Bachelorarbeit, 2020
122 Seiten, Note: 1,4
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Identität
2.2 Bedeutung und Definition von beruflicher Identität
2.2.1 Berufliches Selbstverständnis, Sozialisation und Commitment
2.2.2 Die Erfassung von beruflicher Identität am Beispiel von Heinemann und Rauner
2.3 Stolz
2.3.1 Bedeutung und Definition von Berufsstolz
2.3.2 Förderliche und hinderliche Faktoren für den Berufsstolz von professionell Pflegenden
2.3.3 Effekte von Berufsstolz
2.4 Die Entwicklung der professionellen Pflege
2.5 Die Rolle der Pflege während der Coronakrise
2.6 Forschungsfragen und Zielsetzung
3. Methodik
3.1 Begründung der qualitativen Forschungsmethode
3.2 Die Entwicklung des Interviewleitfadens
3.3 Feldzugang
3.4 Durchführung der Interviews
4. Ergebnisse
4.1 Beschreibung der Befragten
4.2 Datenanalyse
4.3 Darstellung der Ergebnisse
4.3.1 Kategorie 1: Motivation den Pflegeberuf zu erlernen
4.3.2 Kategorie 2: Rolle im Gesundheitswesen
4.3.3 Kategorie 3: Hauptaufgabe der pflegerischen Tätigkeit
4.3.4 Kategorie 4: Gern von seinem Beruf erzählen
4.3.5 Kategorie 5: Gedanken zur Arbeitsverbesserung
4.3.6 Kategorie 6: Faktoren, die auf Wunsch verändert werden würden
4.3.7 Kategorie 7: Unterstützung während der Corona- Krise
4.3.8 Kategorie 8: Veränderung der Rolle in der Corona- Krise
4.3.9 Kategorie 9: Gefühle, als die Berufsgruppe bejubelt wurde
4.3.10 Kategorie 10: Gefühl von mehr Anerkennung/ Wertschätzung während der Corona- Krise
4.3.11 Kategorie 11: Einfluss der Corona- Krise auf den Berufsstolz und die berufliche Identität
5. Diskussion
5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse in Verbindung mit der vorhandenen Literatur
5.2 Limitationen
5.3 Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Corona-Pandemie auf den Berufsstolz und die berufliche Identität von professionell Pflegenden. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob die mediale Aufmerksamkeit und die öffentliche Wahrnehmung während der Krise zu einer Stärkung der beruflichen Selbstwahrnehmung geführt haben oder ob diese Effekte aus Sicht der Pflegenden vernachlässigbar sind.
2.5 Die Rolle der Pflege während der Coronakrise
Diese im vorangegangenen Kapitel beschriebene Schlüsselstellung stellt in der Corona-Krise die Basis der betitelten Systemrelevanz dar. Die weltweite Corona-Krise ist in der wissenschaftlichen Forschung noch relativ wenig bearbeitet. „Weder die differenzierten Berichte von Fachorganisationen noch die überzeugendste Evidenz empirischer Studien konnten uns bisher die Bedeutung von Pflegefachpersonen für die Gesundheitsversorgung der Menschen so deutlich vor Augen führen“ (Dr.Dichter, Kocks, Prof.Dr.Meyer, & Dr.Stephan, 2020, S. 2). Es hat den Anschein, dass die Wertschätzung in der Öffentlichkeit deutlich gestiegen ist, jedoch bleibt das Rollenbild in der Gesellschaft, den Medien und der Politik unverändert. Pflegefachpersonen tragen maßgeblich dazu bei, die gesundheitliche Versorgung der Patienten mit Covid-19 sicherzustellen, sie sind in der Lage, Infektionsketten in allen Settings der Gesundheitsversorgung zu unterbrechen (Dr.Dichter, Kocks, Prof.Dr.Meyer, & Dr.Stephan, 2020). Umstrukturierungen wurden in kürzester Zeit sowohl in Krankenhäusern als auch in Alten- und Pflegeheimen umgesetzt, darüber hinaus Isolierstationen eingerichtet, um die Notfallversorgung abzusichern. Eine spezifische Qualifikation der Pflegefachpersonen, die sich bereitwillig aus anderen Bereichen versetzen ließen, wurde initiiert (ebd.).
