Bachelorarbeit, 2020
109 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Methodik
1.3 Aufbau der Arbeit
2. BESTANDSAUFNAHME: DER AUTOMOBILHANDEL
2.1 Überblick und finanzielle Situation
2.2 Five-Forces-Analyse nach Porter
2.2.1 Verhandlungsmacht der Lieferanten
2.2.2 Verhandlungsmacht der Kunden
2.2.3 Bedrohung durch neue Wettbewerber
2.2.4 Bedrohung durch Substitutionsprodukte- und Services
2.2.5 Wettbewerbsintensität in der Branche
2.3 Elektromobilität: Fluch oder Segen?
2.3.1 Status Quo und Prognose
2.3.2 Potenziale und Problemfelder
2.3.3 Herausforderungen für die Automobilhändler
3. VERTRIEBSSYSTEME IN DER AUTOMOBILWIRTSCHAFT
3.1 Begriffsverortung und -definition
3.2 Vertriebsstrukturen und Gestaltungsmöglichkeiten
3.3 Indirekter Vertrieb
3.3.1 Das Vertragshändlersystem
3.3.1.1 Aufbauorganisation
3.3.1.2 Franchising vs. Vertragshändlersysteme
3.4 Direkter Vertrieb
3.5 Mischformen
3.6 Einflussfaktoren und Trends
3.7 Händlerkonzentration und -konsolidierung
4. E-COMMERCE IN DER AUTOMOBILBRANCHE
4.1 Merkmale und Stellenwert des E-Commerce
4.2 Einordnung des Automobils in die Internetökonomie
4.2.1 Kaufbereitschaft und Kundenbedürfnisse
4.2.2 Vom Single- zum Omni-Channel-Retailing
4.2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.3 Internetbasierte Vertriebsmodelle
4.3.1 Additives Online-Vertriebsmodell durch OEM
4.3.1.1 Additives Online-Vertriebsmodell am Beispiel von Mercedes-Benz
4.3.2 Substitutives Online-Vertriebsmodell durch OEM
4.3.2.1 Substitutives Online-Vertriebsmodell am Beispiel von Tesla
4.3.3 Online-Vertrieb durch Händler
4.3.4 Online-Vertrieb durch Intermediäre
4.3.5 Online-Vertrieb durch branchenfremde Akteure
4.4 Customer Journey beim Fahrzeugkauf
4.4.1 Traditioneller Kaufentscheidungsprozess
4.4.2 Digitaler Kaufentscheidungsprozess
4.4.3 Bewertung
5. KONSEQUENZEN UND HANDLUNGSMAßNAHMEN
5.1 Bewertung der vom OEM initiierten Online-Vertriebsmodelle
5.1.1 Substitutives Online-Vertriebsmodell
5.1.2 Additives Online-Vertriebsmodell
5.2 Auswirkungen und Handlungsfelder
5.2.1 Neue Organisations- und Standortstrukturen
5.2.2 Neue Mitarbeiterstrukturen
5.2.3 Digitale Gestaltungsoptionen der Autohäuser
6. SCHLUSSTEIL
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Fazit
Die vorliegende Bachelorthesis untersucht die Auswirkungen von Online-Vertriebsmodellen auf das stationäre Handelsnetz der deutschen Automobilbranche und erarbeitet Strategien, wie der stationäre Handel seine Wettbewerbsfähigkeit durch die Identifikation von Optimierungspotenzialen sowie die Implementierung innovativer Geschäftsmodelle sichern kann.
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
Derzeit erleben wir die größte Transformation in der Geschichte der Automobilindustrie, in der sich das Produkt Auto so stark verändern wird wie nie zuvor. Dieser wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche Transformationsprozess wird Veränderungen nach sich ziehen und die traditionellen Akteure in der Automobilbranche vor diverse Herausforderungen stellen. Aktuelle Megatrends wie die Digitalisierung, Elektrifizierung, Urbanisierung oder veränderte Kundenbedürfnisse sind in aller Munde und betreffen Automobilhersteller sowie Automobilhändler gleichermaßen. Sie sehen sich beide einem Umbruch gewohnter Wertschöpfungsprozesse ausgesetzt.
So wird das Prinzip der Nachhaltigkeit mit den Themenfeldern Klimawandel, Ressourcenschonung und Umweltschutz zunehmend bedeutsam. Insbesondere bei nachfolgenden Generationen ist eine Bewusstseinsveränderung feststellbar (bspw. „Fridays for Future“). Zur Erreichung der gesetzten Klimaziele wird in Deutschland eine Revolution im Verkehrssektor notwendig. Der Elektromobilität kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu, da ihr unter ökologischen als auch ökonomischen Gesichtspunkten ein gewaltiges Entwicklungspotenzial zugetraut wird. Die Wandlung von konventionellen hin zu alternativen Antriebstechnologien wird seine Opfer fordern und stellt die Unternehmen, explizit die Autohäuser, vor weitere Herausforderungen. Insbesondere der drohende Einbruch im After-Sales Geschäft sowie die von den Herstellern geforderten Investitionen bereiten den Autohändlern Existenzängste. Allerdings ergibt sich im Rahmen der Elektromobilität auch weiterhin ein entsprechender Bedarf an Beratung und Information. Somit eröffnen sich für die Autohändler auch Chancen, die sie erkennen, ergreifen und zur Festigung ihrer Position nutzen sollten.
