Masterarbeit, 2013
141 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 These, Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Stand der Forschung
2.1 Demographischer Wandel Deutschland
2.1.1 Zukünftige Bevölkerungsentwicklung
2.1.2 Prognostizierte Folgen
2.1.3 Räumliche Unterschiede
2.1.4 Veränderte Kindheit und verändertes Alt-Sein
2.2 Auswirkungen auf die Stadtentwicklung
2.2.1 Schrumpfung
2.2.2 Urban Renaissance
2.2.3 Infrastrukturelle Veränderungen
2.2.4 Raumordnung
3. Zwischenfazit
4. Aufbau der empirischen Untersuchung
4.1 Auswahl und Zuschnitt des Forschungsdesigns
4.1.1 Auswahl des Untersuchungsgebietes
4.1.2 Auswahl der Gesprächspartner
4.1.3 Auswahl der Indikatoren
4.1.4 Auswahl der Bevölkerungsgruppen
4.2 Durchführung der Erhebung und Auswertung
4.2.1 Teilstandardisierte Fragebögen
4.2.2 Auswertung der Fragebögen
4.2.3 Leitfadengespräche
4.2.4 Auswertung der Interviews
5. Die Entwicklung der Stadt Alzenau
5.1 Hintergrund und Geschichte
5.2 Heutige Funktion
5.3 Demographische Entwicklung
6. Ergebnisse
6.1 Stadtentwicklung in Alzenau: Bestandssituation
6.1.1 Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur „Kinder“
6.1.2 Pflegedienstleistungen „Senioren“
6.1.3 Verkehrsinfrastruktur
6.1.4 Freizeit- und Kulturangebote
6.1.5 Versorgung und Gastronomie
6.1.6 Ärztliche Versorgung
6.1.7 Wirtschaftliche Bedingungen
6.1.8 Wohnraum
6.1.9 Gebaute Umwelt
6.2 Stadtplanungsamt Alzenau
6.3 Geplante Maßnahmen
6.3.1 Bayerische Gartenschau
6.3.2 Wohnraum
6.3.3 Familienfreundlichkeit/Kinderfreundlichkeit
6.3.4 Seniorenfreundlichkeit
6.3.5 Freizeit und Kultur
6.3.6 Verkehr
6.3.7 Wirtschaft
6.3.8 Gastronomie und Versorgung
6.3.9 Gebaute Umwelt
6.4 Bevölkerungsbefragung
6.5 Vergleich Experten – Bevölkerung
7. Fazit und Handlungsempfehlungen
8. Literaturverzeichnis
9. Anhang
Die Arbeit analysiert, wie Mittelzentren unter dem Einfluss des demographischen Wandels ihre stadtplanerischen Strategien anpassen müssen, um einerseits der alternden Bevölkerung gerecht zu werden und andererseits junge Generationen als Bewohner und Arbeitskräfte zu binden.
1.1 Hinführung zum Thema
Das Thema rund um den demographischen Wandel hat nicht nur in Funk und Fernsehen, sondern auch auf Fachkongressen und in der Literatur Hochkonjunktur. Schlagworte wie Überalterung, Vergreisung der Gesellschaft, unzureichende Fertilität oder provokante Fragen wie „Sterben die Deutschen aus?“ (Volkery 2000) dominieren die öffentlichen Debatten.
„In Deutschland sinkt seit Jahrzehnten die Zahl der Kinder, die Bevölkerung wird immer älter […], Familienstrukturen und Lebensläufe wandeln sich, viele Städte und Regionen schrumpfen. Der demographische Wandel wird unsere Gesellschaft und unser Miteinander verändern. Welche vielfältigen Auswirkungen auf alle Lebensbereiche das mit sich bringt, beginnen wir in Deutschland gerade erst richtig zu erfassen. Wie man den vor uns liegenden Herausforderungen am besten begegnet, darüber kann und soll man streiten, aber eines ist klar: Sie früh zu erkennen und Probleme offen zu benennen, ist der beste Weg, sie zu lösen. Es gilt, die richtigen Fragen zu stellen und gemeinsam nach tragfähigen Antworten zu suchen: Wie wollen wir in Zukunft leben?“ (Köhler 2005).
