Masterarbeit, 2016
89 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Die Share Economy
1.1 Peer-to-Peer Sharing
1.2 Treiber der Share Economy
1.2.1 Technologische Treiber
1.2.2 Gesellschaftliche Treiber
1.2.3 Ökonomische Treiber
1.3 Rechtliche und regulatorische Aspekte der Share Economy
2. Vertrauen
2.1 Grundlagen Vertrauen im Rahmen der Share Economy
2.2 Vertrauen aus theoretischer Perspektive
2.2.1 Definition
2.2.2 Merkmale von Vertrauen: Unsicherheit und Risiko
2.2.3 Formen von Vertrauen
2.2.4 Generalisiertes und Partikulares Vertrauen
2.3 Vertrauen im Online-Kontext
2.4 Aktuelle Vertrauensmechanismen der P2P-Portale
2.4.1 Maßnahmen zum Aufbau einer Online-Identität
2.4.2 Vertrauen in das Portal
2.4.3 Reputationssysteme
2.4.4 Übergeordnete Vertrauensportale
3. Forschungsdesign
3.1 Forschungsfrage
3.2 Methodologie
3.3 Vorstudie
3.3.1 Dokumentenanalyse
3.3.2 Teilnehmende Beobachtung
3.3.3 Experteninterviews
3.4 Datenanalyse
4. Analyse und Diskussion der Ergebnisse
4.1 Entwicklung der Share Economy und die Bedeutung von Vertrauen
4.2 Herausforderungen beim Aufbau von Vertrauen
4.3 Bewertung aktuelle Vertrauensmechanismen
4.4 Zukünftige Entwicklung der Thematik Vertrauen
5. Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht, wie in einer zunehmend digitalen Share Economy Vertrauen zwischen Nutzern von Peer-to-Peer-Plattformen generiert und gestärkt werden kann, wobei der Fokus auf ökonomischen und sozialen Aspekten liegt.
1. Die Share Economy
Erstmals benannt wurde der Begriff „Share Economy“ (bzw. „Sharing Economy“, dt. etwa „Ökonomie des Teilens“) von dem Harvard-Professor Martin Weitzman im Jahre 1984. Er vertrat die Auffassung, dass sich das Wohlstandsniveau aller durch eine Teilung der vorhandenen Güter erhöhe (Weitzman 1984). Die dahinterliegende Idee basiert im Grunde auf dem Konzept des Teilens, das den gemeinschaftlichen Nutzen vorhandener Ressourcen steigern soll. Das Konzept des Teilens ist dabei als soziale Praktik zu verstehen, die vornehmlich innerhalb geschlossener Gruppen wie beispielsweise der Familie oder Freunden umgesetzt wird. Anzumerken ist hierbei jedoch, dass das Konzept des Teilens per se keineswegs ökonomisch revolutionär ist und etwa bereits in Form von Leihgaben von Büchern in Bibliotheken oder Nachbarschaftsinitiativen seit Jahrhunderten praktiziert wird (Demary 2015: 4).
Dennoch unterlag diese Praktik durch die Erfindung und Verbreitung des Internets und der Digitalisierung einem fundamentalen Wandel. Vor allem diese technischen Hilfsmittel ermöglichten es erstmals, Ressourcen teils unabhängig von physischer Distanz und sozialer Beziehung zum Gegenüber zu teilen. Das Teilen zwischen fremden Personen wurde so ermöglicht (Scholl et al. 2015: 8). All dies geschah zudem im Kontext großer Rezession aufgrund der Weltwirtschaftskrise aus dem Jahre 2008. Die Menschen, deren Mentalität und Denkweise über Jahrzehnte von Konsum und Besitztum geprägt war, stellten die Art des Wirtschaftens und des Umgangs mit der Umwelt zum damaligen Zeitpunkt mehr und mehr in Frage (Gansky 2010: 4f.). Dabei stellte sich vor allem die Frage, wie Güter und Dienstleistungen, die die Individuen wirklich benötigen, günstiger sowohl in finanzieller als auch ökologischer Sicht zu beziehen sind (ebd.: 9). An genau diesem Punkt setzte das Geschäftsmodell der Share Economy ein, bei dem die Konsumenten nicht mehr nur konsumieren, sondern effizient und nachhaltig ihren Konsum steuern können (ebd.: 9).
Einleitung: Einführung in die Problematik des Vertrauens in der digitalen Share Economy und Vorstellung des Forschungsziels.
1. Die Share Economy: Definition des Begriffs sowie Erläuterung der technologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Treiber des Phänomens.
2. Vertrauen: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Konstrukt Vertrauen und dessen spezifische Bedeutung im Online-Kontext.
3. Forschungsdesign: Darstellung der qualitativen Forschungsmethoden, einschließlich Dokumentenanalyse und Experteninterviews.
4. Analyse und Diskussion der Ergebnisse: Auswertung der Interviews hinsichtlich der Bedeutung von Vertrauen, aktuellen Herausforderungen und zukünftigen Entwicklungen.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und Ausblick auf künftige Forschungsnotwendigkeiten.
Share Economy, Vertrauen, Online-Identität, Reputationssysteme, P2P-Portale, Informationsasymmetrie, Vertrauensmechanismen, Digitale Wirtschaft, Kollaborativer Konsum, Qualitative Forschung, Experteninterviews, Risikomanagement, Internet, Nachhaltigkeit, Community.
Die Arbeit untersucht die Mechanismen, mit denen in der Share Economy Vertrauen zwischen fremden Nutzern von Online-Plattformen aufgebaut und gestärkt werden kann.
Die Themenfelder umfassen die Definition der Share Economy, die theoretische Fundierung von Vertrauen, die Analyse bestehender Vertrauensinstrumente sowie die Identifikation von Herausforderungen für die Zukunft.
Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie Vertrauen in einer digitalen, oft anonymen Umgebung zwischen Akteuren (Anbieter und Nachfrager) generiert werden kann.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der eine Kombination aus Dokumentenanalyse, teilnehmender Beobachtung und Experteninterviews nutzt.
Der Hauptteil analysiert die Ergebnisse der Experteninterviews, diskutiert aktuelle Herausforderungen wie Informationsasymmetrie und bewertet bestehende Instrumente wie Reputationssysteme.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Share Economy, Vertrauen, P2P-Portale, Reputationssysteme und Digitale Wirtschaft.
Sie werden als einer der wichtigsten, wenn auch nicht fehlerfreien Mechanismen beschrieben, um Vertrauen zwischen Nutzern aufzubauen.
Ohne Vertrauen zwischen Fremden funktionieren die Transaktionen auf P2P-Plattformen nicht, da die Nutzer persönliche Güter oder Dienstleistungen teilen müssen, was mit Unsicherheit und Risiken verbunden ist.
Das 5-Sterne-Problem beschreibt die Schwäche vieler Reputationssysteme, bei denen Nutzer aus Höflichkeit oder Gegenseitigkeit durchgehend Bestnoten vergeben, was die Aussagekraft der Bewertungen schmälert.
Der Autor sieht eine verstärkte Notwendigkeit zur Kooperation zwischen Plattformen, Regierungen und Versicherungen sowie die mögliche Rolle von übergeordneten, unabhängigen Instanzen zur Zertifizierung.
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