Bachelorarbeit, 2020
63 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Borderline-Persönlichkeitsstörung
2.1. Etymologie und Epidemiologie
2.2. Epidemiologie und Störungsverlauf
2.3. Diagnostik
2.3.1. Klassifikationssystem ICD-10
2.3.2. Klassifikationssystem DSM-5
2.3.3. Kritik an den Klassifikationssystemen
2.4. Ätiologie
2.5. Symptome
2.5.1. Probleme mit Gefühlen (Emotionsregulation):
2.5.2. Probleme mit Mitmenschen
2.5.3. Probleme mit dem Selbst- und Körperbild
2.6. Komorbidität
2.7. Behandlungsmaßnahmen
3. Dialektisch-Behaviorale Therapie
3.1. Grundlagen
3.2. Therapeutische Grundhaltung und Grundannahme
3.3. Behandlungsstadien
3.4. Behandlungsstrategien
3.5. Skillstraining
3.6. Wirksamkeit und Kritik
4. Soziale Arbeit und das Betreute Wohnen
4.1. Definition der Sozialen Arbeit
4.2.Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit
4.3. Sozialpsychiatrie
4.4. Betreutes Wohnen für psychisch erkrankte Menschen
4.4.1. Grundlagen
4.4.2. MitarbeiterInnen und AdressatInnen im Betreuten Wohnen
4.4.3. Rechtliche Grundlagen
4.4.4. Fallzahlen und Wirksamkeit
5. Borderline-Persönlichkeitsstörung und Dialektisch-Behaviorale Therapie im Betreuten Wohnen
5.1. Borderline-Persönlichkeitsstörung im Betreuten Wohnen
5.2. Abgrenzung zur Psychotherapie
5.3. Dialektisch-Behaviorale Therapie im Betreuten Wohnen
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und wie die evidenzbasierte Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) als unterstützende Methode in das Betreute Wohnen (BW) für Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) integriert werden kann, um die Versorgungssituation dieser KlientInnen nachhaltig zu verbessern.
2.5.1. Probleme mit Gefühlen (Emotionsregulation):
„Die Borderline-Störung ist eine Störung der Emotionen. Da Emotionen in vielfältiger Form einen Einfluss auf Urteile und Verhaltensweisen haben, sind die Symptome der Erkrankung vielfältig und mehrschichtig“ (Rahn, 2019, S. 71). BPS-Betroffene erleben Gefühle heftiger und länger als andere Menschen und fühlen sich oftmals als Opfer ihrer eigenen Gefühle, welche sie nicht kontrollieren können. Sie reagieren aufgrund dessen unangemessen und schämen sich für ihr Verhalten im Nachhinein (vgl. Bohus & Reicherzer, 2012, S. 12 f.). Anbei befindet sich auf Seite 10 eine Spannungskurve, um zu verdeutlichen, wie intensiv BPS-Betroffene Emotionen im Vergleich zu Menschen erleben, welche nicht an der BPS erkrankt sind. Die senkrechte Achse gibt den emotionalen Erregungszustand der Probanden wieder. Die waagerechte Achse gibt den gemessenen Zeitpunkt über 24 Stunden wieder:
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, mit der MitarbeiterInnen des Betreuten Wohnens konfrontiert sind, wenn sie KlientInnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung betreuen, und stellt die Forschungsfrage der Bachelorarbeit vor.
2. Borderline-Persönlichkeitsstörung: Dieses Kapitel erläutert die BPS, ihre Diagnostik nach ICD-10 und DSM-5, die Ätiologie sowie die drei Kernproblembereiche der Symptomatik.
3. Dialektisch-Behaviorale Therapie: Hier werden die Grundlagen, Behandlungsstadien, Strategien und das Skillstraining der DBT sowie deren Wirksamkeit und Kritik dargelegt.
4. Soziale Arbeit und das Betreute Wohnen: Das Kapitel befasst sich mit der Definition Sozialer Arbeit, der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit und den Spezifika des Betreuten Wohnens als Leistungsangebot der Eingliederungshilfe.
5. Borderline-Persönlichkeitsstörung und Dialektisch-Behaviorale Therapie im Betreuten Wohnen: Dieses Kapitel führt die Befunde zusammen und untersucht die praktische Integration von DBT-Methoden in den Arbeitsalltag des Betreuten Wohnens sowie die Abgrenzung zur Psychotherapie.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Möglichkeiten einer Integration der DBT-Methodik in die Soziale Arbeit im Betreuten Wohnen.
Borderline-Persönlichkeitsstörung, BPS, Dialektisch-Behaviorale Therapie, DBT, Betreutes Wohnen, Soziale Arbeit, Emotionsregulation, Skillstraining, Eingliederungshilfe, Sozialpsychiatrie, Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit, Krisenintervention, PatientInnenorientierung, Psychische Erkrankung.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Unterstützung von KlientInnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) durch SozialarbeiterInnen im Rahmen des Betreuten Wohnens (BW).
Die Arbeit verknüpft klinisches Wissen über die BPS und die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) mit den Strukturen und den praktischen Anforderungen der Sozialen Arbeit im Betreuten Wohnen.
Das Ziel ist zu untersuchen, ob und inwieweit sich Methoden der DBT in das Betreute Wohnen integrieren lassen, um MitarbeiterInnen eine hilfreiche Unterstützung im Umgang mit BPS-Betroffenen zu bieten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung aktueller Fachdiskurse, Modelle und empirischer Studien zur BPS, zur DBT und zum Betreuten Wohnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Störung, die Darlegung des DBT-Verfahrens, die Analyse des Arbeitsfeldes Soziale Arbeit sowie die abschließende Diskussion zur praktischen Anwendung dieser Ansätze im BW.
Zentrale Begriffe sind Borderline-Persönlichkeitsstörung, Dialektisch-Behaviorale Therapie, Betreutes Wohnen, Soziale Arbeit, Skillstraining und Eingliederungshilfe.
Die Arbeit hebt hervor, dass BPS-Betroffene das Personal oft vor große Herausforderungen stellen, da bisher spezifische Methoden für den Alltag im BW fehlten und die Interaktion oft durch Konflikte oder Gefühle der Hilflosigkeit geprägt ist.
Ja, sofern sie entsprechende Fortbildungen (z.B. DBT für Sozial- und Pflegeberufe) besucht haben, können sie bestimmte Techniken und das Skillstraining zur Unterstützung im Alltag einsetzen, auch wenn sie keine eigenständige Einzeltherapie durchführen dürfen.
Die Abgrenzung ist wichtig, um die unterschiedlichen Rollen – das fest umrissene Setting der Psychotherapie gegenüber der alltagsbezogenen, flexiblen Unterstützung im Sozialraum – klar zu definieren und Überforderungen sowie falsche Erwartungen zu vermeiden.
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