Bachelorarbeit, 2019
49 Seiten, Note: 1,8
Diese Arbeit analysiert die ethischen Fragen, die sich aus der Anwendung der CRISPR-Technologie im Bereich der Keimbahnintervention ergeben. Sie untersucht die verschiedenen philosophischen Positionen und Argumente, die für und gegen die Anwendung dieser Technologie sprechen.
Die Einleitung stellt den Kontext der Arbeit dar und beleuchtet die Relevanz der ethischen Diskussion um die CRISPR-Technologie. Sie beleuchtet das Experiment mit den Zwillingsmädchen mit HIV-Resistenz und dessen Auswirkungen. Kapitel 2 erläutert die biologischen Grundlagen der CRISPR-Technologie und das zugrundeliegende technische Verfahren. Kapitel 3 fokussiert auf die beiden philosophischen Strömungen der deontologischen und konsequentialistischen Ethik. Es beschreibt die verschiedenen Ansätze und Argumentationslinien innerhalb dieser beiden Strömungen. Kapitel 4 widmet sich der ethischen Diskussion der CRISPR-Technologie im Kontext des Experiments mit den Zwillingsmädchen. Es untersucht die Argumente für und gegen die Anwendung der CRISPR-Technologie und diskutiert die Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft. Das Kapitel befasst sich außerdem mit der Frage der Natürlichkeit im Kontext der CRISPR-Technologie.
Die zentralen Schlüsselbegriffe dieser Arbeit umfassen die CRISPR-Technologie, Keimbahnintervention, ethische Positionen, deontologische Ethik, konsequentialistische Ethik, Natürlichkeit, Individuum und Gesellschaft, und die ethische Bewertung des CRISPR-Experiments mit den Zwillingsmädchen mit HIV-Resistenz.
CRISPR/cas9, oft als „Gen-Schere“ bezeichnet, ist ein Verfahren zur präzisen Genomeditierung, mit dem DNA in lebenden Zellen gezielt verändert werden kann.
Der chinesische Forscher erschuf 2018 die ersten genmodifizierten Zwillinge, um sie gegen HIV immun zu machen. Dies löste eine weltweite ethische Debatte über Eingriffe in die menschliche Keimbahn aus.
Es werden deontologische Ansätze (z.B. Kant, Habermas), die auf festen moralischen Pflichten basieren, und utilitaristische Ansätze (z.B. Singer), die auf die Folgen einer Handlung schauen, gegenübergestellt.
Keimbahninterventionen verändern das Erbgut so, dass die Änderungen an zukünftige Generationen weitergegeben werden, während somatische Eingriffe nur die behandelte Person betreffen.
Die Arbeit untersucht, ob der Mensch durch Genmanipulation die Grenze zur „Unnatürlichkeit“ überschreitet und welche moralischen Konsequenzen dies für das Selbstverständnis der Gattung hat.
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