Diplomarbeit, 2008
91 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Betrachtung grundlegender Begrifflichkeiten
2.1 Globalisierung – Definition und Schlüsselgrößen
2.2 Der Transmissionsmechanismus der Geldpolitik
3 Globalisierung als zunehmende realwirtschaftliche Integration
3.1 Globalisierung und erhöhter Außenhandel
3.1.1 Globale Produktionslücke und Inflation
3.1.2 Verschärfter Wettbewerb auf den Produktmärkten
3.1.3 Bedeutung für den Transmissionsmechanismus der Geldpolitik
3.2 Multinationale Unternehmen und Offshoring
3.2.1 Definition der Begriffe multinationales Unternehmen und Offshoring
3.2.2 Arbeitsmarkteffekte des Offshoring
3.2.3 Bedeutung für den Transmissionsmechanismus der Geldpolitik
4 Globalisierung als zunehmende Finanzmarktintegration
4.1 Globalisierung und Carry Trades
4.1.1 Darstellung der Problematik
4.1.2 Bedeutung für den Transmissionsmechanismus der Geldpolitik
4.2 Globalisierung und Wachstum des internationalen Bankgeschäfts
4.2.1 Ausprägungen des internationalen Bankgeschäfts
4.2.2 Trends und Entwicklungsmuster
4.2.3 Bedeutung für den Transmissionsmechanismus der Geldpolitik
4.3 Globalisierung und Implikationen erhöhter internationaler Kapitalbewegungen
4.3.1 Globalisierung und Kapitalmarktzinsen
4.3.1.1 Darstellung der Problematik
4.3.1.2 Bedeutung für den Transmissionsmechanismus der Geldpolitik
4.3.2 Globalisierung und Disziplinierung der Geldpolitik
4.3.2.1 Darstellung der Problematik
4.3.2.2 Bedeutung für den Transmissionsmechanismus der Geldpolitik
5 Demonstration des geldpolitischen Transmissionsmechanismus an einem makroökonomischen Modell
5.1 Darstellung des Basismodells
5.2 Globalisierungsbedingt veränderte Steigung der aggregierten Angebotskurve
5.2.1 Analyse temporärer Schocks
5.2.2 Globalisierung und Phillips-Kurvensteigung: Empirische Evidenz
5.3 Globalisierungsbedingt veränderte Steigung der aggregierten Nachfragekurve
5.3.1 Globalisierung und Steigung der aggregierten Nachfragekurve
5.3.2 Analyse temporärer Schocks
6 Zusammenfassung und Implikationen für die Geldpolitik
Die Arbeit untersucht, wie die fortschreitende Globalisierung der Weltwirtschaft die Wirkungsweise geldpolitischer Impulse – den sogenannten Transmissionsmechanismus – in Industrieländern beeinflusst. Dabei wird analysiert, ob und wie realwirtschaftliche Integration sowie zunehmende Finanzmarktverflechtungen die Übertragung geldpolitischer Maßnahmen verändern und welche Konsequenzen dies für die Sicherung der Preisstabilität hat.
Der Kreditkanal
Im Gegensatz zu den bislang erörterten geldpolitischen Transmissionskanälen steht beim Kreditkanal als relativ neuem Ansatz die Verfügbarkeit von Bankkrediten im Vordergrund. Hierbei spielt das Problem asymmetrischer Information eine große Rolle. Ausgangspunkt bildet die Beobachtung, dass im Fall einer restriktiven Geldpolitik stärkere reale Effekte auftreten, als zu erwarten wären. Der Kreditkanal, der den Bankkreditkanal sowie den Bilanzkanal umfasst und sich v. a. auf restriktive geldpolitische Maßnahmen bezieht, kann diesen finanziellen Akzelerator erklären.
Bankkreditkanal: Geldpolitische Maßnahmen nehmen Einfluss auf die Kreditvergabe der Geschäftsbanken, da Zinserhöhungen erfahrungsgemäß den Anteil risikobehafteter Kredite am gesamten Kreditvolumen erhöhen. Diese Zunahme der Risiken kann ihre Ursache sowohl in adverser Selektion als auch im Moral Hazard haben. Bei asymmetrisch verteilter Information werden Banken Durchschnittszinsen anbieten, die der durchschnittlichen Kreditqualität entsprechen. Es erfolgt eine adverse Selektion, da Kreditnehmer mit ertragsschwachen, aber wenig risikobehafteten Investitionsprojekten nicht bereit sein werden, diese zu zahlen. Kreditnachfrager mit hoch profitablen, aber sehr riskanten Projekten werden sich überproportional verschulden.
