Bachelorarbeit, 2020
123 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer und empirischer Hintergrund
2.1 Online-Vigilanz
2.1.1 POPC-Forschung
2.1.2 Definition von Online-Vigilanz
2.1.3 Abgrenzung der Online-Vigilanz von Gewohnheit, Sucht und Multitasking
2.1.4 Verstärkungsfaktoren von Online-Vigilanz
2.2 Achtsamkeit
2.2.1 Definition und Geschichte von Achtsamkeit
2.2.2 Achtsamkeitsbasierte Interventionen
2.2.3 Auswirkungen von Achtsamkeit
2.3 Digitaler Stress
2.3.1 Definition und Konzeptualisierung von Stress
2.3.2 Entstehung von digitalem Stress
2.3.3 Forschungsstand von digitalem Stress
2.4 Achtsamkeit und POPC-Verhalten
2.4.1 Herausforderungen von POPC-Bedingungen
2.4.2 Vorteilhaftes POPC-Verhalten durch Achtsamkeit
2.4.3 Forschungsstand von Achtsamkeit und Online-Vigilanz
2.5 Überblick über die vorliegende Studie
2.6 Fragestellung und Hypothesen
3 Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Planung und Durchführung der Untersuchung
3.3 Fragebogenverfahren
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptivstatistische Ergebnisse
4.2 Inferenzstatistische Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Implikationen und Bedeutung der Ergebnisse
5.2 Einordnung in den aktuellen Forschungsstand
5.3 Limitation
5.4 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Phänomen der Online-Vigilanz, Achtsamkeit und dem wahrgenommenen Stress bei Digital Natives. Ziel ist es zu klären, ob Achtsamkeit als intervenierende Variable zwischen einer erhöhten Online-Vigilanz und dem Erleben von digitalem Stress fungiert, um daraus Ansatzpunkte für eine vorteilhaftere Mediennutzung abzuleiten.
2.1.2 Definition von Online-Vigilanz
Das Konstrukt der Online-Vigilanz lehnt sich nach Reinecke et al. (2018) an dem psychologischen Konzept der Vigilanz an, welches definiert werden kann als „the ability to sustain attention to a task” (Oken, Salinsky, & Elsas, 2006, p. 1885). Online-Vigilanz bildet den Kern der kognitiven Präsenz der Online-Sphäre und bezieht sich auf die enge und intensive Beziehung, die NutzerInnen mit ihren Informations- und Kommunikationstechnologien pflegen (Klimmt, Hefner, Reinecke, Rieger, & Vorderer, 2018).
Auch wenn sich das Wirkungsfeld der Online-Vigilanz auf alle IKT erstreckt, beschränkt sich der Fokus der vorliegenden Arbeit hauptsächlich auf Smartphones. „Das Smartphone ist vor allem deswegen so virulent im Hinblick auf Risiken und Nebenwirkungen, weil es mit entsprechenden Programmen kombiniert eine Fülle von Funktionalitäten bietet.“ (Spitzer, 2015, S. 599). Im Folgenden werden die drei Komponenten von Online-Vigilanz erläutert, die eine POPC-Denkweise beschreiben.
Salienz (engl. Salience) beschreibt die dauerhafte, oftmals automatisierte gedankliche Auseinandersetzung mit der Online-Umgebung in alltäglichen Situationen, in welchen keine physische Verbindung zum Internet besteht (Klimmt et al., 2018; Reinecke et al., 2018). Selbst wenn das Smartphone in diesem Moment nicht aktiv im Einsatz ist, so widmet sich ein Teil der Aufmerksamkeit oftmals unbewusst der Frage, was sich derzeit in der Online-Medienumgebung ereignet. Die Online-Sphäre wird aufgrund der dauerhaften Verfügbarkeit als zusätzliche Ebene der Realität in jeder Offline-Umgebung wahrgenommen (Klimmt et al., 2018).
1 EINLEITUNG: Einführung in das POPC-Phänomen und Herleitung der Forschungsfrage bezüglich der intervenierenden Rolle von Achtsamkeit.
2 THEORETISCHER UND EMPIRISCHER HINTERGRUND: Theoretische Herleitung von Online-Vigilanz, Achtsamkeit und digitalem Stress sowie Aufstellung der sieben Forschungshypothesen.
3 METHODE: Detaillierte Darstellung des Forschungsdesigns, der Stichprobe und der eingesetzten Fragebogenverfahren zur quantitativen Erhebung.
4 ERGEBNISSE: Präsentation der deskriptiv- und inferenzstatistischen Ergebnisse, inklusive der Überprüfung des Mediationsmodells.
5 DISKUSSION: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf den Forschungsstand, Erörterung der Limitationen sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Online-Vigilanz, Achtsamkeit, Digitaler Stress, POPC, Digital Natives, Smartphone-Nutzung, Technostress, Medienpsychologie, Mediation, Stressbewältigung, Kognitive Überlastung, Bewusstes Handeln.
Die Arbeit untersucht, wie die ständige Online-Verfügbarkeit (Online-Vigilanz) von Digital Natives zu Stress führt und ob Achtsamkeit dabei helfen kann, diesen Zusammenhang positiv zu beeinflussen.
Die zentralen Felder sind das POPC-Phänomen ("permanently online, permanently connected"), die psychologische Konstruktion von Achtsamkeit und die Entstehung von digitalem Stress basierend auf dem transaktionalen Stressmodell.
Das Ziel ist zu überprüfen, ob Achtsamkeit als sogenannte intervenierende Variable (Mediator) zwischen dem Stress durch ständige Online-Verfügbarkeit und dem wahrgenommenen Stress wirkt.
Es wurde eine quantitative Untersuchung mit einem Online-Fragebogen durchgeführt, an der 322 Digital Natives teilnahmen. Die Daten wurden mittels Regressions- und Korrelationsanalysen ausgewertet.
Der Hauptteil liefert zunächst den theoretischen Rahmen inklusive Begriffsdefinitionen, stellt dann das Studiendesign vor und analysiert abschließend die Ergebnisse hinsichtlich der aufgestellten Hypothesen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Online-Vigilanz, Achtsamkeit, digitaler Stress, POPC, Digital Natives sowie Technostress und kognitive Ressourcen.
Es dient als theoretische Grundlage, um zu erklären, warum objektiv gleiche digitale Anforderungen bei verschiedenen Menschen unterschiedlich starken Stress auslösen können.
Die Autorin empfiehlt einen achtsamen und bewussten Umgang mit digitalen Medien, da dieser helfen kann, vorteilhafte Gewohnheiten aufzubauen und als präventive Maßnahme gegen digitalen Stress und Internetsucht fungiert.
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