Diplomarbeit, 2001
282 Seiten, Note: 1,0
1. HINFÜHRUNG ZUM THEMA
1.1. TELE – DIE AUFLÖSUNG DER GRENZEN VON RAUM UND ZEIT
1.2. TELEKOOPERATION ALS WETTBEWERBSSTRATEGIE IM SPANNUNGSFELD DYNAMISCHER MÄRKTE
1.2.1. Telearbeit
1.2.2. Telemanagement
1.2.3. Teleleistung
1.3. DAS MULTIMEDIALE TELE-LERNSYSTEM
1.4. PROJEKTBESCHREIBUNG IMPTEL
1.4.1. Allgemeiner organisatorischer Rahmen
1.4.2. Prinzipien des Kurses
1.4.3. Lerninhalte
1.4.4. Lernmedien
1.4.5. Kommunikationsstrukturen
1.5. FRAGESTELLUNG UND ZIELE
2. THEORETISCHER BEZUG
2.1. DIE WELT ALS KOMPLEXES SYSTEM
2.2. TRADITIONELLE SELBSTORGANISATIONSKONSTRUKTE
2.2.1. Der Entelechiebegriff der klassischen Philosophie
2.2.2. Das mechanistische Weltbild NEWTONs
2.2.3. Selbst-Desorganisation in der klassischen Thermodynamik
2.2.4. Die Höherentwicklung von Systemen in DARWINs Evolutionstheorie
2.2.5. Die Entdeckung der Rückkopplungsschleife in der Kybernetik
2.2.6. Das Postulat des Fließgleichgewichts der Allgemeinen Systemtheorie
2.3. MODERNE SELBSTORGANISATIONSKONSTRUKTE
2.3.1. Fremdorganisierte Aktivität: Mechanistische Systeme
2.3.2. Selbständerung durch Widerspiegelung: Dissipative Systeme
2.3.3. Selbsterhaltung durch Repräsentation: Autopoietische Systeme
2.3.4. Selbsterschaffung durch Entscheidung: Re-kreative Systeme
2.3.5. Systemebenen
2.4. ALLGEMEINE SYSTEMDYNAMIK AUS SICHT DER SYNERGETIK
2.4.1. Struktur – Chaos – Struktur
2.4.2. Entwicklung eines synergetischen Diagnoseverfahrens
2.4.3. Prämissen der Synergetik
2.5. NEUROPHYSIOLOGISCHE ORDNUNGSMUSTER
2.6. SCHEMATA ALS ATTRAKTOREN PSYCHISCHER AKTIVITÄT
2.6.1. Motivationale Schemata
2.6.2. Emotionale Schemata
2.6.3. Interpersonale Schemata
2.6.4. Das Selbst als persönliche Realitätstheorie
2.6.5. Der implizite und rationale Funktionsmodus
2.7. GRUNDBEDÜRFNISSE ALS OBERSTE SOLLWERTE PSYCHOPHYSIKALISCHER REGELKREISE
2.7.1. Das Bedürfnis nach Kontrolle
2.7.2. Das Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung
2.7.3. Das Bindungsbedürfnis
2.7.4. Das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung
2.7.5. Ein Regelkreis psychischen Funktionierens
2.8. THEORETISCHE SCHLUSSFOLGERUNGEN ZU EINER EFFEKTIVEN SELBSTORGANISATIONSFÄHIGKEIT DES MENSCHEN
3. METHODISCHES VORGEHEN
3.1. STICHPROBENBESCHREIBUNG
3.2. DATENERHEBUNG
3.2.1. Erhebungsmethode
3.2.2. Erhebungszeitpunkte
3.2.3. Erhebungsinstrumente
3.3. UNTERSUCHUNGSDURCHFÜHRUNG
3.3.1. Transkription
3.3.2. Ein synergetisches Diagnose- und Prognoseverfahren psychischer Prozesse
3.3.3. Codierung der Ergebnisprotokolle
3.4. GÜTEKRITERIEN
3.4.1. Semantische Gültigkeit
3.4.2. Stichprobengültigkeit
3.4.3. Korrelative Gültigkeit
3.4.4. Vorhersagegültigkeit
3.4.5. Konstruktgültigkeit
3.4.6. Stabilität
3.4.7. Reproduzierbarkeit
3.4.8. Exaktheit
4. ERGEBNISSE
4.1. SYNERGETISCHE VERLAUFSPROTOKOLLE DER MITARBEITER VON FIRMA 1
4.1.1. Frau A
4.1.2. Herr B (Tutor)
4.1.3. Herr C
4.2. SYNERGETISCHE VERLAUFSPROTOKOLLE DER MITARBEITER DER FIRMA 2
4.2.1. Herr D
4.2.2. Herr E (Tutor)
4.3. SYNERGETISCHE VERLAUFSPROTOKOLLE DER MITARBEITER DER FIRMA 3
4.3.1. Frau F
4.3.2. Frau G
4.3.3. Herr H
4.4. SYNERGETISCHE VERLAUFSPROTOKOLLE DER MITARBEITER DER FIRMA 4
4.4.1. Frau I
4.4.2. Herr J
5. DISKUSSION
5.1. SPANNUNGSFELD IMPTEL
5.1.1. Information und Kommunikation
5.1.2. Zeitliche Vorgaben
5.1.3. Lernrechner
5.1.4. Lerninhalte
5.1.5. Soziale Unterstützung
5.2. SPANNUNGSFELD UNTERNEHMEN
5.2.1. Zeitressourcen
5.2.2. Lernrechner / Arbeitsrechner
5.2.3. Motivierung der Teilnehmer
5.2.4. Schulung der Kollegen
5.3. SPANNUNGSFELD PRIVATLEBEN
5.3.1. Materielle Ressourcen
5.3.2. Familiäre Strukturen
5.4. SPANNUNGSFELD PERSÖNLICHKEIT
5.4.1. Vorwissen
5.4.2. Motivationale Schemata
5.4.3. Emotionale Schemata
5.4.4. Beziehungsschemata
5.5. DIE WICHTIGSTEN ERGEBNISSE DER EVALUATION VON IMPTEL IM ÜBERBLICK
5.6. EFFEKTIVE SELBSTORGANISATION
5.7. AUSBLICK
Die Diplomarbeit untersucht das Projekt IMPTEL, eine Initiative zur Implementierung von Telearbeitsstrukturen in kleinen und mittleren Betrieben, mit dem Ziel, die Fähigkeiten der Teilnehmer zur effektiven Selbstorganisation durch den Einsatz eines multimedialen Tele-Lernsystems zu fördern und zu evaluieren.
