Examensarbeit, 2002
85 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Zum Thema
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Was ist Inclusion? - Ein Diskurs
Was will Inclusion?
Wir sollen anders Leben!
Bildet der Konstruktivismus die Grundlage der Inclusion?
Ist wissenschaftliche Wahrheit objektiv?
Die Wissenschaft als Werkzeug für das Leben
Inclusion ist in Bewegung! Ist Inclusion eine Bewegung?
Der nicht geführte Diskurs
Von der Utopie zur Atopie
Die inclusive Gesellschaft – meine Zusammenfassung
3 Die 'Inclucity' als ein Aspekt einer inclusiven Gesellschaft
3.1 Warum gerade die Stadt als ein Aspekt?
3.2 Wohnen
3.3 Leben in der Öffentlichkeit
3.4 Betreuung und Assistenz
3.5 Die Größe der Einheiten und (politische) Partizipation
3.6 Bildung
3.7 Arbeit
4 Resumee
Die Arbeit untersucht das Konzept der "Inclucity" als Utopie einer Stadt für alle, basierend auf der Idee der sozialen Inklusion. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie inklusive Prinzipien im städtischen Lebensraum konkret umgesetzt werden können, wobei die Arbeit kritisch den Paradigmenwechsel in der Sonderpädagogik sowie die Rolle von Theorie und Utopie hinterfragt.
Die Wissenschaft als Werkzeug für das Leben
THOMAS und LOXLEY sehen Theorien als sog. 'thinking tools'. Sie vertreten damit die Meinung, dass Wissenschaft und Theoriebildung nur als Werkzeug zur Entwicklung von Handlungsstrategien dienen dürfe und nicht als Richtschnur. Diese 'thinking tools', diese Denk-Werkzeuge sollen benutzt werden so oft und so lange sie nützlich sind und weggelegt werden (und das ist m.E. der entscheidende Aspekt), wenn ihre Anwendung der Suche nach Lösungen eines Problems im Weg steht.
„[Theory] ...can be valuable enabling the perception of something in a different light or from a different perspective. However, where it dominates though, permanently dictating the direction of analysis, it can become hypnotic and even dangerous“ (2001, 9).
Theorie ist demnach vor allem dann sinnvoll, wenn sie in Form eines 'temporary construct' (vgl. ebd., 10) einen neuen, einen anderen Blickwinkel ermöglicht.
„It is something that comes and goes: a brief model, a metaphor, an idea or set of ideas which come out of one's thinking, one's reading and one's experience of the world“ (ebd.).
1 Einleitung: Vorstellung des Begriffs 'Inclucity' und der persönlichen Motivation des Autors, sich mit den Themen Inklusion, Utopie und Stadt im sonderpädagogischen Kontext auseinanderzusetzen.
2 Was ist Inclusion? - Ein Diskurs: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Inklusionsbegriff durch einen virtuellen Diskurs verschiedener Ansätze, inklusive der kritischen Betrachtung des Konstruktivismus.
3 Die 'Inclucity' als ein Aspekt einer inclusiven Gesellschaft: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf konkrete städtische Lebensbereiche wie Wohnen, Öffentlichkeit, Bildung und Arbeit.
4 Resumee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Plädoyer für die kontinuierliche Weiterarbeit an inklusiven Konzepten im urbanen Raum.
Inklusion, Inclucity, Stadt für Alle, Behindertenpädagogik, Konstruktivismus, Utopie, Atopie, Stadtplanung, Partizipation, Assistenzkonzepte, Wohnen, Bildung, Arbeit, soziale Gerechtigkeit, Thinking Tools.
Die Arbeit untersucht das utopische Konzept einer "Inclucity", einer inklusiven Stadt, in der kein Mensch aufgrund von Behinderungen oder anderen Merkmalen ausgeschlossen wird.
Die Arbeit verknüpft behindertenpädagogische Theorien mit stadtsoziologischen Fragestellungen und analysiert Bereiche wie Wohnen, Bildung, Arbeit und öffentliche Teilhabe.
Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie inklusive Prinzipien in konkreten Projekten und Lebensbereichen des urbanen Raums realisiert werden können, ohne dabei in starren Definitionen zu verharren.
Der Autor wählt einen diskursiven Ansatz, der verschiedene Fachpositionen zusammenführt und Theorien, insbesondere den Konstruktivismus, als "Thinking Tools" (Denkwerkzeuge) für die Praxis versteht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Diskursanalyse zum Inklusionsbegriff und eine praktische Anwendung auf städtische Lebensbereiche, unterstützt durch Beispiele wie das "Haus Mobile" oder das Projekt "Park Fiction".
Zentrale Begriffe sind Inklusion, Konstruktivismus, Utopie/Atopie, Partizipation und die Gestaltung eines sozialen Raums im städtischen Umfeld.
Der Begriff ist eine Wortschöpfung aus "Inclusion" und "City", um den Anspruch einer Stadt zu unterstreichen, die alle Menschen einschließt und die Vielfalt als Potenzial begreift.
Der Autor plädiert für einen "atopischen" Ansatz – statt einer unerreichbaren Utopie sollen schrittweise kleine Veränderungen an vielen Orten ein Mosaik einer inklusiven Gesellschaft bilden.
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