Bachelorarbeit, 2020
42 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Fragestellung und Forschungsinteresse
1.2 Forschungsstand
1.3 Konzeption der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Nachhaltigkeit: ein weitläufiger Begriff
2.1.1 Ökologische Nachhaltigkeit
2.1.2 Ökonomische Nachhaltigkeit
2.1.3 Soziale Nachhaltigkeit
2.2 Kriterienkatalog
3 Empirische Analyse
3.1 Der Europäische Emissionshandel: ein Überblick
3.2 Die verschiedenen Komponenten des Emissionshandels in Bezug auf Nachhaltigkeit
3.2.1 Obergrenze der Emissionen
3.2.2 Erstvergabe der Zertifikate
3.2.3 Sektoren und Verbindlichkeit
3.2.4 Linking
3.3 Der Europäische Emissionshandel und die Nachhaltigkeitskriterien: eine vergleichende Bilanz
3.3.1 Ökologische Dimension
3.3.2 Ökonomische Dimension
3.3.3 Soziale Dimension
4 Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, inwieweit die verschiedenen Dimensionen nachhaltiger Entwicklung (ökologisch, ökonomisch, sozial) in die Planung und Ausgestaltung des Europäischen Emissionshandels (EU ETS) eingeflossen sind.
3.1 Der Europäische Emissionshandel: ein Überblick
Seit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls im Jahr 1998 sind die Bestrebungen zur Reduktion von Treibhausgasen in einen völkerrechtlich bindenden Rahmen eingebettet. Das Abkommen, das im Zuge der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen als Kyoto-Protokoll bekannt wurde, trat erst einige Jahre später, nach etlichen Konkretisierungen, im Jahr 2005 in Kraft (vgl. Grunwald/Kopfmüller 2012: 27). Die 176 unterzeichnenden Staaten versprachen, der globalen Erwärmung durch geeignete Klimaschutzmaßnahmen entschlossen entgegenzutreten. Die Europäische Union sagte zu, eine achtprozentige Verringerung ihrer Emissionen im Zeitraum von 2008-2012 gegenüber dem Stand von 1990 anzustreben (vgl. EG 2003: (2)). In diesem Zusammenhang spielte die Ausgestaltung des Europäischen Emissionshandels die Schlüsselrolle, dessen Planung auf einen Vorschlag der Europäischen Kommission an das Europäische Parlament und den Europäischen Rat aus dem Jahr 2001 zurückgeht.
Nur einige Monate später, im Juni 2001, verabschiedete der Europäische Rat in Göteborg die EU-Leitlinie für Nachhaltige Entwicklung. Darin wird insbesondere eine Anerkennung der ökologischen Dimension von Nachhaltigkeit ersichtlich, welche die bereits bestehende „Lissabon-Strategie“ ergänzte. Das Papier von Göteborg legte fest, „dass das Wirtschaftswachstum, der soziale Zusammenhalt und der Umweltschutz auf lange Sicht Hand in Hand gehen müssen“ (Europäische Kommission 2001a: 2). Um eine nachhaltige Entwicklung zu garantieren, wurde daher ausdrücklich gefordert, politische Entscheidungen und Maßnahmen auf alle Auswirkungen mit ihren Konsequenzen im umweltpolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich zu überprüfen (vgl. ebd.: 6). Der Europäische Emissionshandel fand in dem Papier als EU-Maßnahme zur „Begrenzung des Klimawandels“ eine kurze Erwähnung (vgl. ebd.: 12).
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Nachhaltigkeit und Erläuterung der Forschungsfrage hinsichtlich der Berücksichtigung dieser Standards im Europäischen Emissionshandel.
2 Theoretischer Hintergrund: Theoretische Herleitung des Nachhaltigkeitsbegriffs anhand des Brundtland-Berichts und der Agenda 21 sowie Entwicklung eines spezifischen Kriterienkatalogs.
3 Empirische Analyse: Untersuchung der Designmerkmale des EU ETS, wie Obergrenzen, Zuteilungsmethoden und Linking, auf ihre Konformität mit den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit.
4 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion des Potenzials sowie der Limitationen des Emissionshandels bei der Umsetzung einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie.
Nachhaltige Entwicklung, Europäischer Emissionshandel, EU ETS, Klimaschutz, Nachhaltigkeitsstandards, Brundtland-Bericht, Agenda 21, Ökologische Dimension, Ökonomische Dimension, Soziale Dimension, Klimapolitik, Partizipation, Verteilungsgerechtigkeit.
Die Arbeit untersucht, ob und wie Aspekte nachhaltiger Entwicklung in die Planung und Ausgestaltung des Europäischen Emissionshandels (EU ETS) integriert wurden.
Die Arbeit fokussiert sich auf die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales im Kontext europäischer Klimaschutzinstrumente.
Ziel ist es zu klären, ob sich die verschiedenen Dimensionen des Leitbildes von nachhaltiger Entwicklung in der Planung des EU ETS widerspiegeln.
Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Inhaltsanalyse offizieller EU-Dokumente, die den Emissionshandel auf der Konzeptionsebene betreffen.
Der Hauptteil analysiert Designmerkmale des EU ETS wie Emissions-Obergrenzen (Caps), die Erstvergabe von Zertifikaten, die Sektorenabdeckung und das Linking mit anderen Märkten.
Kernbegriffe sind Nachhaltige Entwicklung, Emissionshandel, Klimaschutz, EU ETS, Nachhaltigkeitskriterien und politische Steuerung.
Der Brundtland-Bericht dient als normatives Leitbild und Ausgangspunkt für das globale Verständnis von Nachhaltigkeit und definiert die Interdependenz von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren.
Die Analyse zeigt, dass die soziale Dimension – insbesondere Partizipation und Verteilungsgerechtigkeit – in den untersuchten EU-Dokumenten im Vergleich zu ökologischen und ökonomischen Aspekten eher marginal behandelt wird.
Linking bezeichnet den Zusammenschluss verschiedener Kohlenstoffmärkte zu einem gemeinsamen System, was als Beitrag zur ökonomischen Nachhaltigkeit und globalen Partnerschaft bewertet wird.
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