Masterarbeit, 2020
124 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Stand der Forschung
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Grundlage der Corporate Social Responsibility
2.1. Definition und verwandte Begriffe
2.1.1. Corporate Social Responsibility
2.1.2. Corporate Citizenship
2.1.3. Corporate Volunteering
2.2. Bedeutung für einzelne Akteure
2.2.1. Shareholder-Value-Ansatz
2.2.1.1. CSR als Managementkonzept
2.2.1.2. CSR als Business Case
2.2.1.3. Eigentümer/Investoren
2.2.2. Stakeholder
2.2.2.1. Konsumenten
2.2.2.2. Mitarbeiter
2.2.2.3. Geschäftspartner
2.2.2.4. Markt
2.2.2.5. Staat
2.2.2.6. NGOs
2.3. Zwischenfazit
3. Theorie und Konzepte der Corporate Social Responsibility
3.1. Der soziologische Neo-Institutionalismus
3.1.1. Basiskonzept des soziologischen Neo-Institutionalismus
3.1.2. Legitimität und Rationalitätsmythen
3.1.3. Der Umweltbezug und organisationale Felder
3.2. Ansätze des Neo-Institutionalismus
3.2.1.1. Institutioneller Isomorphismus
3.2.1.2. Strategie der Entkopplung
3.2.1.3. Weltkulturansatz
3.2.2. Kritik an NSI und Zwischenfazit
3.3. Erklärungseinsatz des Neo-Institutionalismus zum CSR
3.4. Ergänzung und Zwischenfazit
4. Stand von CSR in der soziologischen Forschung
5. Rollen von multinationalen Konzernen in der Nachhaltigkeit
5.1. Implementierung und Kommunikation
5.2. Corporate Social Responsibility Management
5.3. Nachhaltigkeitsberichte, Grundlage
5.3.1. Initiativen und Standards
5.3.1.1. ISO-Normen 26000, ISO 14000 und UN Global Compact
5.3.1.2. Global Reporting Initiative und Entkopplungseffekt (GRI)
5.3.1.3. Integrated Reporting
5.3.1.4. Deutscher Nachhaltigkeitskodex
5.3.2. Zwischenfazit und Analyse
6. Corporate Social Responsibility in der Praxis: Glencore
6.1. Unternehmensporträt
6.1.1. Glencores Verständnis von Corporate Social Responsibility
6.1.2. Glencore in der DR Kongo
6.2. Datenquelle und Beschreibung
6.3. Hypothesenformulierung
6.3.1. Untersuchung der Nachhaltigkeitsberichte
6.3.1.1. Empirisches Vorgehen, Dokumentenanalyse
6.3.1.1.1. Ergebnisse der Dokumentenanalyse
6.3.1.1.2. Quantitative Ergebnisse und Umfang
6.3.1.1.3. GRI-Datenangabe
6.3.1.2. Maßnahmen in Bereich ökologische Nachhaltigkeit
6.3.2. Interpretation der Ergebnisse
7. Fazit
7.1. Beantwortung der Forschungsfragen
7.2. Ausblick und offene Fragen
Die Arbeit untersucht die Corporate-Social-Responsibility-Politik (CSR) des Konzerns Glencore in der Demokratischen Republik Kongo im Zeitraum von 2014 bis 2018. Ziel ist es, zu analysieren, wie das Unternehmen seine ökologische CSR-Politik im Kontext von gesellschaftlichen Erwartungen und internationaler Berichtsstandards (GRI) gestaltet und ob dabei eine reaktive oder strategische Ausrichtung vorliegt.
1. Einleitung
In den letzten Jahrzehnten gibt es kaum eine Thematik wie die ökologische Nachhaltigkeit (Erderwärmung, CO2-Ausstoß, Naturkatastrophen etc.), die so viel an Bedeutung innerhalb der Weltgesellschaft gewonnen hat. Sie prägt und beschäftigt intensiv alle gesellschaftlichen Schichten auf unserem Globus. Von Medien, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft bis zum normalen Alltag eines einfachen Bürgers ist das Thema präsent, wird die Notwendigkeit diskutiert, eine konsequentere ökologische, wissenschaftlich fundierte und wirtschaftliche Politik zu betreiben, um eine erträgliche und menschenfreundliche Umwelt für die zukünftigen Generationen zu schaffen.
Aus diesem Bestreben heraus verabschiedeten Ende 2015 197 Vertragsparteien (Länder) eine Vereinbarung, genannt Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCC), mit dem Ziel des Klimaschutzes (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 2019). 2016 wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika ein neuer Präsident gewählt, ein Gegner des UNFCC, der sich zum Ziel gesetzt hat, die USA aus dem Pariser Klimaabkommen zu lösen. Das gleiche Szenario geschieht im Brasilien und Teilen von Europa. Plötzlich scheint das Abkommen zu sterben, dabei stehen Klimawandel und Erderwärmung vor aller Augen.