Neben der steigenden Elektrifizierung ist es überwiegend die Digitalisierung, die für das stationäre Handelsnetz eine gewaltige Bedrohung darstellt. Digitale Player versuchen ein Stück vom Kuchen zu ergattern und die Schnittstelle zum Kunden zu besetzen. Den Gebrauchtwagenbörsen ist dies schon gelungen. Sie sind bereits seit Jahren die erste Anlaufstelle der Kunden im automobilen Kaufprozess bei Gebrauchtfahrzeugen.
1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die aktuelle Transformationsphase der Automobilindustrie ein, definiert die Forschungsfragen und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. BESTANDSAUFNAHME: DER AUTOMOBILHANDEL: Dieses Kapitel analysiert die aktuelle finanzielle und strukturelle Situation des Kraftfahrzeuggewerbes unter Berücksichtigung der Five-Forces-Analyse und des Trends zur Elektromobilität.
3. VERTRIEBSSYSTEME IN DER AUTOMOBILWIRTSCHAFT: Dieses Kapitel untersucht die grundlegenden Aufbaustrukturen, Ziele und Gestaltungsmöglichkeiten automobilwirtschaftlicher Vertriebssysteme, wie das Vertragshändlersystem und Direktvertrieb.
4. E-COMMERCE IN DER AUTOMOBILBRANCHE: Dieses Kapitel charakterisiert den E-Commerce im Automobilsektor, analysiert die Online-Vertriebsmodelle sowie die digitale Customer Journey.
5. KONSEQUENZEN UND HANDLUNGSMAßNAHMEN: Dieses Kapitel leitet spezifische Strategien für Autohäuser ab, um den Herausforderungen durch Online-Vertriebsmodelle erfolgreich zu begegnen.
6. SCHLUSSTEIL: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und liefert ein Fazit sowie einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des stationären Handels.
Automobilhandel, Online-Vertrieb, Digitalisierung, Elektrifizierung, Vertragshändlersystem, E-Commerce, Customer Journey, Wertschöpfungskette, Marketing-Mix, Automobilhersteller, After-Sales, Strategisches Management, Vertriebssysteme, Kaufentscheidungsprozess, Netzoptimierung
Die Arbeit befasst sich mit dem Strukturwandel im deutschen Automobilhandel, ausgelöst durch Digitalisierung und Elektromobilität, und untersucht, wie stationäre Autohäuser ihre Daseinsberechtigung behaupten können.
Die Schwerpunkte liegen auf Vertriebssystemen, dem Einfluss von E-Commerce auf den Fahrzeughandel sowie der Anpassung der stationären Handelsformate an moderne Kundenbedürfnisse.
Ziel ist es, die Auswirkungen von Hersteller-initiierten Online-Vertriebsmodellen zu analysieren und Handlungsoptionen für stationäre Händler zu erarbeiten, um ihre Position an der Kundenschnittstelle zu sichern.
Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Inhaltsanalyse unter Verwendung von Sekundärdaten, Branchenstrukturanalysen (Five-Forces) sowie Prozessanalysen.
Der Hauptteil analysiert die aktuelle Lage des Kfz-Gewerbes, die verschiedenen Vertriebssysteme, die Rolle des E-Commerce und die digitale Transformation des Kaufentscheidungsprozesses (Customer Journey).
Zentrale Begriffe sind Automobilhandel, Online-Vertrieb, Digitalisierung, Elektromobilität, Vertragshändlersystem und Customer Journey.
Das additive Modell ergänzt den stationären Handel, während das substitutive Modell den direkten Online-Vertrieb unter Umgehung des stationären Handels forcieren soll.
Das After-Sales-Geschäft erwirtschaftet einen Großteil der Erträge; der technologische Umstieg auf Elektroautos bedroht durch geringeren Wartungsbedarf diese zentrale Einnahmequelle.
Es beschreibt eine Organisationsform, bei der kundenferne Backoffice-Tätigkeiten zentral gebündelt werden, um die Filialen von Kosten zu entlasten und die Rendite zu verbessern.
Diese Zielgruppe bevorzugt smarte und vollständig digitale Kaufprozesse, was Händler dazu zwingt, ihre analogen Prozesse mit digitalen Lösungen zu verzahnen.
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