Masterarbeit, 2018
58 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. DAS MODELL THIRD PARTY OWNERSHIP
2.1. DEFINITION UND ELEMENTE EINES TPO VERTRAGES
2.2. GRUNDLAGEN DES TRANSFERINVESTMENTS
2.2.1. SPIELERVERTRAG, SPIELERLIZENZ, SPIELERLAUBNIS
2.2.2. SPIELERTRANSFERS
2.3. REGULIERUNGEN
2.3.1. REGULIERUNGEN DURCH NATIONALE VERBÄNDE
2.3.2. WELTWEITE REGULIERUNG DURCH DIE FIFA
2.4. UNTERSCHIEDLICHEN TYPEN DES INVESTORS
2.5. VERSCHIEDENE MODELLE DER THIRD PARTY OWNERSHIP
2.5.1. FINANZIERUNGS TPO
2.5.2. INVESTMENT TPO
2.5.3. TPO MIT AUSBILDUNGSVEREIN
3. TPO IN DER WIRTSCHAFTSLAGE DES INTERNATIONALEN FUSSBALLS
3.1. URSPRUNG UND AUSWEITUNG VON TPO
3.2. WIRTSCHAFTLICHES UNGLEICHGEWICHT IM INTERNATIONALEN FUSSBALL
3.3. TPOS BEDEUTUNG FÜR FUSSBALLVEREIN
3.3.1. TPOS ROLLE IM ÖKONOMISCHEN UMFELD DES FUSSBALLS
3.3.2. SELLING-KLUBS: KÄMPFEN UMS ÜBERLEBEN
3.3.3. SELLING-KLUBS: STREBEN NACH RELEVANZ
3.3.4. NOTWENDIGKEIT VON TPO FÜR DIE SELLING-KLUBS
3.4. GRÜNDE FÜR EIN INVESTMENT IN TPO
3.5. WARUM TPOS VERBIETEN?
3.5.1. DER LANGFRISTIGE FINANZIELLE SCHADEN DURCH TPO
3.5.2. THIRD PARTY INFLUENCE
4. DIE AUSWIRKUNGEN UND REAKTIONEN AUF DAS VERBOT DER FIFA
4.1. DIE AUSWIRKUNGEN
4.2. UMGEHUNG VOM TPO VERBOT
4.3. DIE RECHTLICHE ANFECHTUNG GEGEN DAS VERBOT DER FIFA
4.3.1. VERSTOB GEGEN DAS EU-WETTBEWERBSRECHT
4.3.2. GELTENDES RECHT: ARTIKEL 101 UND 102 AEUV
4.3.3. WIDERSPRUCH GEGEN DIE FIFA: MECA-MEDINA
4.4. ALTERNATIVEN ZUM TPO
4.4.1. DEN FINANZIELLEN NUTZEN VON TPO ERSETZEN
4.4.2. SOLIDARITÄTSMECHANISMUS UND AUSBILDUNGSKOMPENSATION
4.4.3. DIE BEDEUTUNG VON SPIELERBERATERN REDUZIEREN
4.4.4. WENIGER LEIHGESCHÄFT
4.4.5. LUXUSSTEUER
4.4.6. VERTEILUNG VON TURNIERGELDERN
5. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht das Modell der „Third Party Ownership“ (TPO) im internationalen Profifußball, analysiert dessen wirtschaftliche Bedeutung für kleinere Vereine und bewertet die Auswirkungen sowie die Rechtmäßigkeit des von der FIFA eingeführten Verbots dieser Praxis.