Als Gegenwind wurden zahlreiche öffentliche Kampagnen wie „Friday for Future“ mit dem Ziel, das Klima zu schützen, gegründet. Die öffentliche Kampagne „Friday for Future“ ist eine Klimaschutz-Aktion, an der Spitze eine 16-jährige Klimaaktivistin aus Schweden, Greta Thunberg. Diese Kampagne gehört derzeit zu den bekanntesten sozialen Bewegungen, die weltweit in vielen Medien Aufmerksamkeit findet; sie gilt als eine Kampagne von Schülern und Studenten, die sich mit großer Leidenschaft für Klimaschutz einsetzen. Kampagnen dieser Art sind inzwischen global vertreten und dies zeigt, wie prägnant und bedeutsam das Thema des Klimaschutzes sich innerhalb der Weltgesellschaft etabliert hat.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der ökologischen Nachhaltigkeit und CSR ein und definiert die zentrale Forschungsfrage zur CSR-Politik von Glencore in der DR Kongo.
2. Grundlage der Corporate Social Responsibility: Hier werden Definitionen und verwandte Konzepte der CSR sowie deren Bedeutung für verschiedene Stakeholder-Gruppen erörtert.
3. Theorie und Konzepte der Corporate Social Responsibility: Dieses Kapitel erläutert den soziologischen Neo-Institutionalismus als theoretischen Rahmen, um das Handeln von Organisationen im Hinblick auf Legitimität und Erwartungen zu verstehen.
4. Stand von CSR in der soziologischen Forschung: Hier wird der aktuelle Forschungsstand der soziologischen Perspektive auf CSR zusammengefasst.
5. Rollen von multinationalen Konzernen in der Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel diskutiert die Rolle multinationaler Konzerne, die Bedeutung von Kommunikation und die verschiedenen Berichtsstandards wie GRI.
6. Corporate Social Responsibility in der Praxis: Glencore: Der empirische Teil der Arbeit analysiert die Nachhaltigkeitsberichte von Glencore in der DR Kongo und wertet diese anhand der aufgestellten Hypothesen aus.
7. Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfragen und ordnet die Ergebnisse in den weiteren Forschungszusammenhang ein.
Corporate Social Responsibility, CSR, Glencore, DR Kongo, Neo-Institutionalismus, Nachhaltigkeitsbericht, Global Reporting Initiative, Stakeholder, Legitimität, ökologische Nachhaltigkeit, Business Case, Klimawandel, Kommunikation, Entkopplung, Greenwashing
Die Arbeit untersucht, wie das Unternehmen Glencore seine gesellschaftliche Verantwortung (CSR) im Bereich ökologische Nachhaltigkeit in der DR Kongo ausübt und ob dies eher reaktiv, taktisch oder strategisch erfolgt.
Die Schwerpunkte liegen auf dem soziologischen Neo-Institutionalismus, der Unternehmenskommunikation mittels Nachhaltigkeitsberichten, der Rolle von NGOs als Kontrollinstanzen und der Analyse von ökologischen Daten in einem Bergbaukontext.
Die zentrale Frage lautet: Wie ist die CSR-Politik des Weltkonzerns Glencore in der DR Kongo in den Jahren 2014 bis 2018 zu beschreiben und zu bewerten?
Es handelt sich um eine empirische Dokumentenanalyse. Untersucht werden Nachhaltigkeitsberichte von Glencore sowie kritische Berichte von NGOs, die in einer quantitativen Untersuchung auf ihre ökologischen Aussagen hin ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Neo-Institutionalismus) und Berichtsstandards (GRI) erläutert. Anschließend folgt eine detaillierte Auswertung der Glencore-Nachhaltigkeitsberichte im Vergleich mit den Forderungen der NGOs.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Legitimität, Rationalitätsmythen, Stakeholder, Entkopplung (Decoupling) und das Spannungsfeld zwischen "Talk" und "Action" charakterisiert.
Der Autor ordnet das Bekenntnis als "taktische" Maßnahme ein, bei der Glencore versucht, durch eine hohe Informationsdichte und Selbstdarstellung zu punkten, ohne jedoch konkrete, tiefgreifende Korrekturen der ökologischen Missstände in der DR Kongo in den Berichten explizit zu adressieren.
Ja, NGOs fungieren als treibende Kraft, die den "normativen Druck" ausübt. Die Analyse zeigt, dass Glencore auf NGO-Berichte reagiert, wenngleich die Wirksamkeit der von Glencore implementierten Standards zur Lösung lokaler ökologischer Probleme kritisch hinterfragt wird.
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