Das Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler verdeutlicht die künftige Herausforderung des demographischen Wandels für Deutschland, der von vielen oftmals als Schreckensszenario dargestellt wird. Die gleichbleibende bzw. sinkende Geburtenrate einerseits und die anhaltende Verlängerung der Lebenserwartung andererseits haben in den letzten Jahren zunehmend zu einer ausgeprägten Veränderung der Altersstruktur in der Bevölkerung geführt. Und dieser Trend wird sich laut Prognosen weiter fortsetzen und verschärfen (Hanappi-Egger 2009).
1. Einleitung: Einführung in die Problematik des demographischen Wandels und Darlegung der zentralen Fragestellung sowie des methodischen Aufbaus.
2. Stand der Forschung: Theoretische Auseinandersetzung mit demografischen Trends, deren Folgen für die Stadtentwicklung und die Rolle von Mittelzentren.
3. Zwischenfazit: Zusammenfassende Betrachtung der Relevanz des Themas für die spezifische Situation der Mittelzentren.
4. Aufbau der empirischen Untersuchung: Erläuterung des Forschungsdesigns, der Auswahl der Fallstudie Alzenau und der angewandten Erhebungsmethoden.
5. Die Entwicklung der Stadt Alzenau: Historischer Rückblick und Analyse der aktuellen Funktionen sowie demografischen Ausgangslage in Alzenau.
6. Ergebnisse: Ausführliche Bestandsaufnahme und Analyse stadtplanerischer Maßnahmen in Alzenau vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.
7. Fazit und Handlungsempfehlungen: Zusammenführung der Ergebnisse und Ableitung von Empfehlungen für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung.
Demographischer Wandel, Stadtentwicklung, Mittelzentrum, Alzenau, Bevölkerungsentwicklung, Infrastruktur, Seniorenfreundlichkeit, Familienfreundlichkeit, Wohnungsmarkt, Schrumpfung, Urban Renaissance, Stadtplanung, Bürgerbeteiligung, Daseinsvorsorge, Regionalentwicklung
Die Masterarbeit befasst sich mit den stadtplanerischen Herausforderungen, denen sich Mittelzentren im Kontext des demographischen Wandels gegenübersehen, am Beispiel der Stadt Alzenau.
Zentrale Themen sind die Anpassung der sozialen Infrastruktur (Kinderbetreuung, Seniorenpflege), Wohnraumgestaltung, wirtschaftliche Bedingungen und die Attraktivität des Standorts für junge und ältere Generationen.
Ziel ist es zu untersuchen, wie ein Mittelzentrum der drohenden Überalterung und Abwanderung entgegenwirken kann, um als lebenswerter Ort für alle Generationen attraktiv zu bleiben.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturrecherche und Datenanalyse mit einer qualitativen empirischen Untersuchung, bestehend aus Experteninterviews und einer Bevölkerungsbefragung.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Bestandssituation Alzenaus, geplante Projekte (wie die Bayerische Gartenschau) und die Meinungen der Bevölkerung sowie Experten zur aktuellen Stadtpolitik.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie demographischer Wandel, Stadtentwicklung, Mittelzentrum, Alzenau, Infrastruktur, Seniorenfreundlichkeit und Familienfreundlichkeit charakterisieren.
Während die Stadtverwaltung die Situation als "gut aufgestellt" wahrnimmt, betonen Akteure aus der Praxis und Bedarfsanalysen des Landkreises, dass das bestehende Angebot bereits jetzt an Kapazitätsgrenzen stößt.
Die Bürgerbeteiligung dient als wichtiges Instrument, um die Bedürfnisse der Einwohner direkt zu erfassen und die Kluft zwischen planerischer Wahrnehmung und gelebter Realität, beispielsweise beim ÖPNV, aufzudecken.
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