2.1. Definition und Elemente eines TPO Vertrages
Es gibt mehrere akademische Definitionen für Third Party Ownership ("TPO") wie zum Beispiel die von Richard Andrews: "Eigentum an wirtschaftlichen Rechten an einem Fußballspieler durch eine Entität, die kein Fußballverein ist"12. Die Clifford Chance-Anwälte Romain Soiron und Victoriano Melero definieren TPO als: "Eigentum eines Dritten am wirtschaftlichen Wert (d.H. wirtschaftlichen Rechten) eines Fußballspielers."13
Del Fabro unterscheidet und spricht in solchen Fällen von einem TPO, wenn das Eigentum an dem Übertragungsrecht oder die Forderung an den Dritten übertragen wurde. Andere Investitionen, insbesondere solche, die nur auf einer Schuldverpflichtung basieren, nennt er "Third Party Investment" (TPI). Diese Unterscheidung wirkt sich vor allem auf Insolvenzfälle aus, da das abgetretene Eigentum Verfügungsrechte für das zugeteilte Eigentum hat.14
Jedoch wird Third Party Ownership gewöhnlich und allgemein als die Vereinbarung zwischen einem Club und einer Drittpartei, wie Investmentfonds, Unternehmen, Sportagenturen, Agenten und/oder Privatinvestoren definiert.15 Gemäß dieser Vereinbarung erwirbt ein Investor eine wirtschaftliche Beteiligung oder ein künftiges Darlehen im an der eventuellen Übertragung der Rechte eines bestimmten Fußballspielers.16 Nicht relevant ist hierbei ob es sich dabei um eine tatsächliche Zahlung zugunsten eines Vereins handelt oder nicht,
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Kommerzialisierung und finanzielle Schieflage im Profifußball sowie die Entstehung des TPO-Modells als Reaktion auf den Finanzbedarf der Vereine.
2. DAS MODELL THIRD PARTY OWNERSHIP: Dieses Kapitel definiert TPO, erläutert die Grundlagen von Transferinvestments sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen und unterschiedlichen Investorentypen.
3. TPO IN DER WIRTSCHAFTSLAGE DES INTERNATIONALEN FUSSBALLS: Hier wird der Ursprung der TPO-Praxis in Südamerika diskutiert und das existierende finanzielle Gefälle zwischen europäischen Top-Clubs und kleineren Vereinen untersucht.
4. DIE AUSWIRKUNGEN UND REAKTIONEN AUF DAS VERBOT DER FIFA: Dieses Hauptkapitel analysiert das FIFA-Verbot, prüft dessen Vereinbarkeit mit EU-Recht und evaluiert mögliche alternative Lösungsansätze.
5. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert, dass das absolute Verbot der FIFA ohne vorherige gründliche Untersuchung politisch motiviert wirkt und die Probleme der finanzschwächeren Clubs verschärft.
Third Party Ownership, TPO, FIFA, Transferrechte, Fußball, EU-Wettbewerbsrecht, Finanzierung, Selling-Clubs, Transfermarkt, Spielerberater, Investitionen, Meca-Medina, Art. 18bis, Vermarktung, wirtschaftliche Rechte
Die Masterthesis behandelt die rechtliche und ökonomische Problematik der „Third Party Ownership“ (TPO), also die Beteiligung Dritter an Transferrechten von Fußballspielern, sowie die Folgen des FIFA-Verbots dieser Praxis.
Die zentralen Themen sind das wirtschaftliche Ungleichgewicht im internationalen Fußball, die Abhängigkeit von Investoren, die rechtliche Anfechtbarkeit der FIFA-Statuten vor dem EuGH und die Suche nach tragfähigen Alternativen zur TPO-Finanzierung.
Ziel ist es, die Auswirkungen des TPO-Verbots auf die finanzielle Stabilität sogenannter „Selling-Clubs“ zu analysieren und zu bewerten, ob das Verbot im Einklang mit EU-Wettbewerbsrecht steht.
Es handelt sich um eine juristisch-ökonomische Analyse, die auf Literaturrecherche, der Untersuchung von Reglements (FIFA-RSS) und der Analyse von EU-Gerichtsurteilen (EuGH) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des TPO-Modells, die Analyse der ökonomischen Notwendigkeit für Clubs, die rechtliche Prüfung des FIFA-Verbotes (Artikel 101/102 AEUV) und die kritische Auseinandersetzung mit Alternativen.
Die wichtigsten Begriffe sind Third Party Ownership (TPO), FIFA-Verbot, wirtschaftliche Rechte, EU-Wettbewerbsrecht, Selling-Clubs, Transfermarkt, Solidaritätsmechanismus und Finanzielle Stabilität.
Der Autor kritisiert das pauschale Verbot als zu weit gefasst und politisch motiviert, da es die finanziellen Probleme kleinerer Vereine verschärft, ohne dabei die zugrunde liegenden strukturellen Probleme des Marktes zu lösen.
Das Meca-Medina-Urteil dient als rechtlicher Prüfmaßstab, um zu untersuchen, ob eine durch die FIFA verhängte Wettbewerbsbeschränkung (das TPO-Verbot) durch legitime Ziele gerechtfertigt und dabei verhältnismäßig ist.
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