Diplomarbeit, 2002
81 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. EINFÜHRUNG IN DIE WINDENERGIENUTZUNG
2.1. Entwicklung der Windenergienutzung
2.2. Stand der Technik
2.3. Identifizierung externer Effekte
2.4. Derzeitiger Stand der Windenergienutzung
2.5. Potentiale der Windenergienutzung
2.6. Zukunft der Windenergienutzung
3. ASPEKTE DER PROJEKTFINANZIERUNG
3.1. Umsetzung einer Idee
3.2. Risiken bei einer Projektfinanzierung
3.3. Entwicklung des Finanzierungsplans
3.4. Rechtsformen von Projektgesellschaften
3.5. Steuerliche Aspekte für Investoren
3.6. Wirtschaftlichkeit von Windkraftanlagen
4. WINDINDUZIERTE GESCHÄFTSRISIKEN
4.1. Klimaschwankungen
4.2. Windgutachten
4.3. Verfügbarkeit von Windkraftanlagen
4.4. Leistungskennlinie
4.5. Windrichtungsverteilung
4.6. Qualität des Windangebots
5. VORSTELLUNG VON WETTERDERIVATEN
5.1. Entwicklung der Märkte für Wetterderivate
5.2. Wetter-Risiko-Management
5.3. Vergleich von Wetterderivaten und Versicherungen
5.4. Technik der Wetterderivate
6. QUALITATIVE ASPEKTE DER WINDDERIVATE
6.1. Potentielle Marktakteure für Windderivate
6.2. Diskussion von Problemfeldern
6.3. Zukünftige Entwicklung des Marktes für Windderivate
7. QUANTITATIVE ASPEKTE DER WINDDERIVATE
7.1. Modell von Butte und Tigler
7.2. Grundlegendes zur Anpassung des Modells an Windderivate
7.3. Häufigkeitsverteilung der Windgeschwindigkeit und Weibull-Verteilung
7.4. Annahmen zur Preisfunktion
7.5. Ein Bepreisungsmodell für Windderivate
7.6. Beispiel zur Anwendung der Bewertungsfunktion
7.7. Offenstehende Problemfelder
8. EMPFEHLUNG
9. ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Einsatz von Windderivaten als innovatives Finanzinstrument zur Absicherung gegen windinduzierte Geschäftsrisiken in Windparks darzustellen und ein transparentes Bepreisungsmodell hierfür herzuleiten. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Betreiber und Investoren ihre wetterbedingte Ertragsvolatilität durch Derivate minimieren und die Wirtschaftlichkeit ihrer Projekte stabilisieren können.
3.1. UMSETZUNG EINER IDEE
„Die meisten Windmüller vereint eine Idee: Sie wollen sauberen Strom produzieren und die Umwelt schonen.“53
Die erfolgreiche Umsetzung dieser Idee erfordert die Bewältigung zahlreicher Hindernisse.
Grundlage für die erfolgreiche Projektfinanzierung sind nach Laubscher die folgenden Voraussetzungen:54 Es ist eine erprobte Technologie einzusetzen, um das Risiko eines Scheiterns des Projektes zu minimieren. Auch ist zu gewährleisten, dass ein aufnahmefähiger Markt für das geschaffene Produkt vorhanden ist. Schließlich muss ein Management existieren, das in der Technologie und Vermarktung erfahren ist.55
1. EINLEITUNG: Darstellung der Notwendigkeit von Wetterderivaten zur Absicherung von wetterbedingten Geschäftsrisiken in verschiedenen Branchen und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2. EINFÜHRUNG IN DIE WINDENERGIENUTZUNG: Überblick über den aktuellen Stand und die zukünftigen Potentiale der Windkraft sowie Erläuterung technischer Grundlagen der Leistungsgewinnung.
3. ASPEKTE DER PROJEKTFINANZIERUNG: Beschreibung der Projektpraxis, steuerlicher Aspekte für Investoren und der Wirtschaftlichkeit von Windkraftanlagen.
4. WINDINDUZIERTE GESCHÄFTSRISIKEN: Analyse der für Windparks kritischen wetter- und windinduzierten Geschäftsrisiken, wie etwa Schwankungen der Windverfügbarkeit.
5. VORSTELLUNG VON WETTERDERIVATEN: Einführung in die Funktionsweise und Technik von Wetterderivaten sowie Vergleich mit klassischen Versicherungen.
6. QUALITATIVE ASPEKTE DER WINDDERIVATE: Identifikation potenzieller Marktakteure und Diskussion von Hemmnissen wie fehlender Markttransparenz.
7. QUANTITATIVE ASPEKTE DER WINDDERIVATE: Herleitung eines Bepreisungsmodells für Windderivate unter Verwendung der Weibull-Verteilung und praktisches Anwendungsbeispiel.
8. EMPFEHLUNG: Strategische Handlungsempfehlungen für Windparkbetreiber zum Einsatz von Wetterderivaten zur Ertragsstabilisierung.
9. ZUSAMMENFASSUNG: Abschließender Überblick über die Ergebnisse der Arbeit und die Bedeutung von Windderivaten für die zukünftige Risikominimierung.
Windderivate, Wetterrisiko, Risikomanagement, Windpark, Projektfinanzierung, Ertragsvolatilität, Weibull-Verteilung, Bepreisungsmodell, Absicherungsinstrument, Windenergie, Wetterderivate, Cash Flow, Investorensicherheit, Windgeschwindigkeit, Energiepotential.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Anwendung von Wetterderivaten als Instrument zur Absicherung wetterbedingter Geschäftsrisiken, speziell im Kontext von Windkraftanlagen und deren Projektfinanzierung.
Neben technischen Grundlagen der Windenergienutzung stehen die Projektfinanzierung, die Analyse windinduzierter Risiken, die Theorie der Wetterderivate sowie deren mathematische Bewertung im Mittelpunkt.
Das Hauptziel ist es, ein transparentes Bepreisungsmodell für Windderivate herzuleiten, um Betreibern eine mathematisch fundierte Basis zur Absicherung ihrer Ertragsprognosen zu bieten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Finanzierungs- und Wetterderivat-Konzepte sowie die mathematische Adaption von Bewertungsmodellen unter Nutzung der Weibull-Verteilung zur Modellierung von Windgeschwindigkeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die qualitative Analyse der Marktakteure und Problemfelder sowie den quantitativen Teil, der das Bepreisungsmodell anhand einer mathematischen Herleitung und eines Excel-basierten Anwendungsbeispiels erläutert.
Windderivate, Windpark-Risikomanagement, Weibull-Verteilung, Absicherung von Ertragsvolatilität und Projektfinanzierung.
Im Gegensatz zur Versicherung, die erst bei Eintritt eines nachgewiesenen Schadens greift, basiert das Wetterderivat auf vertraglich fixierten Wetterparametern (Underlying) und leistet unabhängig von einem tatsächlichen Nachweis eines Schadens.
Da die Stromernte und damit der Umsatz eines Windparks in der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit steigt, führen selbst geringe Abweichungen im Windaufkommen zu erheblichen Schwankungen der Erträge und können die Liquidität gefährden.
Sie dient als mathematisches Standardwerkzeug, um die Häufigkeitsverteilung der Windgeschwindigkeit an einem Standort abzubilden, was eine zentrale Voraussetzung für die Bewertung der Windderivate darstellt.
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