Moral Hazard entsteht, weil für Kreditnehmer bei höheren Kreditzinsen der Anreiz steigt, in riskantere Projekte zu investieren und dies gegenüber dem Kreditgeber zu verschleiern. Folglich kann es für Geschäftsbanken vorteilhaft sein, von Zinserhöhungen in gewissem Umfang abzusehen, indem sie ihr Kreditangebot rationieren. Dies schlägt sich v. a. in sinkenden Konsum- und Investitionsausgaben privater Haushalte sowie kleinerer und mittlerer Unternehmen nieder, da ihnen Aktien- und Wertpapieremissionen als alternative Finanzierungsquellen zu Bankkrediten weithin verschlossen sind.
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Fragestellung und erläutert die Bedeutung der Globalisierung für die Wirksamkeit der Geldpolitik.
2 Betrachtung grundlegender Begrifflichkeiten: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Globalisierung und erläutert die theoretischen Grundlagen des geldpolitischen Transmissionsmechanismus.
3 Globalisierung als zunehmende realwirtschaftliche Integration: Der Fokus liegt auf den Auswirkungen von Außenhandel und multinationalen Unternehmen auf den Transmissionsmechanismus.
4 Globalisierung als zunehmende Finanzmarktintegration: Hier werden Carry Trades, das internationale Bankgeschäft und die Disziplinierung der Geldpolitik analysiert.
5 Demonstration des geldpolitischen Transmissionsmechanismus an einem makroökonomischen Modell: Dieses zentrale Kapitel modelliert die Auswirkungen globalisierungsbedingter Strukturveränderungen auf die aggregierte Angebots- und Nachfragekurve.
6 Zusammenfassung und Implikationen für die Geldpolitik: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Konsequenzen für die zukünftige geldpolitische Ausrichtung.
Globalisierung, Geldpolitik, Transmissionsmechanismus, Finanzmarktintegration, realwirtschaftliche Integration, Phillips-Kurve, Inflationssteuerung, Bankkreditkanal, Zinskanal, Wechselkurskanal, Offshoring, Carry Trades, Preisstabilität, makroökonomisches Modell, Kapitalmobilität.
Die Arbeit untersucht, wie die Globalisierung die Art und Weise verändert hat, wie geldpolitische Entscheidungen der Zentralbanken auf die reale Wirtschaft wirken.
Zentrale Felder sind die realwirtschaftliche Integration, wie z. B. durch Außenhandel und Offshoring, sowie die Integration der Finanzmärkte, inklusive Carry Trades und internationaler Bankaktivitäten.
Ziel ist es, die Auswirkungen der Globalisierung auf den Transmissionsmechanismus der Geldpolitik zu analysieren und zu bewerten, ob und wie sich die Wirksamkeit geldpolitischer Instrumente verändert hat.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse der verschiedenen Transmissionskanäle und demonstriert die Auswirkungen globalisierungsbedingter Veränderungen anhand eines makroökonomischen AS-AD-Modells für eine offene Volkswirtschaft.
Im Hauptteil werden zunächst die Begriffe definiert, dann die realwirtschaftliche und finanzielle Integration detailliert analysiert und schließlich die modelltheoretischen Auswirkungen auf die Phillips-Kurve sowie die aggregierte Angebots- und Nachfragekurve untersucht.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geldpolitik, Transmissionsmechanismus, Globalisierung, Finanzmarktintegration, Phillips-Kurve und Preisstabilität charakterisiert.
Eine flachere Phillips-Kurve erschwert die Beeinflussung der Preisentwicklung durch die Geldpolitik, hat aber den Vorteil, dass die Inflationsrate weniger stark auf unerwartete Nachfrageschocks reagiert.
Nein, der Nettoeffekt ist laut Autorin nicht eindeutig, da die Globalisierung einige Transmissionskanäle schwächen kann, während sie andere gleichzeitig stärkt.
Er beschreibt die Beobachtung, dass in einer globalisierten Welt mit hoher Kapitalmobilität Zentralbanken einen stärkeren Anreiz haben, eine stabilitätsorientierte Geldpolitik zu verfolgen, um Kapitalabzüge zu vermeiden.
Carry Trades können dazu führen, dass Wechselkurse stärker auf Zinsdifferenzen reagieren, was den Wechselkurskanal der Geldpolitik tendenziell verstärken kann.
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