1.1. Tele – Die Auflösung der Grenzen von Raum und Zeit
Die Anfänge der modernen Telekommunikation liegen im Jahre 1794. Damals wurde in Frankreich die erste optische Teraphenlinie des Erfinders Claude CHAPPE zwischen Paris und Lille errichtet. In regelmäßigen Abständen wurden weithin sichtbare Flügeltelegraphen (Semaphore) auf vorhandenen hohen Bauwerken oder eigens errichteten Türmen angebracht. Auf jeder Telegraphenstation beobachteten Operateure die Flügelstellung der benachbarten Station mit Fernrohren, lasen die Nachrichten ab und stellten sie anschließend an der eigenen Station ein. Die Übertragungszeit, die per Bote vorher mehr als 60 Stunden in Anspruch genommen hatte, ließ sich durch die neue Technologie beträchtlich reduzieren und ermöglichte ein „Regieren in Echtzeit“ (vgl. REICHWALD et al., 1998, S 2 ff.).
1876 meldeten A.G. BELL und E. GRAY in Washington das Patent für die Erfindung des Telefons an, und Konrad ZUSE entwickelte 1941 in Deutschland den ersten programmierbaren Computer. Seither ist eine rasante Fortentwicklung der Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen zu beobachten. Leistungsfähigkeit und Leistungsvielfalt sind enorm gestiegen. Netze, Daten und Medien wurden schrittweise integriert. Standards schufen Kompatibilität zwischen Systemkomponenten und gewährleisten die Offenheit der Systemarchitekturen. Die Sprach- und Datenübermittlung globalisiert sich zunehmend. Miniaturisierung und Mobilität der Endgeräte gehen Hand in Hand. Die neuen Telemedien sind sehr vielfältig und flexibel einsetzbar und erlauben zahlreiche Kommunikationsszenarien.
1. HINFÜHRUNG ZUM THEMA: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologie für moderne Arbeitsstrukturen und stellt das Projekt IMPTEL sowie dessen Ziele vor.
2. THEORETISCHER BEZUG: Hier werden die wissenschaftlichen Grundlagen, insbesondere das synergetische Modell und psychologische Konzepte zur Selbstorganisation, detailliert erörtert.
3. METHODISCHES VORGEHEN: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Design der Evaluation, einschließlich der Stichprobenbeschreibung, Datenerhebung und der Gütekriterien für die qualitative Inhaltsanalyse.
4. ERGEBNISSE: Hier werden die spezifischen Verlaufsprotokolle der Teilnehmer aus verschiedenen Firmen detailliert analysiert und die individuellen Entwicklungsprozesse dargestellt.
5. DISKUSSION: Das letzte Kapitel fasst die Erkenntnisse aus den verschiedenen Spannungsfeldern zusammen, reflektiert die Effektivität des Lernsystems und bietet einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Telearbeit, Selbstorganisation, IMPTEL, Synergetik, Tele-Lernsystem, Arbeitsstruktur, Systemdynamik, Motivation, Qualifizierung, Telemanagement, Teleleistung, Selbststeuerung, Kompetenzentwicklung, Evaluation, Medien
Die Arbeit untersucht, wie multimediale Tele-Lernsysteme eingesetzt werden können, um bei Mitarbeitern kleiner und mittlerer Betriebe die Fähigkeiten zur effektiven Selbstorganisation in Telearbeitsstrukturen zu fördern.
Die Themenfelder umfassen Telearbeit, Synergetik, Selbstorganisationskonzepte, Informationstechnik, psychologische Schemata und die Evaluation von Weiterbildungsmaßnahmen.
Das Ziel ist die Analyse und Evaluation des Projekts IMPTEL, um zu verstehen, wie das Lernsystem die Selbstorganisationskompetenzen der Teilnehmer beeinflusst.
Die Autorin nutzt qualitative Methoden, insbesondere die Inhaltsanalyse nach Mayring, ergänzt durch ein speziell entwickeltes synergetisches Diagnose- und Prognoseverfahren zur Auswertung von Interviews.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung, die Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse aus den Teilnehmer-Interviews.
Wichtige Begriffe sind Telearbeit, Selbstorganisation, Synergetik, Tele-Lernsysteme und die Evaluation betrieblicher Weiterbildungsstrukturen.
Die Arbeit nutzt Grawe’sche Konzepte, um Motivationale und Emotionale Schemata der Teilnehmer abzubilden und zu verstehen, wie diese die Lernprozesse und die Adaption an die Telearbeit beeinflussen.
Es ermöglicht, die subjektive Realität und die psychische Dynamik der Teilnehmer systematisch in Beziehung zu den äußeren Rahmenbedingungen der Telearbeit zu setzen, um individuelle Prognosen zu ermöglichen.
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