Hausarbeit, 2007
112 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Literaturgeschichte, Epochen
I. Einleitung
II. Der lyrische Umgang mit dem Thema Krieg in den Epochen
II.1 Das Barock
II.1.1 Das Barock als Epoche
II.1.2 Lyrik im Barock
II.1.3 Der historische Kontext
II.1.4 Andreas Gryphius
II.1.5 Das Sonett und der Alexandriner als Gedichtart und Versform des Barocks
II.1.6 Tränen des Vaterlandes / Anno 1636
II.1.6.1 Zur Entstehungsgeschichte
II.1.6.2 Die Sprache des Andreas Gryphius
II.1.6.3 Vergleich der Fassungen von 1636 und 1663
II.1.6.3 Interpretation des Gedichtes
II.1.6.4 Einordnung des Gedichts
II.2 Aufklärung
II.2.1 Die Aufklärung als Epoche
II.2.2 Lyrik der Aufklärung
II.3 Vom Sturm und Drang bis zur Romantik
II.3.1 Der Sturm und Drang und die Romantik als Epoche
II.3.2 Lyrik des Sturm und Drang und der Romantik
II.4 Lyrik zur Zeit der Befreiungskriege
II.4.1 Historischer Kontext
II.4.2 Ernst Moritz Arndt
II.4.3 Das Vaterlandslied 1812
II.4.3.1 Interpretation des Gedichtes
II.4.3.2 Einordnung des Gedichtes
II.5 Vom Biedermeier bis zum Realismus
II.5.1 Die Epochen und Strömungen
II.5.2 Der historische Kontext
II.5.3 Das Biedermeier
II.5.4 Junges Deutschland
II.5.5 Vormärz
II.5.6 Der Realismus bzw. die Lyrik des Nachmärz bis zur Reichsgründung
II.6 Vom Naturalismus zum Expressionismus
II.6.1 Der Naturalismus als Epoche
II.6.2 Lyrik des Naturalismus – Lyrik im Kaiserreich
II.6.3 Der Übergang zum Expressionismus und die Lyrik des Ersten Weltkriegs
II.6.4 Expressionismus
II.6.5 Georg Trakl – Ein expressionistischer Dichter und Opfer des Ersten Weltkrieges
II.6.6 Grodek
II.6.6.1 Entstehungsgeschichte
II.6.6.2 Über die Sprache und die Chiffre Trakls
II.6.6.3 Interpretation des Gedichtes
II. 6.6.4 Einordnung des Gedichtes
II.7 Von der Weimarer Republik über die Neue Sachlichkeit bis 1933
II.8 Drittes Reich – Lyrik im gleichgeschalteten Deutschland
II.9 Der Abwurf der Atombombe 1945 – Eine neue Zeitrechnung der Kriegsführung
II.9.1 Die Literatur und Lyrik nach 1945
II.9.2 Der historische Kontext
II.9.3 Marie-Luise Kaschnitz – Eine Zeitgenossin
II.9.4 Hiroshima
II.9.4.1 Interpretation des Gedichtes
II.9.4.2 Einordnung des Gedichtes
III. Zusammenfassung
IV. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der deutschen Kriegslyrik vom Barock bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, mit dem Ziel, die Wandlungen in der literarischen Auseinandersetzung mit Krieg, Zerstörung und dem Bild des Menschen in Extremsituationen anhand repräsentativer Epochen und Gedichte aufzuzeigen.
II.1.4 Andreas Gryphius
Vieles über das Leben des Andreas Gryphius muss unbekannt bleiben, da die von ihm selbst verfasste Biografie als endgültig verloren gilt. Doch das wichtigste aus seinem Leben erfahren wir aus zweiter Hand von Baltzer Siegmund von Stosch sowie von Johannes Theodor Leubscher. Ihnen hat die Selbstbiografie Gryphius’ vorgelegen, weshalb wir vom Leben des Andreas Gryphius mehr erfahren, als von anderen großen Dichtern der Barockzeit. Es soll bei der folgenden Biografie weniger um das Nacherzählen der einzelnen Lebensdaten und Wege des Dichters gehen, sondern eher um einen kurzen Abriss der wichtigsten Erlebnisse und Rückschläge des wohl bedeutendsten deutschen Dichter der Barockzeit.
Hierdurch sollen seine Einstellung und sein politischer Hintergrund beleuchtet werden und diese Schlüsse später auch in die Interpretation seines mit bekanntestem Sonett „Tränen des Vaterlandes“ eingearbeitet werden. Nach der Kurzbiografie werde ich am Ende dieses Kapitels ebenfalls Aussagen zur Sprache und den Stilmitteln des Dichters anführen.
Andreas Gryphius wurde am 2. Oktober 1616 in Glogau geboren. Die z. T. falsch angegebenen Geburtsdaten lassen sich zum einen auf einen Lesefehler zurückführen (die römische Zahl II wurde als 11 angesehen) und zum anderen verwirrt die eigene Angabe des Dichters. Sein Sonett „Der Autor über seinen Geburtstag den 29. September MDCXVI“ ist eine von ihm gewollte Vorverlegung seines Geburtstages, um den Erzengel Michael als seinen Patron zu beanspruchen.
