Masterarbeit, 2020
105 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Werte
2.1.1 Wertebegriff
2.1.2 Wertemodelle und Modell dieser Studie
2.1.3 Werte und Wohlbefinden
2.2 Theorie der Selbstdiskrepanz
2.2.1 Domänen des Selbst
2.2.2 Selbstdiskrepanzen
2.2.3 Auswirkungen der Selbstdiskrepanz auf Affekt
2.2.4 Moderatoren des Zusammenhangs zwischen Selbstdiskrepanz und negativem Affekt
2.3 Verknüpfung der Theorien und Hypothesenableitung
2.3.1 Werteranking 2020
2.3.2 Werte und Affekt
2.3.3 Wertediskrepanz und Affekt
3. Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Studiendesign
3.3 Versuchsablauf
3.4 Erhebungsinstrumente
3.4.1 Werteselbstdiskrepanz und -priorisierung
3.4.2 Affektive Maße
3.4.3 Emotionsregulation
3.4.4 Subjektive Wahrnehmung der Corona- Pandemie
4. Ergebnisse
4.1 Voranalysen
4.2 Deskriptive Statistik
4.3 Werteranking
4.4 Ergebnisse der statistischen Hypothesenprüfung
4.4.1 Leben nach Werten und Affekt
4.4.2 Wertediskrepanz und Affekt
4.4.3 Moderatoren des Zusammenhanges zwischen Wertediskrepanz und Affekt
5. Diskussion
5.1 Diskussion der Ergebnisse
5.1.1 Werteranking
5.1.2 Werte und Affekt
5.1.3 Wertediskrepanz und Affekt
5.1.4 Moderatoren des Zusammenhanges zwischen Wertediskrepanz und Affekt
5.2 Limitationen dieser Studie und Empfehlungen für weitere Forschung
5.2.1 Methodische Umsetzung der Wertemessung
5.2.2 Querschnittliche Online-Befragung
5.2.3 Stichprobe
5.2.4 Inhaltlicher Ausblick
5.3 Implikationen für die Praxis
5.3.1 Implikationen für die Bildung
5.3.2 Implikationen für die Wirtschaft
5.3.3 Implikationen für die Psychotherapie
5.4 Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Einfluss persönlicher Werte und insbesondere der sogenannten Wertediskrepanz – der Differenz zwischen dem angestrebten und dem tatsächlich gelebten Werteausmaß – auf das psychische Wohlbefinden und den Affekt. Ziel ist es zu klären, inwiefern diese Diskrepanzen mit negativem Affekt korrelieren und welche Faktoren, wie beispielsweise die kognitive Emotionsregulation oder die persönliche Wertewichtigkeit, diesen Zusammenhang moderieren können.
2.2.1 Domänen des Selbst
Higgins (1987) beschreibt drei Domänen des Selbst. (1) Das tatsächliche Selbst (actual self) beschreibt die Repräsentation derjenigen Eigenschaften, die jemand tatsächlich zu besitzen glaubt. (2) Das ideale Selbst (ideal self) umfasst die Vorstellung über alle Merkmale, die jemand idealerweise besitzen möchte. Das können beispielsweise persönliche Wunscheigenschaften sein. Und schließlich impliziert (3) das Sollselbst (ought self) die Repräsentation derjenigen Attribute, die eine Person glaubt, besitzen zu sollen. Zum Beispiel könnte jemand davon ausgehen, extravertiert und gewissenhaft sein zu müssen, weil es familiär, gesellschaftlich oder kulturell gewünschte Eigenschaften darstellen. Sowohl das Sollselbst als auch das Idealselbst werden auch self-guides genannt, weil sie dem Menschen eine Orientierung bieten. Ein noch heute alltagsnahes Beispiel zum Verständnis der Unterscheidung des Ideal- und Sollselbst liefert das Rollenbild einer Frau (Higgins, 1987). Während eine Frau den persönlichen Wunsch haben kann, idealerweise erfolgreich und berühmt zu werden (Idealselbst), könnte sie gleichzeitig aufgrund gesellschaftlicher Vorstellungen glauben, dass sie eigentlich Hausfrau und sorgende Mutter sein sollte (Sollselbst).
Neben den Domänen des Selbst differenziert Higgins auch die Perspektive, aus welcher das entsprechende Selbst betrachtet wird. Hierbei unterscheidet er zwischen der eigenen (own) sowie der Perspektive bedeutender anderer Menschen (other). Da diese Studie nur auf die eigene Perspektive referenziert, wird die Aufteilung in die zwei Perspektiven nicht detaillierter beleuchtet.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Werten als Orientierungssystem ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses von Wertediskrepanzen auf Wohlbefinden und Affekt.
2. Theorie: Das Kapitel beleuchtet theoretische Grundlagen zu Werten und der Selbstdiskrepanztheorie und leitet aus deren Verknüpfung spezifische Hypothesen für die Arbeit ab.
3. Methode: Hier wird die methodische Umsetzung der korrelativen Querschnittsstudie dargelegt, inklusive Stichprobenbeschreibung, Studiendesign und den verwendeten Erhebungsinstrumenten.
4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistischen Analysen, einschließlich Werteranking und der Überprüfung der Hypothesen zu Wertediskrepanz und Affekt unter Berücksichtigung verschiedener Moderatoren.
5. Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst, Limitationen kritisch reflektiert und Implikationen für die Bereiche Bildung, Wirtschaft und Psychotherapie diskutiert.
Werte, Wertediskrepanz, Selbstdiskrepanztheorie, Wohlbefinden, Affekt, Emotionsregulation, Wertewichtigkeit, Corona-Pandemie, psychische Gesundheit, Selbstregulation, Persönlichkeitspsychologie, positive Psychologie, Wertepriorisierung, Kausalität, Metaanalyse.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen persönlichen Werten, den daraus resultierenden Wertediskrepanzen und deren Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden und den Affekt.
Zentrale Themen sind die Theorie der Selbstdiskrepanz, die Rolle von persönlichen Werten als Kompass, der Einfluss von Emotionsregulation und die Relevanz von Wertekonsistenz für die psychische Gesundheit.
Das Hauptziel ist es zu klären, ob Wertediskrepanzen – die Diskrepanz zwischen idealen und tatsächlichen Werten – mit negativem Affekt korrelieren und wie dies kognitiv sowie durch die Bedeutung der Werte moderiert wird.
Es handelt sich um eine korrelative Querschnittsstudie, die mittels Online-Fragebögen und anschließenden regressionsbasierten Moderationsanalysen ausgewertet wurde.
Im Hauptteil werden der theoretische Rahmen (Werte und Selbstdiskrepanz), die methodische Durchführung der Erhebung mit 523 Teilnehmenden sowie die detaillierten Ergebnisse der statistischen Hypothesenprüfung dargelegt.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Wertediskrepanz, Affekt, Emotionsregulation, Selbstdiskrepanztheorie und subjektives Wohlbefinden.
Die Pandemie wird als externer Einflussfaktor betrachtet, der die aktuelle Wertepriorisierung der Teilnehmenden beeinflusst hat und als explorativer Aspekt in der Diskussion Berücksichtigung findet.
Die Studie zeigt, dass eine hohe Ausprägung funktionaler Emotionsregulation den negativen Zusammenhang zwischen Wertediskrepanz und positivem Affekt sowie den positiven Zusammenhang mit negativem Affekt abschwächt.
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