovationen besitzen gepaart mit Managementfähigkeiten interne und externe Kompetenzen neu einzusetzen.
Zum Vergleich soll in Tabelle 1 eine Auswahl weiterer Definitionen von Sensing verschiedener Autoren vorgestellt werden. Die Ausführungen in dieser Arbeit beziehen sich jedoch auf die Definition nach TEECE (2007). Tabelle 1 soll nur einen Überblick über verschiedene Richtungen der Begriffsdefinition liefern. Anzumerken ist, dass die Definitionen die Gemeinsamkeit besitzen sich auf Veränderungen in der Umwelt zu konzentrieren und diese durch gezielte Fähigkeiten, wie dem Scannen der Umwelt wahrzunehmen.
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Anpassungsfähigkeit und dynamischen Fähigkeiten für den Unternehmenserfolg sowie Ableitung der zentralen Forschungsfrage.
2 Begriffliche, konzeptionelle und messtheoretische Grundlagen: Definition und theoretische Herleitung der Konzepte Sensing, Business Performance und Dynamic Capabilities Approach.
3 Wirkungszusammenhang zwischen Sensing und Business Performance von Unternehmen: Systematische Selektion und methodische Analyse empirischer Studien zur Klärung der Wirkungsbeziehung.
4 Fazit und Ausblick: Beantwortung der Forschungsfrage und Identifikation von weiterem Forschungsbedarf hinsichtlich der Kausalität und Langzeitbeobachtung.
Sensing, Dynamic Capabilities, Business Performance, Marktchancen, Unternehmensperformance, dynamische Märkte, strategisches Management, empirische Forschung, Strukturgleichungsanalyse, Modellgüte, Reliabilität, Unternehmenserfolg, Innovation, Wettbewerbsvorteil, Organisation.
Die Arbeit analysiert, ob und wie die Fähigkeit von Unternehmen, Marktchancen zu identifizieren (das sogenannte "Sensing"), deren geschäftliche Performance beeinflusst.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie dynamischer Fähigkeiten (Dynamic Capabilities), der Definition und Messung von Unternehmenserfolg (Business Performance) und der systematischen Auswertung empirischer Fachstudien.
Das Ziel ist es, auf Basis einer systematischen Recherche und methodischen Prüfung empirischer Befunde zu klären, ob zwischen Sensing und Business Performance ein direkter oder ein indirekter Zusammenhang besteht.
Der Autor führt eine systematische Datenbankrecherche durch, selektiert relevante empirische Studien und bewertet diese anhand strenger quantitativer Gütekriterien wie Modellgüte, Reliabilität sowie Ausschluss von Multikollinearität und Omitted Variable Bias.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen (Kapitel 2), die methodische Recherchestrategie, die inhaltliche und kritische Analyse ausgewählter Studien sowie die Diskussion der Ergebnisse hinsichtlich der Forschungsfrage.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Sensing, Dynamic Capabilities, Business Performance, strategisches Management und empirische Methoden in der betriebswirtschaftlichen Forschung definieren.
TEECE argumentiert, dass die bloße Wahrnehmung von Chancen (Sensing) nicht ausreicht; erst das Ergreifen (Seizing) und die strukturelle Neuausrichtung (Reconfiguring) führen zu nachhaltigem Unternehmenswachstum.
Einige Studien deuten darauf hin, dass die Stärke des Zusammenhangs zwischen Sensing und Performance moderiert wird: In Märkten mit hoher Umweltdynamik ist Sensing besonders erfolgskritisch, während der Nutzen bei geringer Dynamik aufgrund hoher Suchkosten eingeschränkt sein kann.
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