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass jeder Krieg zwar gleich in seiner Zerstörung, aber individuell in seinen historischen Umständen ist, und erläutert das Vorgehen der Arbeit anhand ausgewählter Lyrikbeispiele.
II.1 Das Barock: Dieses Kapitel erläutert die Epoche des Barocks und die Lyrik als Medium zur Darstellung von Tugend, Ordnung und Vergänglichkeit (Vanitas), wobei das Sonett „Tränen des Vaterlandes“ als zentrales Antikriegsgedicht analysiert wird.
II.2 Aufklärung: Hier werden die Epoche der Aufklärung und die Entstehung neuer dichterischer Ausdrucksformen beleuchtet, die durch Vernunftgedanken und eine erste kritische Distanz zur Obrigkeit geprägt sind.
II.3 Vom Sturm und Drang bis zur Romantik: Dieses Kapitel thematisiert die literarischen Bewegungen der „Deutschen Bewegung“ und die Rolle des subjektiven Empfindens sowie die Anfänge nationaler Identitätsfindung in der Lyrik.
II.4 Lyrik zur Zeit der Befreiungskriege: Diese Untersuchung widmet sich der Lyrik, die im Kampf gegen Napoleon entstand, und analysiert die Funktion von Arndts „Vaterlandslied“ als patriotisches Instrument zur Nationalstaatswerdung.
II.5 Vom Biedermeier bis zum Realismus: Hier werden die politischen und gesellschaftlichen Spannungsfelder von 1815 bis zur Reichsgründung 1871 sowie die Rolle der Dichter in dieser Zeit der Zensur und des gesellschaftlichen Umbruchs dargestellt.
II.6 Vom Naturalismus zum Expressionismus: Dieses Kapitel analysiert den Wandel der Lyrik im Kaiserreich und die expressionistische Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg, wobei Georg Trakls „Grodek“ als zentrales Zeugnis für die Hilflosigkeit des Individuums dient.
II.7 Von der Weimarer Republik über die Neue Sachlichkeit bis 1933: Hier werden die politische Zersplitterung und die wirtschaftlichen Krisen der Weimarer Republik und deren Reflexion in der zeitgenössischen, oft satirischen oder resignativen Lyrik behandelt.
II.8 Drittes Reich – Lyrik im gleichgeschalteten Deutschland: Dieses Kapitel untersucht die Vereinnahmung und Funktionalisierung der Lyrik für Propagandazwecke durch die Nationalsozialisten und das Verbot kritischer Stimmen.
II.9 Der Abwurf der Atombombe 1945 – Eine neue Zeitrechnung der Kriegsführung: Das Kapitel schließt die Arbeit ab, indem es die atomare Bedrohung als neue existenzielle Gefahr thematisiert und Marie Luise Kaschnitz’ „Hiroshima“ als Mahnung gegen die Entmenschlichung analysiert.
Kriegslyrik, Barock, Aufklärung, Befreiungskriege, Expressionismus, Nationalbewusstsein, Pazifismus, Andreas Gryphius, Ernst Moritz Arndt, Georg Trakl, Marie Luise Kaschnitz, Vanitas, Antikriegsgedicht, Literaturgeschichte, politische Lyrik
Die Arbeit analysiert die Entwicklung der deutschen Kriegslyrik von der Zeit des Barock bis hin zur Ära der Atombombe im Jahr 1945, um zu zeigen, wie sich das literarische Bild des Krieges über Jahrhunderte hinweg verändert hat.
Die zentralen Themen umfassen die Darstellung von Krieg, Zerstörung und Leid in der Lyrik, die Rolle der Religion, die Entwicklung eines deutschen Nationalgefühls sowie die Spiegelung politischer und historischer Ereignisse in der Dichtung.
Das Ziel ist es, anhand ausgewählter Gedichte und ihrer Epochen aufzuzeigen, wie Dichter auf die kriegerischen Ereignisse ihrer Zeit reagierten und inwiefern sich apokalyptische Vorausdeutungen durch die deutsche Literaturgeschichte ziehen.
Die Arbeit kombiniert epochengeschichtliche Überblicksdarstellungen mit einer detaillierten Analyse spezifischer, repräsentativer Gedichte. Dabei fließen biographische Aspekte der Dichter sowie der historische Kontext direkt in die Gedichtinterpretation ein.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Epochenkapitel (Barock, Aufklärung, Romantik/Befreiungskriege, Naturalismus/Expressionismus, Weimarer Republik, NS-Zeit), in denen jeweils der historische Hintergrund skizziert und ein zentrales Gedicht als Beispiel intensiv analysiert wird.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kriegslyrik, Epochenstil, politisch motivierte Dichtung, nationales Bewusstsein, apokalyptische Bildersprache und individuelle Betroffenheit der Dichter charakterisiert.
Das Gedicht dient als Ausgangspunkt, da es zeitlos anwendbar ist, das Barock repräsentiert und die „Vanitas“-Problematik sowie die Schrecken des Krieges mit einer formalen Strenge darstellt, die für spätere Vergleiche essenziell ist.
Der Abwurf der Atombombe markiert das Ende der Untersuchung, da er für den Autor eine neue Zeitrechnung darstellt, in der es nicht mehr nur um Politik oder Gerechtigkeit geht, sondern um die Frage der existentiellen Vernichtung der gesamten Menschheit.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