Die Pandemie wirkt sich auf alle Arbeitsbereiche der Pflege aus. Aufgaben im Infektionsschutz sowie zur Aufklärung über präventive Maßnahmen wie Social Distancing, beinhalten die Tätigkeiten der Pflegefachpersonen. Darüber hinaus werden sie mit den sekundären Auswirkungen dieser Maßnahmen konfrontiert – mit Ängsten, Vereinsamung und extremen Verunsicherungen ihrer Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen. Eine gezielte Wahrnehmung, umfassende Lösungskompetenz und stabilisierende Ansätze in Situationen, in denen keine einfachen bewährten Antworten vorliegen, stellen die Grundvoraussetzungen für all diese Anforderungen dar. Die Wahrnehmung des Pflegeberufs scheint jedoch nach wie vor mit den Adjektiven – dienend, aufopfernd und selbstlos - beschrieben zu werden (Rosenberg, 2020). Deutlicher als in der Corona-Pandemie kann kaum aufgezeigt werden, welche Berufe wirklich relevant sind für die Daseinsfürsorge, das Überleben und die Zukunft der Gesellschaft.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Pflegefachkräfte als systemrelevante Akteure in der Corona-Krise und führt die Problematik des Pflegenotstands ein.
2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Identität, berufliche Identität und Berufsstolz und setzt diese in Bezug zu den förderlichen und hinderlichen Faktoren in der Pflege.
3. Methodik: Hier wird das qualitative Forschungsdesign begründet und die Entwicklung des Interviewleitfadens sowie der Feldzugang erläutert.
4. Ergebnisse: Der Hauptteil präsentiert die Auswertung der Interviews, gegliedert in elf Kategorien, die Motive, Rollenverständnis und das Erleben der Corona-Pandemie bei Pflegekräften abbilden.
5. Diskussion: Das letzte Kapitel interpretiert die Ergebnisse, stellt sie in den Kontext der vorhandenen Literatur und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Corona-Krise, Profession Pflege, Berufsstolz, berufliche Identität, Anerkennung, Pflegewissenschaft, Qualitative Forschung, Systemrelevanz, Arbeitsbelastung, Pflegefachpersonal, Wertschätzung, Berufsalltag, Identitätsbildung, Pflegeethos, Gesundheitswesen.
Die Arbeit untersucht, wie professionell Pflegende ihre berufliche Identität und ihren Berufsstolz im Kontext der besonderen Herausforderungen der Corona-Pandemie erleben.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Berufsstolz, die Identitätsentwicklung im Pflegeberuf sowie die subjektive Wahrnehmung von Anerkennung und Arbeitsbedingungen während der Pandemie.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie beeinflusst die Corona-Krise den Berufsstolz und die berufliche Identität von professionell Pflegenden?“ Dabei soll geklärt werden, ob dieser Einfluss eher positiv oder vernachlässigbar ist.
Die Autorin wählt einen qualitativen Ansatz mit sechs halbstandardisierten Interviews, die inhaltsanalytisch in Anlehnung an Mayring ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden die Kategorien aus den Interviews dargestellt, die Themen wie die Motivation zur Berufswahl, das Rollenverständnis im Gesundheitswesen, Arbeitsbelastungen und die Unterstützung durch Arbeitgeber und Politik umfassen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Berufsstolz, berufliche Identität, Corona-Krise, Anerkennung und Pflege professionell beschreiben.
Nein, die Mehrheit der Befragten konnte keinen wesentlichen positiven Effekt feststellen; einige empfanden die öffentliche Aufmerksamkeit sogar als beschämend oder oberflächlich.
Die Aussagen sind überwiegend negativ; es wird kritisiert, dass zwar Hygienekonzepte existierten, aber strukturelle Unterstützung oder Mitsprachemöglichkeiten bei deren Erstellung fehlten.
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